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Frage Nummer 3000086200 Zombijaeger

Wie soll das funktionieren?

Die Grünen wollen, dass alle ein Elektroauto fahren, wodurch deutlich mehr Strom gebraucht wird. Gleichzeitig wollen die aber den Kohleausstieg. Gegen Hochspannungsmasten sind die ausserdem, weil sie die Landschaft verschandeln. Die vermutliche Lösung wird sein, dass Frankreich jede Menge neue Atomkraftwerke baut und uns den Strom teuer verkauft. Ich frag mich, was das jetzt bringen soll. Die Grünen machen meiner Meinung nach Politik ohne Verstand.
Antworten (23)
Schrat
Milchmädchenpolitik, Deine Meinung ist korrekt!
Um die herkömmlichen Energieträger im Kraftfahrzeug durch elektrische Energie zu ersetzen, gibt es weder die erforderliche elektrische Leistung noch die zur Verteilung erforderlichen Netze.
Selbst die Atomkraftwerke in Frankreich, Polen oder sonst wo in der Welt reichen nicht aus, geschweige denn, dass deren Energie beim Verbraucher ankommt.
Alles grüne Fantasie, volksverdummendes Geschwafel.
Wenn E-Auto, dann nur dezentral versorgt mit Solarenergie vom eigenen Dach...
Rentier_BV
ZombiJaeger
Du machst mit dieser frage deinem Nick alle Ehrte.

Zunächst, bis zu den Strommasten war alles gut, dann aber uferst du aus.

Zur Frage:
Es wird niemals so sein, dass der Bedarf an "grüner" Energie von den vorhandenen Versorgern bedient werden kann.
In den Lobgesängen für die grüne Energie -von der Windmühle ins Auto- werden die
Kosten für zusätzlichen Transport und Verteilung der Energie,
Kosten für Batterien, Wartung und Entsorgung,
Kosten für Aufbau und Pflege der Versorgungsnetze
(Ladestationen)
nicht oder zu gering berücksichtigt.

Aus der Auflistung kann man leicht erkennen, dass nur mit grünem Strom keine Lösung zu finden ist, sondern die Verteil- und Wartungsprobleme neu und nur mit dem Erkaufen weiterer Probleme zu lösen sind.
Matthew
Was die Bürgerinitiativen gegen Strommasten angeht, dann ist das regelmäßig eine bunte Mischung, quer durch alle Parteien. In Bayern z.B. oft unter hoher Beteiligung von CSU Wählern und auch lokalen CSU-Politikern, die sich den Forderungen anschließen. Nicht immer im Einklang mit und zum Vergnügen der Landes-CSU. Aber natürlich nicht nur CSU. Ein paar Grüne werden sicherlich auch dabei sein.

Was ich den Nachrichten entnommen habe, hat sich der Bundesvorstand der Grünen auch nicht dafür ausgesprochen "dass alle ein Elektroauto fahren sollen", wie hier behauptet, sondern für Ausbau des öffentlichen Verkehrs, und einen erhöhten Druck auf die Industrie, Alternativen zu Benzinmotoren zu entwickeln. Dass schließt auch andere Technologien ein, wie z.B. Brennstoffzellen oder Verbrennungsmotoren auf Wasserstoff-Basis.

Natürlich ist nicht alles, was in der Diskussion geäussert wird der Weisheit letzter Schluss. Aber das trifft nun wirklich auf alle Parteien zu. Und nicht nur auf die Parteien, sogar Foristen in Wissens-Communities sollen davor nicht gefeit sein.
Zombijaeger
Matthew: Dann schau mal hier auf der Grünenseite: https://www.gruene.de/themen/klima-schuetzen/sauber-autofahren-ab-2030.html
Gleich das 1. Bild ein grosses Auto mit Steckdose und auch im Artikel wird praktisch ausschliesslich das Elektroauto als Alternative genannt. Das scheint mir momentan auch die einzige Alternativ-Technologie mit genügender Marktreife. Von der Brennstoffzelle hört man immer mal wieder was aber nicht wirklich was greifbares.
Zombijaeger
Am besten finde ich noch die Antwort von den Grünen:
"Würden mehr E-Autos nicht das Stromnetz zum Zusammenbrechen brinen?"
Nein. Selbst die staatliche Bundesnetzagentur geht davon aus, dass eine Flotte von rund sieben Millionen Elektrofahrzeugen etwa vier Prozent des heutigen Stromverbrauchs benötigen.

