"Die Unterdrückungsmaschinerie Brüssel funktioniert noch in Brüssel - wir werden sie nach April wegfegen", fügte Orban mit Blick auf die Parlamentswahl in zwei Monaten hinzu, bei der er eine Wiederwahl anstrebt.
Der rechtsnationalistische Regierungschef steht vor einer der größten Herausforderungen seit seiner Rückkehr an die Macht im Jahr 2010. Seine Fidesz-Partei liegt in Umfragen derzeit hinter der oppositionellen Tisza-Partei seines Herausforderers Peter Magyar.
"Wir haben hart gearbeitet und wir machen gute Fortschritte, aber die Arbeit ist noch nicht beendet. Deshalb müssen wir - und werden wir - die Wahl im April gewinnen", fügte Orban hinzu.
Vergangene Woche hatte US-Präsident Donald Trump Orban seine Unterstützung bei der Parlamentswahl in Ungarn am 12. April ausgesprochen. Trump habe "sich gegen das globale Netzwerk der Liberalen in Wirtschaft, Medien und Politik aufgelehnt und damit auch unsere Chancen verbessert", sagte Orban, der ein Verbündeter Trumps ist.
Auch Ungarn könne "den ausländischen Einfluss, der unsere Souveränität einschränkt, mitsamt seinen Vertretern" aus dem Land vertreiben, betonte er.
Orban hatte seinen Rivalen und Tisza-Vorsitzenden Magyar als "Marionette Brüssels" bezeichnet, die von globalen Konzernen unterstützt wird. Er warnte, ein Sieg der Opposition werde "den ungarischen Familien das Geld aus der Tasche ziehen".
Magyar hat der Korruption in Ungarn den Kampf erklärt. Er wirft Orban und dessen Verbündeten vor, sich selbst zu bereichern. Zudem will er öffentliche Dienstleistungen wie etwa das Gesundheitswesen verbessern.
Orbans Pläne sehen vor, Ungarn zu einem "illiberalen Staat" zu machen. Ihm wird vorgeworfen, kritische Stimmen aus Justiz, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft zu unterdrücken und die Rechte von Minderheiten einzuschränken.