Wedding stand seit knapp einem Jahr auf der FBI-Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher. Das US-Außenministerium hatte kürzlich eine Belohnung von 15 Millionen Dollar (12,8 Millionen Euro) für Hinweise zu seiner Ergreifung ausgesetzt.
Wedding soll mit einem Gangsterring im großen Stil Kokain von Kolumbien in die USA und nach Kanada geschmuggelt haben. Die Justizbehörden werfen ihm zudem vor, Morde an Widersachern und Zeugen in Auftrag gegeben zu haben. "Er ist ein moderner El Chapo", sagte Patel in Anspielung auf den berüchtigten früheren mexikanischen Drogenboss. US-Justizministerin Pam Bondi erklärte, Weddings Netzwerk sei "für den Import von etwa 60 Tonnen Kokain pro Jahr nach Los Angeles per Lkw aus Mexiko verantwortlich" gewesen.
Patel erklärte, der Sportler habe sich nach FBI-Erkenntnissen seit über einem Jahrzehnt in Mexiko versteckt gehalten. Seine Ergreifung sei einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der mexikanischen Regierung zu verdanken. Wedding war nach Behördenangaben auch unter Namen wie "El Jefe" (Der Boss), "Giant" (Riese) und "Public Enemy" (Staatsfeind) bekannt.
Der frühere Snowboarder Wedding war 2002 bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City für Kanada gestartet. Im Parallel-Riesenslalom belegte er den 24. Platz.