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Angezündete Autos in Berlin Merkel sorgt sich über weitere Brandstiftungen


Nach der Brandanschlagserie in Berlin hat Kanzlerin Angela Merkel Sorge über die Ausweitung der Taten geäußert. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den gelegten Bränden nicht um politisch motivierte Taten handelt.

Angesichts der anhaltenden Serie von Brandanschlägen auf Autos in Berlin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einer Ausweitung der Brandstiftungen gewarnt. Sie sei sehr besorgt, sagte Merkel bei einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Bundeskriminalamtes (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden. Zwar seien deutsche Städte von Krawallen wie jüngst in Großbritannien weit entfernt. "Aber ich schaue dennoch mit großer Sorge auf mutwillig in Brand gesteckte Autos, zum Beispiel jetzt in Berlin", sagte Merkel. "Was ist das für ein Verhalten, Kinderwagen in den Fluren von Mietshäusern in Flammen aufgehen zu lassen? Menschenleben werden kaltblütig aufs Spiel gesetzt."

Vier Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl sorgten die Anschläge zudem für heftige politische Debatten. Bundespolitiker von CDU und SPD verglichen die Brandstiftungen mit den Anfängen der terroristischen RAF in den 70er Jahren. Die Berliner Polizei und Innensenator Ehrhart Körting (SPD) betonten hingegen, es gebe keine Hinweise auf Täter aus der linksextremen Szene und keinen Zusammenhang mit Terrorismus. Alles deute auf Nachahmungstäter mit pseudopolitischer Motivation hin. Die Berliner CDU geht hingegen davon aus, dass weiterhin "militante Linke" für die nächtlichen Brandstiftungen verantwortlich sind.

In der dritten Nacht in Folge zündeten unbekannte Täter in Berlin zahlreiche Autos an. Es traf wieder überwiegend Autos im Bezirk Charlottenburg. Dort brannten neun Fahrzeuge, weitere drei wurden nach Angaben der Polizei beschädigt.

DPA DPA

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