Preisanstieg
Spritpreise in den USA auf höchstem Stand seit Beginn des Irankrieges

Spritpreise: Tankstelle in den USA
Die hohen Spritpreise drücken kräftig auf die Stimmung in den USA. Bei den Zwischenwahlen im November kann sich das für Trump rächen
© David Zalubowski/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Die Spritpreise in den Vereinigten Staaten steigen auf einen neuen Rekordpreis. Das setzt US-Präsident Donald Trump im Irankrieg immer mehr unter Druck.

Die stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zeigen Wirkung. Die Spritpreise in den USA haben am Dienstag den höchsten Preis seit vier Jahren erreicht. Der durchschnittliche Preis für eine Gallone Benzin lag laut dem Autoverband AAA bei 4,18 Dollar. Der Preis war seit April 2022 nicht mehr so hoch. Damals hatte Russland gerade die Ukraine angegriffen. Der jetzige Preissprung war mit 1,6 Prozent auch der höchste prozentuale Anstieg seit mehr als einem Monat.

Auch die Kosten für Rohöl sind in den vergangenen Tagen kontinuierlich gestiegen. Brent-Rohöl, der internationale Referenzpreis, hat über die letzten Tage beim Preis um sechs Prozent zugelegt. Und bleibt damit über 40 Prozent teurer als vor Beginn des Krieges im Nahen Osten im Februar.

Spritpreise hoch. Börse stabil. Ölriese mit großem Gewinn

Damit gerät US-Präsident Donald Trump bei seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern weiter unter Druck. Eines seiner wichtigsten Wahlversprechen war es, die Lebenshaltungskosten zu senken. Für viele Amerikaner ist der Spritpreis ein wichtiger Faktor, da sie auf ihre Autos stark angewiesen sind. Bei den im November stattfindenden Zwischenwahlen könnte das großen Einfluss auf das Wahlergebnis haben. Die Börse bleibt aber indes überraschend stabil. Offensichtlich sind die Einnahmen und Umsätze der großen US-Unternehmen trotz der weltweiten Turbulenzen stabil geblieben. Das kann sich aber in den nächsten Tagen schnell ändern: Einige große Unternehmen werden ihre Bilanzzahlen veröffentlichen. 

Für Wut sorgte gestern, dass der britische Ölriese BP zu Jahresbeginn seinen Gewinn mehr als verdoppelt hat. Die durch den Iran-Krieg ausgelösten Preissprünge am Ölmarkt halfen dabei. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen deutlich.

akr

PRODUKTE & TIPPS

Kaufkosmos