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Unterhaltung: 6 neue Apps für Kinder

Von der Baustelle bis zum Logiktraining. Wir stellen sechs neue Apps für Kinder vor.

Mein Bauarbeiter – Bagger, Kran und Radlader
iOS (1,99 €), Android (1,99 €), ab 3 Jahren

Bei „Mein Bauarbeiter“ können die Kinder zunächst zahlreiche Bauarbeiterfiguren und ein umfangreiches Arsenal an Baumaschinen nach ihren farblichen Wünschen anpassen. Danach wechselt man zu einer großen Baustellenszene auf der im Stil der bekannten Wimmelbücher ziemlich viel los ist. Überall blinkt und bewegt sich was. Mit einfachen Gesten können die Kinder einzelne Bereiche heranzoomen und dort interagieren. Es gilt einzelne, einfache Aufgaben zu lösen, wie z.B. einen Stein mit dem Radlader abzutransportieren oder ein Dach zu decken. ist man länger inaktiv helfen eindeutige Pfeile und geben Anweisungen, was man als nächstes machen könnte. Die Baustelle ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und man entdeckt immer wieder neue, kleine Details.

Die App verzichtet auf In-App-Käufe. Lediglich im Startbildschirm ist ein dezenter Hinweis auf weitere Apps der Firma Wonderkind eingebaut. Die Baustellensoundeffekte sind nett, es stört aber ein bisschen, dass man den nervigen Klimperhintergrundsound nirgendwo abstellen kann. Die bedienung ist so einfach gehalten, dass bereits Kinder ab drei Jahren mit ein bisschen Unterstützung mit der App klar kommen.


Monzter
iOS (1,99 €), ab 5 Jahren

In einer alten, verlassenen Fabrik wohnen ziemlich neugierige Monster, die naseweise Fragen stellen. „Werde ich auch mal groß?“, „Wann hört der Spaß auf?“ oder „Ist eine Welt genug?“. Zu jeder Frage gibt es ein Panel, welches man zunächst freirubbeln muss. Darunter verbirgt sich dann immer eine Szene mit einem der Monster, bei der man mit Gesten ein bisschen interagieren kann. Konkrete Antworten auf die gestellte Frage geben die meisten Bilder eher nicht. Die App-Macher wollen Eltern und Kinder zum nachdenken und philosophieren anregen. Die Szenen sind relativ düster gehalten und der teilweise etwas experimentelle Soundtrack (denn man ausschalten kann) wirkt manchmal etwas verstörend. Deshalb sollte man Monzter auf jeden Fall mit den Kindern zusammen durchklicken. Dann bekommt man ein liebevoll gestaltetes, interaktives Buch, welches sich wohltuend von üblichen, eher niedlich gestalteten Kinder-Apps abhebt.

„Monzter“ Trailer from ZENTRALNORDEN on Vimeo.

In einem Making-Off-Video zeigen die Künstler, wie sie die Hintergründe in einem alten Fabrikgebäude an die Wände gesprüht haben.

„Monzter“ Behind The Scenes from ZENTRALNORDEN on Vimeo.


Crossy Roads
iOS
(kostenlos), Android (kostenlos), ab 6 Jahren

Wer früher einen C64 hatte erinnert sich bestimmt noch an das Spiel Frogger. Dabei galt es einen kleinen Frosch über stark befahrene Strassen, Flüsse und Gleise zu bewegen ohne überfahren zu werden. Crossy Roads ist quasi ein Frogger-Remake in zeitgemässer Minecraft-Optik. Das Spielprinzip ist schnell gelernt. Es gilt den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. Wer aber zu lang wartet, wird vom Spielfeld geräumt. Die Steuerung ist simpel, der Schwierigkeitsgrad allerdings gleich von Beginn an nicht ganz einfach. Kinder unter sechs Jahren dürften relativ schnell frustriert abwinken. Mein siebenjähriger Sohn kommt ganz gut klar damit und spielt zwischendurch gerne mal eine Runde gegen mich.


Toca Life City
iOS (2,99 €), ab 4 Jahren

In Der Stadt von Toca Life City können die Kinder zwischen vier verschiedenen Szenarien hin und her schalten. Es gibt ein Einkaufszentrum, einen Friseur, eine Wohnung und eine Fressmeile. Jeder Ort ist vollgestopft mit Personen und Gegenständen, die miteinander interagieren können. Beim Friseur kann man seiner Figur verschiedene Frisuren verpassen, in der Wohnung wird Playstation gezockt und bei den Essenständen gibt es Pizza zu mampfen. Es gibt kein Spielziel. Die Kinder können einfach so ausprobieren und gestalten, wie es ihnen gefällt. Wer kein Problem mit der sehr amerikanischen und konsumorientierten Darstellung der einzelnen Lebensbereiche hat, bekommt eine liebevoll gestaltete Kinder-App, die viel Platz für freies Experimentieren lässt, dank vieler Details langen Spielspaß bereithält und auf In-App-Käufe verzichtet.


Fiete – Was passt nicht?
iOS (2,99 €), Android (2,98 €), ab 3 Jahren

Den Seemann Fiete habe ich ja schon mal vorgestellt. In seiner neuesten App muss Fiete ein bisschen überlegen. Logisches Denken ist gefragt. In insgesamt 99 Leveln muss jeweils der eine Gegenstand oder die eine Form markiert werden, die nicht in die Reihe passt. Das fängt ganz leicht an und wird gegen Ende zunehmend schwerer. Allerdings immer machbar. Kinder zwischen drei und vier Jahren werden hier ihre Freude haben. Ältere Kinder können im Zeitmodus gegen die Uhr spielen. Wie bei den anderen Fiete-Apps ist auch „Was passt nicht?“ wieder sehr schön und schlicht gestaltet. Die Bedienung ist kinderleicht, keine Werbung und In-App-Käufe nerven.


Catch the Wally
iOS (2,99 €), ab 3 Jahren

Die kleine Spinne Wally versteckt sich gerne hinter Mauersteinen. In jedem Level darf man bis zu zwanzig Steine umdrehen um Wally zu finden. Schafft man das, bekommt man einen Punkt. Schafft man es nicht, bekommt Wally einen Punkt. Hinter vielen Steinen findet man detailverliebte, kurze Spielszenen mit weiteren Charakteren, die den Kindern Spaß machen. Das Spielprinzip ist ansonsten genau so simpel, wie es klingt. Man bekommt auch keinerlei Tipps, wo sich Wally befinden könnte. Es ist reines Glück (und wahrscheinlich ein bisschen Stochastik), ob man Wally findet oder nicht. Trotzdem spielen meine Kinder Wally immer mal wieder gerne, was vor allem auch an der liebevollen grafischen Gestaltung der Charaktere liegt. Kein Meisterwerk, aber solide Kinderunterhaltung für ein paar Minuten zwischendurch.