Es gibt aber leider ca. 60 Millionen Autos in Deutschland und nicht 7.

Keiner mit Verstand kann solche Traumtänzer wählen meiner Meinung nach.
Kakman
Aus Gründen wie diesem habe ich die AfD gewählt.
elfigy
Aha Kakman und welche Lösung hat diese Partei für den Klimaschutz?
Skorti
Er wird ausgewiesen.
Kakman
@elfi Klimaschutz ist in einem kleinen Land wie der BRD nicht notwendig. Darum sollten sich Flächenstaaten wie China, USA und Russland kümmern. Die wenigen Emissionen, welche Deutschland verursacht, sind der Erwähnung nicht wert.
netter_fahrer
Ich bin wahrlich kein Fan der Lobbyistenpartei FDP, aber in dieser Sache hat sie Recht:
Nur auf Elektroautos zu setzen ist unsinnig und technisch wie wirtschaftlich nicht umsetzbar.
Der Weg heißt "alternative Antriebe," zu denen auch E-Autos gehören -vor allem im urbanen Bereich- aber auch Gasmotoren, Hybride und weiterhin saubere Diesel und Benziner. Brennstoffzelle ist immer noch zu teuer, da geht die Entwicklung in den LKW-Sektor.
Wenn man sich die Fachpresse anschaut und Aussagen von Fachleuten aus Industrie und Handel anhört, werden wir in 20 Jahren einen solchen Antriebs-Mix vorfinden.
Alles Einseitige ist schon im Ansatz unlogisch. Es macht Sinn, das technisch sinnvoll Machbare zu entwickeln anstatt ideologisch motivierten Wunschträumen nachzulaufen.
Elektromobilität ist eben nicht "die ideale" Mobilität, so wie Schuhgröße 42 auch nicht "die ideale" Schuhgröße ist.
elfigy
Ich habe bei facebook gelernt, dass jede Diskussion, die auf Fakten basiert, mit AfD Anhängern sinnlos ist. Da hilft auch Matthews Beitrag nix. Die nehmen nur zur Kenntnis, was in ihre Weltanschauung paßt. Damit muß man einfach leben.
ing793
Das ist doch am Ende keine Frage der Ideologie!

Es reduziert sich auf die Frage der Wirtschaftlichkeit. China hat beschlossen, auf Elektromobilität zu setzen, und wenn die deutschen Autobauer jetzt nicht mitziehen, dann werden sie bis 2030 zu Nischenanbietern degradiert (um mal eine prägnante Jahreszahl zu nennen). Dann kann der Daimler-Diesel mit seinem dann teuren Sprit mit dem Geely-E-Mobil nicht mehr konkurrieren.

Gleiches gilt für die Stromproduktion insgesamt. Schon heute ist Strom aus erneuerbaren Energien günstiger als konventioneller Strom. Und die Tendenz ist weiterhin gegenläufig. Die Vorstellung, man könne sich da mittelfristig abkoppeln, zeugt von einer gewissen Naivität.

Ob das nun 2030 oder 2050 sein wird, das kann niemand voraussehen. Dass der Energiebedarf der Zukunft aber aus regenerierbaren Energien gedeckt werden wird, ist in meinen Augen so sicher wie das Amen in der Kirche.
netter_fahrer
Aber sicher ist es ideologisch, eine einzige Antriebsart für Fahrzeuge zu favorisieren und dabei andere, ebenso geeignete zu ignorieren. Genau das machen leider die Grünen.
Es ist ebenso ideologisch, eine vegetarische Ernährungsform oder aber das Leben im Baumhaus als optimale Lebensform des Menschen zu betrachten.
China hat sich 10% Elektromobilität verordnet, nicht 100.
Das größte Problem dort ist die massive Kohleverstromung mit all ihrem Dreck. Davon müssen die runter, E-Autos sind nur ein Teil.
Andere Länder, andre Sitten: Singapur lässt in nächster Zeit nur noch neue Autos zu, wenn ein altes dafür verschrottet wird.
Norwegen rät derzeit vom Kauf eines E-Autos ab - die Ladesäulen sind dauerbelegt.
Immer langsam mit dem Tempo. Die deutschen bzw. europäischen Autobauer werden schon nicht bedeutungslos, weil es eben nicht alleine E-Mobilität geben wird.
Es ging hier um die Grünen und ihre ausschließliche Pro-E-Auto-Denkweise. Die sehe ich als falsch an.
dschinn
Danke an Zombi für diesen tollen Strang.

