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Wann ist Plastik vegan?

Welche tierischen Materialien stecken in Plastik? Ich dachte da steckt nur Erdöl drin und ein bisschen Chemie? Ich habe ein post von einer meiner Lieblingsposterin gesehen, sie zeigte einen veganen Frauenrasierer. Ich dachte immer, Plastik ist nicht gut für die Umwelt.
Frage Nummer 3000203875

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Antworten (16)
dschinn
Plastik (Kunststoff) wird auch aus Leder oder Gelatine erzeugt. Spätestens hier ist es dann eben nicht mehr vegan.
Ein veganer Frauenrasierer (WTF) ist einfach nur Bullshit.

Plastik sollte verboten werden, zumindest solange bis die Wiederverwertbarkeit zu 100% gegeben ist.
Die Quote liegt aktuell angeblich bei 9%, den Rest findest du in deiner Nahrungskette.
rayer
Das mit dem Verbot unterstütze ich zwar, ist aber dann doch eher nicht umsetzbar. Allerdings gibt es unendlich viele Plastikartikel die keiner braucht. Ein Ansatz wäre ja mal endlich die biologisch abbaubaren Kunststoffe etwas mehr zu forcieren. Auch kotzt mich die ewige Frage nach der Ökobilanz an. Das ist für mich Augenwischerei. Was nutzt die besser Bilanz der PET-Flasche, wenn das Zeug für 1000 Jahre im Nahrungskreislauf endet? Glas wird irgendwann wieder das, was es war, Sand. Politisch könnte man da steuern, ist aber nicht gewollt. Die Staaten, die Industrie und das Kapital wollen Öl verballern, wenn es geht, das 1000-fache von heute.
dschinn
Na ja, Greenpeace hat dazu eine eigene Meinung nämlich:
Es darf nicht eine Verpackung durch eine andere ersetzt werden. Konzerne müssen radikal umdenken und Systeme entwickeln, die auf Wiederverwenden statt Wegwerfen setzen.

Siehe dazu auch den Report Plastikmüll als PDF: greenpeace de presse publikationen das-wegwerfprinzip
Hefe
Erdöl entstand als die Wälder mit den darin lebenden Tieren im Schlamm versanken und unter Luftausschluß und Druck zu Erdöl und Erdgas umgewandelt wurden.
Schnauz
Hefe, das ist ein interessanter Gedanke. Nein, nicht die Entstehung des Erdols, die ist klar, wohl aber die Verbindung zu den tierischen Ursprüngen und die daraus resultierende Folgerung, dass Erdöl nicht vegan ist. Ich will das nicht anzweifeln, habe aber eine Frage dazu. Chemie ist die Umwandlung von Stoffen (so habe ich das in der Schule gelernt), und das passiert auf atomarer und molekularer Ebene. Wenn ein Tier stirbt und in seine Grundbestandteile aufgelöst wird, sind dann die entstehenden Atome noch tierisch? Anders ausgedrückt, gibt es vegane und nicht vegane Atome. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
PezzeyRaus
Obwohl sich Erdöl als so genannter fossiler Rohstoff aus Abbauprodukten toter Tiere und Pflanzen gebildet hat, ist es vegan. Bei der veganen Lebensweise geht es unter anderem darum, Tiere nicht für die eigene Lebensweise auszubeuten. Auf die Entstehung von Erdöl über mehrere Jahrtausende hat man als Veganer natürlich keinen Einfluss. Zudem ist Erdöl nicht durch die Ausnutzung von Tieren entstanden, sondern vielmehr aus den sterblichen Überresten von Tieren und Pflanzen.
(aus der Zeitschrift Vegpool)

Veganismus hat zudem nichts mit Umweltschutz oder gesundem Essen zu tun.
Schnauz
Die Zeitschrift Vegpool scheint verzichtbar zu sein.
Hefe
Schnauz: Ich kann deine Frage nicht beantworten, weil ich zu wenig davon weiß. Also: Einige Tiere sind Pflanzenfresser, Pflanzen ernähren sich von tierischen Produkten. In meiner Gegend gibt es einen Schäfer, der die nicht verkaufbare Wolle von Schafen als Stickstoffdünger für Pflanzen verkauft. Ich habe selbst alte Federn von Kissen als Stickstoffdünger für meinen alten Garten verwendet. Das ist doch ein perfektes Recycling. Ich habe in meinem katholischen Religionsunterricht die "Wiedergeburt" der hinduistischen Religionen kennengelernt. Meine Substanzen lösen sich nach meinem Tod auf und werden entweder zu einer Pflanze oder einem wunderschönen Vogel.
Schnauz
@ Hefe
Alles gut. Die Frage war rein rhetorisch, eigentlich habe ich sie schon selbst beantwortet. Nach der Verwesung der Tiere bleiben nur noch Atome übrig, und die sind neutral, somit ist es das aus ihnen entstandene Erdöl auch.
Schnauz
@ Hefe
Noch einen Nachtrag zu deinem letzten Post. Du könntest natürlich auch als wunderschöne Kakerlake wiedergeboren werden, aber schon sind wir wieder beim Thema. Im Religionsunterricht hast du sicher auch gelernt, dass der Mensch aus Staub besteht und zu Staub werden wird. Als Witzbold könnte ich sagen, dass ich nicht aus Staub entstanden bin, sondern nach der Zeugung durch meine Eltern flüssig war. Das ist aber damit nicht gemeint, gemeint ist, dass wir alle aus diesen Atomen bestehen. Damit wird es mit der Wiedergeburt etwas schwierig, weil man Teil der Erde ist, nachdem man begraben wurde und verwest ist. Daraus entsteht kein neues Leben.
Hefe
Schnauz: Ich habe überlegt, ob ich lieber als Blume oder als grüner Papagei wiedergeboren werden möchte. Was könntest du dir vorstellen. Offensichtlich hast du nie ein Grab gepflegt. Viele wechseln dreimal im Jahr die Pflanzen, die sie mit der anhängenden Erde im Friedhofscontainer entsorgen. Die wurden u.a. von den Toten mit Nährstoffen versorgt. Diese Abfälle werden hier recyled und werden in meiner Stadt als Biodünger verkauft. Ein perfekter Kreislauf. Und in einigen Kulturen wurden die Toten in der Landschaft abgelelgt und dienten den Tieren als Nahrung usw. . Wie gingen die Aboriginies mit ihren Toten um?
Schnauz
Na ja, Hefe, wenn das so ist, ist die Trefferquote für eine Wiedergeburt sehr, sehr klein.
PezzeyRaus
@Schnauz "Die Zeitschrift Vegpool scheint verzichtbar zu sein."

Offenkundig nicht, beantwortet sie doch die Frage im Gegensatz zu allen Posts hier eindeutig! Aus meinem eigenen Erfahrungsschatz kann ich beisteuern, dass besagtes Tierwohl eine bedeutende Rolle spielt.
Schnauz
Was hat denn jetzt Erdöl mit Tierwohl zu tun?
PezzeyRaus
Eben nix. Steht doch da!
Schnauz
Steht da. Nichts. Und wenn man den gedanklichen Müll, die nichtssagenden Allgemeinplätze abzieht, bleibt überhaupt nichts mehr übrig. Ich bleibe dabei, die Zeitschrift für verzichtbar zu halten.