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Unterhaltung: Mattscheibe

Acht Videoflatrates für Familien im Vergleich.

Film- und Serienfans emanzipieren sich schon seit einigen Jahren vom linearen und werbefinanzierten Fernsehen. Zuerst mit DVD und Blu-Ray-Boxen, mittlerweile zunehmend über Streaming-Dienste, wie z.B. Netflix. Diese bieten für einen pauschalen Monatsbetrag Zugriff auf einen umfangreichen Film- und Serienkatalog. Familien mit Kindern finden dort oft eine zeitsouveräne Alternative zum klassischen Kinderfernsehen. Gleichzeitig haben sie aber auch speziellere Anforderungen, wie z.B. Jugendschutzmechanismen oder einfache Bedienbarkeit.

Ich stelle im folgenden die sieben Streaming-Dienste Netflix, Sky Online, Watchever, Amazon Prime Video, Maxdome, Kinderkino.de, kividoo und einen Offline-Dienstleister vor, der auch schon beim Hörspielflatrate-Vergleich dabei war – meine lokale Stadtbibliothek.


Was kostet das Abo?

Die Kosten liegen im Monat bei maximal 12 €. Am günstigsten ist die Stadtbibliothek München. Die Jahresgebühr beträgt 20 €, das macht im Monat 1,60 €. Danach kommt Amazon mit knapp 4 €. Am teuersten ist das Premium Angebot von Netflix mit 11,99 €.


Wie lange ist die Vertragslaufzeit? Bei den meisten Anbietern bindet man sich immer nur für einen Monat. Der Amazon Prime-Dienst und der Mitgliedsbeitrag für die Stadtbibliothek wird für ein Jahr gezahlt. Das monatliche Kündigungsrecht ist sehr praktisch, es gilt dabei aber immer die individuellen Kündigungsfristen zu beachten. Bei Maxdome muss man beispielsweise schon zwei Wochen vor Monatsende abbestellen. Ansonsten läuft das Abo noch einen weiteren Monat. Bei Kinderkino.de endet das Abo automatisch, wenn man es nicht aktiv verlängert.


Wo kann ich die Filme und Serien abspielen?

Die meisten großen Anbieter stellen ihre Apps für zahlreiche Endgeräte zur Verfügung. Vom Smart-TV bis hin zur Spielekonsole. Tablet und Browser sind auch bei den kleineren Nischenanbietern Standard. Wenn man sich sowieso gerade einen neuen Fernseher anschaffen will, kann es sich lohnen beim Anbieter der Wahl auf die detaillierte Liste der unterstützen Geräte zu schauen und die Kaufentscheidung entsprechend zu treffen.

Das physische Angebot der Stadtbibliothek kann man naturgegeben nur auf dem heimischen DVD/Blu-Ray-Player abspielen.


Wie benutzerfreundlich sind die Angebote? Gibt es einen Offline-Modus und eine kostenlose Testmöglichkeit? Die Apps und Webseiten der meisten Dienste sind ähnlich aufgebaut. Man kann die Inhalte nach Genres durchsuchen, es gibt Toplisten, Empfehlungen von Freunden und man kann sich Favoriten anlegen. Eine Volltextsuche bietet ebenfalls jeder Dienstleister. Netflix zeigt in Kinderprofilen am oberen Rand eine gut bedienbare Leiste mit einzelnen Trickcharakteren an. Damit können auch Kinder, die noch nicht lesen können, einfach Inhalte auswählen. Kividoo bietet spezielle Themenrubriken („Voll cool“, „Nur für Mädchen“) an. Bei Kinderkino.de kann man Filme nach empfohlenem Alter filtern. Maxdome hat den Kids-Bereich ebenfalls mit Unterkategorien versehen. Bei den Anbietern, die neben Flatrate-Inhalten auch noch Kaufmöglichkeiten für einzelne Inhalte bieten, muss man beim Stöbern aufpassen, dass man nicht aus Versehen zusätzliche Kosten verursacht. Maxdome, Amazon und Kinderkino.de markieren die Flatrate-Inhalte und lassen bei der Suche auch eine entsprechende Filterung zu. Bei der Stadtbibliothek kann man Filme online suchen und reservieren. Der OPAC macht, was er soll, ist aber wenig nutzerfreundlich gestaltet. Um die Filme abzuholen, muss man dann das Haus verlassen. Immer mal wieder sind die Trägermedien zerkratzt und nur eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzbar. Streaming-Dienste funktionieren so lange gut, wie man eine schnelle Internetverbindung hat. Befindet man sich z.B. im Zug, ist es praktisch, wenn man die Inhalte auch offline verfügbar hat. Nicht alle Anbieter ermöglichen dies. Die Branchen-Größe Netflix bietet bis heute z.B. keinen Offline-Modus an. Watchever, Amazon, kividoo und Maxdome bieten das herunterladen von Filmen und Serien an. Kinderkino.de hat einen Offline-Modus, allerdings nur für einzelne Bezahlinhalte, nicht für die Flatrate. Die Angebote der Stadtbibliothek sind sowieso nur offline verfügbar. Die Onleihe der Stadtbibliotheken bietet faktisch keine brauchbaren Filme und Serien. Bei den meisten Anbietern kann man das Angebot zunächst kostenlos testen. Dabei muss allerdings darauf achten, dass sich das Abo nicht automatisch kostenpflichtig verlängert. Bei allen Testmöglichkeiten muss man schon zu Beginn Zahlinformationen hinterlegen.

