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#NotInMyName-Kampagne: Der IS kämpft nicht im Namen dieser Muslime

Britische Muslime setzen ein Zeichen gegen den Terror des Islamischen Staates: In einer Kampagne distanzieren sie sich von den Extremisten - und erhalten in sozialen Netzwerken viel Unterstützung.

Von Kim Schwarz

Die radikale Dschihadistengruppe Islamischer Staat kämpft sich seit Wochen durch den Irak und Syrien, hat bereits weite Gebiete beider Länder in ihre Gewalt gebracht. Das Ziel: Die Errichtung eines Kalifats, das sich vom Irak bis zum Mittelmeer erstreckt. Dafür geht der IS mit aller Brutalität vor - vorgeblich, um eine "reine Form" des Islam durchzusetzen.

Doch die muslimische Welt will nicht akzeptieren, dass der IS im Namen ihrer Religion mordet, erpresst, Angst und Schrecken verbreitet. Britische Muslime begehren nun in einer Kampagne mit dem Titel NotInMyName (dt.: nicht in meinem Namen) gegen die Terrorvereinigung auf - die Botschaft des Videos: Der Islamische Staat repräsentiert weder den Islam noch die Muslime.

Warum? "Weil ihr unschuldige Menschen tötet". "Weil euer Anführer ein Lügner ist". "Weil das, was ihr macht, unmenschlich ist". "Weil ihr Herzen und Seelen missbraucht". Es sind junge und alte Briten, männlich und weiblich, mit und ohne Kopftuch. Sie fordern, gemeinsam dagegen zu kämpfen, dass die Terrormiliz dem Islam und den Muslimen weiterhin Schaden zufügt.

Hinter der Kampagne steht die Organisation "Active Change Foundation", die sich gegen Bandenkriminalität, extreme Gewalt und Terrorismus einsetzt.

Mit dem Hashtag #notinmyname werden Muslime auf der ganzen Welt aufgerufen, sich der Bewegung anzuschließen und ein Zeichen zu setzen. Auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken hat die Kampagne bereits viel Zuspruch erhalten.














kis
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