Kenias Außenminister: Russland stoppt Rekrutierung von Kenianern für Kampf in Ukraine

Musalia Mudavadi (l.) und Sergej Lawrow
Musalia Mudavadi (l.) und Sergej Lawrow
© AFP
Russland hat nach Aussage des kenianischen Außenministers Musalia Mudavadi zugestimmt, keine Kenianer mehr für den Kampf in der Ukraine zu rekrutieren. "Wir haben nun vereinbart, dass Kenianer nicht angeworben werden sollen", sagte Mudavadi am Montag Reportern nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau.

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bislang mehr als 1780 Afrikaner aus 36 Staaten in den Reihen der russischen Truppen identifiziert. Mehrere Medien, darunter die Nachrichtenagentur AFP, berichteten in den vergangenen Wochen über Kenianer, die von Russland an die Front geschickt wurden. Viele von ihnen hatten vorher nur ein sehr kurzes militärisches Training erhalten. Laut einem kenianischen Geheimdienstbericht wurden mehr als tausend Kenianer von der russischen Armee für einen Kampfeinsatz in der Ukraine rekrutiert.

Moskau ist seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Jahr 2022 mit dem Vorwurf konfrontiert, Menschen aus anderen Ländern zu rekrutieren, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen. Einige meldeten sich freiwillig - angelockt durch hohe Gehälter und Prämien. Andere berichteten, sie seien für gewöhnliche Arbeit angeworben worden.  

Lawrow ging vor den Journalisten am Montag nicht auf die Vereinbarung ein, sagte jedoch, das russische Verteidigungsministerium prüfe derzeit Fälle, die bei "unseren kenianischen Freunden" Besorgnis ausgelöst hätten. Russland zwinge niemanden zum Dienst. "Freiwillige" würden sich dem Einsatz unter "vollständiger Einhaltung des russischen Rechts" anschließen, sagte Lawrow.

AFP