Benutzerfreundlichkeit


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Wer schützt die Jugend?

Alle Dienste, die auch Erwachsenenunterhaltung im Programm haben, haben zumindest eine FSK-18-PIN integriert (die gesetzlich vorgeschrieben ist). Um diese zu nutzen, muss man sich in den meisten Fällen einmalig als volljährig authentifizieren.

Die wenigsten Einstellungsmöglichkeiten bieten Netflix und Watchever. Dort können Kinder relativ einfach, ohne PIN-Eingabe, in ein Erwachsenen-Profil wechseln und bekommen dort zumindest in der Voransicht dann auch Nicht-Kinderinhalte angezeigt.

Bei Amazon, Maxdome und Sky Online kann man PIN-Eingaben für FSK-Freigaben einstellen. Kividoo ermöglicht das Einstellen von Zeitbeschränkungen, Seh-Limits und Sperrlisten. In der Bibliothek leihen Kinder normalerweise im speziell dafür ausgestatteten Kinder- und Jugendbereich aus.

Grundsätzlich sollte man die Kinder aber sowieso nie lange unbeaufsichtigt vor den Bildschirm setzen.


Wer hat welche Inhalte? Die absolute Zahl an familientauglichen Inhalten kann man bei allen Diensten als Nutzer nicht herausfinden. Um die Anbieter vergleichbar zu machen, habe ich eine Film und eine Serien-Liste mit guten und erfolgreichen Kinderinhalten abgeglichen. Die Liste kommt zu sehr großen Teilen von Rochus Wolff vom Kinderfilmblog (Danke!) und wurde noch ein bisschen angereichert mit den Amazon-Verkaufscharts und ein paar zusätzliche Einträgen von mir. Der Abgleich nach Verfügbarkeit fand bei Amazon, Netflix, Maxdome, kividoo, Watchever und Sky Online mit freundlicher Unterstützung des Suchdienstes werstreamt.es statt. Als großer Sieger geht hier die Stadtbibliothek aus dem Rennen. Sowohl bei Serien, als auch Filmen deckt sie fast alles ab. Man kann aber auch bei den anderen Anbietern gut fündig werden und die eine oder andere Perle herausfischen. Schließlich kann die abgeglichene Liste nur eine subjektive Auswahl sein. Und selbst 10% Verfügbarkeit bei den Serien bedeutet immer noch zahlreiche Stunden Unterhaltung. Kinderkino.de läge eigentlich mit knapp 40% Verfügbarkeit an zweiter Stelle. Allerdings sind dort fast alle Inhalte nicht in der Club-Mitgliedschaft enthalten, sondern müssen einzeln bezahlt werden.


Fazit:

Wer sich für einen Streaming-Anbieter entscheidet, wird wahrscheinlich auch darauf schauen, ob das Angebot für Erwachsene stimmt. Dort überzeugen v.a. Netflix und Amazon. Bei Amazon kauft man mit der Prime-Mitgliedschaft aber immer noch mehr Dienstleistung dazu, als man vielleicht braucht und bindet sich ein ganzes Jahr. Bei Netflix reicht für den Anfang auch der günstigste Tarif. Für 7,99 €/Monat kann man den Dienst auf einem Abspielgerät nutzen. Maxdome und Watchever sind solides Mittelfeld.

Bei Sky Online sind nicht alle Inhalte auf Abruf verfügbar, sondern man ist teilweise an die Ausstrahlungszeiten der Sender gebunden.

Bei den spezialisierten Kinderanbietern gewinnt kividoo mit einem durchaus brauchbaren Sortiment. Kinderkino.de hat zwar ein größeres Angebot, allerdings muss man dieses fast durchgehend extra bezahlen. Die Club-Flatrate enttäuscht inhaltlich.

Wer nicht alles sofort auf Knopfdruck verfügbar haben muss und gerne mal vor die Haustür geht, sollte die Bücherei vor Ort besuchen. Dort gibt es normalerweise spezielle Kinder- und Jugendabteilungen, in denen Fachpersonal berät. Das Angebot an ausleihbaren Inhalten ist unschlagbar und dürfte in anderen deutschen Großstädten auch ungefähr auf dem hier getesteten Niveau liegen. In kleineren Städten muss man sicherlich ein paar Prozentpunkte abziehen.

Kleine Offenlegung: Meine Frau ist Bibliothekarin und arbeitet bei der Stadtbibliothek München. Die Bewertung hat das nicht beeinflusst.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.