Laut eines FBI-Ermittlungsprotokolls erklärte die Zeugin, Epstein habe sie "entweder nach New York oder New Jersey" mitgenommen und ihr Trump vorgestellt. Sie habe Trump gebissen, als dieser versucht habe, sie zu Oralsex zu zwingen. Über Jahre hinweg hätten sie sowie ihr nahestehende Personen Drohanrufe erhalten, damit sie zu den Vorfällen schweige.
Trump hatte sich im vergangenen Jahr monatelang gegen die Veröffentlichung der Epstein-Akten gewehrt, bevor der Kongress auch mit den Stimmen seiner Republikaner deren Freigabe erzwang. Bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen eine enge Beziehung zwischen Epstein und Trump nahe. Bislang wurde dem US-Präsidenten allerdings kein Fehlverhalten nachgewiesen. Trump hatte erklärt, bereits vor Epsteins Verurteilung wegen sexualisierter Gewalt in einem Prozess in Florida im Jahr 2008 mit ihm gebrochen zu haben.
Die US-Demokraten haben der Trump-Regierung vorgeworfen, Details der Epstein-Ermittlungen zu vertuschen, die sich negativ auf den US-Präsidenten auswirken könnten. Am Mittwoch beschloss ein Ausschuss des Repräsentantenhauses, Justizministerin Pam Bondi vorzuladen, um Fragen zum Umgang mit den Epstein-Akten durch das Ministerium zu beantworten.
Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben. Der Multimillionär Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab.
Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.