Bei allen diesen Diskussionen verliert aber bitte ein paar Geschichten nicht aus den Augen...
Ich setze bewusst hinter jeden Satz ein Ausrufezeichen!

Erdöl, Gas und Kohle wachsen nicht auf den Bäumen!
Das ist ein Rohstoff, den wir seit knapp 150 Jahre einfach so für IMMER verbrauchen! In weiteren 150 Jahren ist damit Essig!
Für immer!

Und Atomenergie ist ne feine Sache(?)!
Der Atommüll wird unsere Nachfahren noch Jahrtausende beschäftigen!

Eine Politik, die nicht nach vorne schaut, ist keine gute Politik!
Für 500 Jahre Wohlstand und Wachstum verbrauchen wir mal eben unsere Erde!

Wollt Ihr wirklich so weiter machen?

Von daher begrüsse ich jeden neuen Denkansatz, selbst wenn eine temporäre Lösung wieder neue Probleme mit sich bringen wird.

Lasst uns heute damit anfangen umzudenken, morgen ist es garantiert zu spät.
Musca
Dieses Geheule und Jammern geht mir auf den Keks, und das seit Jahrzehnten.
Schon immer gab es Widerstand gegen Innovation, sei es gegen Filter in der Industrie, gegen Katalisatoren....egal was auch immer, es wurde schlimmstes befürchtet, Arbeitslosigkeit, Untergang des Abendlandes oder sonstiges.
Passiert ist nix. !!! Im Gegenteil, jeder Schritt in diese Richtung war ein Schritt vorwärts, es braucht noch viele Schritte, es braucht viele kluge Köpfe, was es nicht braucht sind Pessimisten.
Zombijaeger
Der Schlager dieses Karnevals wird: "Wir lassen Jamaika in der Kariiiibik, denn da jahört es hin. What soll es denn woaaanders, dat hätt doch keinen Sinn."
Hefe
Es kommt auch darau an, wie groß die Autos sind. Man hat vor vielen Jahren in Australien Aufwindkraftwerke getestet.Im Moment wissen nur die Förderländer wie groß die Vorräte an Erdöl und Erdgas sind und wie teuer die Kosten für die Restmengen sind. Gleiches gilt für Kohle. Selbstverständlich sind Unruhen in den
Förderländern Gift für die Produktion.
PS: Unter Berlin liegen riesige Mengen Braunkohle.
Rentier_BV
Hallo Dschinn
Von woher begrüßt du die Initiativen?
Matthew
Wie viele Vorräte es noch gibt, ist eigentlich eher nebensächlich. Das Pariser Klimaabkommen haben fast alle Länder Erde unterzeichnet. Darin sind höchstmengen für den CO2 ausstoß vereinbart. Will man diese Grenze ernsthaft einhalten, dann dürften wir nur noch maximal rund 20% der bekannten fossilen Energievorräte verbrauchen. Rein technisch könnte man die restlichen 80% natürlich auch noch fördern, das lässt sich dann aber nicht mehr mit den Klimazielen vereinbaren.
dschinn
Renntier, von hier!

Und sorry wenn immer Dein ästhetisches Empfinden für die deutsche Schrift und Sprache beschmutzt wird...
Deutsch war bei mir auf der Hippe das absolut letzte, was interessierte...
Ich hatte meine Stärken mehr in Kochen und Nähen und solch Gedöns...
Rentier_BV
Hallo Dschinn
Das hat mit ästhetischen Empfinden nichts zu tun, das war Kritik an der Gewohnheit irgendwelche nichtssagenden Formeln in den Raum zu werfen.

Aus "deshalb" wurde bald "darum", dann "daher" und zum Schluss "von daher".
Mich graust es, wenn öffentliche Leute (Professoren, Politiker und solches Volk) diesen Mist andauernd von sich geben.
Ebenso läuft es mit "aufgrund"; weil viele mit dem Genitiv nicht zurechtkommen, wenn es z.B. "wegen des" heißen soll, wurde dann "aufgrund des" eingeführt - gebracht hat es nichts.

Und wenn man "von daher" gebraucht, macht es das Verständnis nicht leichter.
Hefe
Vor einigen Jahren überlegte sich jemand, die Ablagerungen in Batterien zu entfernen (keine Ahnung, wie das gehen kann), damit Batterien länger gebraucht werden können. Ich habe nie wieder davon gehört.