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Selber machen: Kritzelkram

Die meisten Kinder lieben es zu malen. Aber wohin mit den ganzen Kinderzeichnungen?

Meine Tochter malt wahnsinnig gern. Fast jeden Tag. Der Output ist enorm. Quantität sticht hier eindeutig Qualität. Und die berechtigte Frage, die sich nach ein paar Monaten stellt: Wohin mit dem ganzen Zeug?

Tochter hat dem Bruder die Droiden gemalt, die er nicht sucht.

Ein von Heiko Bielinski (@heibie) gepostetes Foto am


Die schnellste und einfachste Variante ist: Unauffällig im Altpapier verschwinden lassen. Das bringt aber wahrscheinlich nicht jeder ohne weiteres übers Herz. Deshalb ein paar Vorschläge und Ideen, wie man zumindest Teile des kindlichen Schaffenswerks archivieren oder weiterverwenden kann.


Das digitale Archiv
Mit einer Digitalkamera, Scanner oder einem aktuellen Smartphone kann man die Kunstwerke schnell und einfach digitalisieren. Danach legt man sie in einem Sammelordner (nach Jahren und Monaten sortiert) auf der Festplatte ab. Wer die Bilder noch gerne verschlagworten und einzelnen Kindern zuordnen will, kann das über eine Bildverwaltung machen. Für Mac-Rechner gibt es die kostenlos mitgelieferte Anwendung Fotos. Für Windows-Rechner hatte Google bis vor kurzem die kostenlose Software Picasa im Angebot, die aber Anfang des Jahres leider eingestellt wurde. Man kann sich die letzte Version aber immer noch herunterladen. Clouddienste, wie z.B. Flickr, Dropbox oder Google Fotos ermöglichen die einfache Ablage und Verwaltung von Bilddateien über den Browser oder Zusatztools. Der Vorteil: Man hat immer noch ein Backup auf den Servern der Anbieter und die Zeichnungen sind von überall zugänglich. Wer großen Wert auf Datenschutz legt, sollte sich zuvor aber die genauen Nutzungsbedingungen durchlesen.

Der Anbieter Artkive hat sich auf die Archivierung von Kinderzeichnungen spezialisiert. Über die Weboberfläche oder eine (schlecht funktionierende) App kann man die Bilder hochladen, verschlagworten und Kindern zuordnen. Aus dem digitalen Archiv heraus lassen sich dann einfach zusätzliche Merchandise-Produkte, wie z.B. Tassen oder Kissen, mit den Bildern bedrucken.


Fotobuch-Archiv
Mit den besten Bildern aus dem digitalen Archiv lassen sich dann zusätzlich Fotobücher erstellen. Einmal im Jahr z.B. ein Best-Of aller Kunstwerke. So entsteht über die Jahre ein physisches Archiv, was sich gut im Bücherregal macht und Großeltern immer noch lieber durchblättern, als endlose, digitale Alben. Einen recht aktuellen Test von Fotobuch-Anbietern hat die Stiftung Warentest und die Computerzeitschrift c’t (beides kostenpflichtige Artikel).


Die eigene Kunstgalerie
Ebenfalls eine schöne Idee: ein paar ausgewählte Bilder im Kinderzimmer an die Wand hängen. Man kann die Bilder dann zum Beispiel mit Washi-Tape noch einrahmen oder ergänzen. Viele weitere Dekorationsideen mit Kinderbildern findet man unter den entsprechenden Suchbegriffen auf Pinterest. Da dürfte für jeden was Inspirierendes dabei sein.


Das eigene Stofftier
Vor einiger Zeit hat IKEA mal einen Aktion gestartet, bei der Kinder ihre Zeichnungen einreichen konnten und ein paar ausgewählte wurden dann als Vorlage für Stofftiere genommen. Der Anbieter Cryoow bietet genau das auch als Dienstleistung an. Man kann dort eine selbstgemalte Zeichnung einsenden und Cryoow erstellt daraus eine individuelle Puppe. Lauf Anbieter-Angaben werden die Produkte unter fairen Bedingungen von Scheiderinnen auf Bali produziert und kosten 119 €.

Bei der Stofftiermanufaktur Ella & Paul kostet ein Stofftier zwischen 89 € und 149 €. Produziert wird dort bei einer Näherei in der Türkei.


Das eigene 3D-Modell
Weniger Handarbeit, dafür mehr Kunststoffmaterial. Kids Creation Station erarbeitet aus den Monstervorlagen der Kinder ein 3-D-Modell und druckt es mit einem 3-D-Drucker aus. Der erste Druck kostet 129 $, alle weiteren Exemplare 60 $.

Check out Knox’s #alien 2D #drawing turned #3DPrint!

Ein von @kidscreationstation gepostetes Foto am


Das eigene Schmuckstück
Die Designerinnen Antje Krispin und Sally Kiss fertigen aus Kinderbildervorlagen individuelle Schmuckstücke. Das fertige Endprodukt gibt es entweder als Anhänger, Kritzelknöpfe, Ohringe oder Ringe. Die günstigsten Stücke kosten 10 €, die teuersten können auch mal bei knapp 200 € liegen.


T-Shirt, Tassen, Gläser und Geschirrtuch
Und dann kann man natürlich auch alles bedrucken, was nicht niet- und nagelfest ist. Bei Spreadshirt gibt es zahlreiche Einträge unter dem Schlagwort „Kinderzeichnungen“, die c’t hat einen ausführlichen Artikel (kostenpflichtig), wie man Zeichnungen für den T-Shirt-Druck aufbereitet und hier kann man sich sogar Trinkgläser verschönern lassen.


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.