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Im Schatten der Demonstrationen: Spaniens Wahlen haben begonnen

Begleitet von andauernden Protesten gegen die hohe Arbeitslosigkeit haben in Spanien die Regional- und Kommunalwahlen begonnen. Zapateros Sozialistischer Arbeiterpartei (PSOE) droht eine herbe Niederlage.

In Spanien haben am Sonntag Kommunal- und Regionalwahlen begonnen. Knapp 35 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, über mehr als 8000 Bürgermeisterposten und die Zusammensetzung der Gemeinderäte zu entscheiden. In 13 der 17 autonomen Regionen Spaniens - ausgenommen sind Andalusien, Galicien, Katalonien und das Baskenland - werden zudem Regionalparlamente gewählt. Diese entsprechen in etwa den Landtagen in Deutschland.

Den Sozialisten von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero drohen angesichts der verbreiteten Unzufriedenheit mit dem Sparkurs der Regierung herbe Niederlagen. Umfragen zufolge dürften sie selbst ihre Hochburgen Barcelona, Sevilla und die Region Kastilien-La Mancha verlieren. Eine absolute Mehrheit erreichen sie demnach in keiner der 13 Regionen.

Eigentlich galt am Wochenende ein Demonstrationsverbot in Spanien. Dennoch harrten auf dem Platz Puerta del Sol in Madrid auch am Sonntag Demonstranten aus. Sie kampierten in Zelten oder schliefen in Schlafsäcken unter freiem Himmel. Auch in den Metropolen Barcelona und Valencia ging der Protest weiter. Die Protestbewegung hatte sich in der vergangenen Woche aus Verärgerung über die schlechte wirtschaftliche Lage und die Perspektivlosigkeit für junge Spanier spontan gebildet.

AFP/DPA / DPA