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Schwere Bombardements Russland startet neue Großoffensive in Syrien

Soldaten laufen durch die zerstörten Straßenzüge von Aleppo, Syrien
Soldaten laufen durch die zerstörten Straßenzüge von Aleppo, Syrien. Der Osten der Stadt wird von der syrischen Armee angegriffen.
© DPA
Die russische und syrische Armee haben neue Operationen in Syrien gestartet. Am Dienstag begannen schwere Luftangriffe auf Aleppo, Kampfflugzeuge steuerten auch die Provinzen Idlib und Homs an.

Russische und syrische Streitkräfte sind in Syrien wieder aktiver: Die Armeen haben eine neue Großoffensive auf Aleppo und die Provinzen Idlib und Homs gestartet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Dienstag mit, dass die syrische Luftwaffe den von Rebellen gehaltenen Osten Aleppos bombardiert. Der Angriff ist der erste seit vier Wochen. Die russische Armee geht indessen gegen Dschihadisten in zwei syrischen Provinzen vor, gab Moskau bekannt.

Russland bekämpft Terroristen in Syrien

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu gab in Moskau bekannt, dass die ersten Kampfflugzeuge vom Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" vor der syrischen Küste aus Angriffe geflogen hätten. Ziel seien Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und der früheren Al-Nusra-Front in den beiden Provinzen gewesen, sagte Schoigu nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass.

Die Provinz Idlib wird überwiegend von einem islamistisch geführten Rebellenbündnis kontrolliert. Mindestens vier Städte in der Region seien von Angriffen getroffen worden, teilte die islamistische Rebellengruppe Nur al-Din al-Senki mit.

Schwere Bombenangriffe auf Aleppo

In Aleppo beobachtete ein AFP-Fotograf, wie im Osten der Stadt zwei Viertel bombardiert wurden. Nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle, die ihre Informationen von Aktivisten bezieht und deren Angaben nicht unabhängig überprüft werden können, griffen syrische Armeeflugzeuge erstmals seit dem 18. Oktober eine Reihe von Vierteln im Osten Aleppos an und warfen auch Fassbomben ab.

Regimenahe syrische Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, eine große Offensive auf Aleppo mit Flugzeugen und Bodentruppen stehe bevor. Zivilisten und Kämpfer waren aufgefordert worden, die Stadt zu verlassen. Ärzte ohne Grenzen (MSF) bekräftigte unterdessen, dass es für die Menschen im belagerten Ostteil keinen Weg nach draußen gebe. Hilfslieferungen könnten demgegenüber nicht zu den Notleidenden in der Stadt gelangen.

In Aleppo war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu schwersten Luftangriffen gekommen. Die Stadt gilt als wichtigstes Schlachtfeld zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Syrien. 

fri AFP DPA

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