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24-Jähriger angeklagt: Anleitung zum Bombenbau und Gewaltfantasien: US-Soldat soll Anschlag auf CNN geplant haben

Ein US-Soldat soll Anschläge auf den Präsidentschaftskandidaten Beto O'Rourke und den Sender CNN geplant haben. Außerdem habe er Anleitungen zum Bombenbau per Facebook verteilt. Jetzt drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis. 

Das Justizministerium in Washington klagt einen Soldaten aus Kansas an. 

Das Justizministerium in Washington klagt einen Soldaten aus Kansas an. 

DPA / AP

Anleitungen zum Bombenbau auf Facebook, Fantasien über Anschläge auf Nachrichtensender und Tötung von Aktivisten: In den USA sind schwere Anschuldigungen gegen ein Mitglied des US-Militärs erhoben worden. Dem Soldaten werde vorgeworfen, Informationen über Sprengstoffe und Massenvernichtungswaffen verbreitet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag im US-Bundesstaat Kansas mit.

Soldat äußert Gewaltfantasien gegen CNN per Facebook

In einem Facebook-Chat soll der 24-Jährige anderen Nutzern nicht nur angeboten haben, ihnen beizubringen, wie man Bomben "im Stil der Afghanen" baut, die per Handy gezündet werden, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Er habe auch Fantasien über einen Anschlag auf einen großen amerikanischen Nachrichtensender und die Tötung antifaschistischer Aktivisten geäußert. Ziel seiner Aggression soll CNN gewesen sein, das berichtete der Sender selbst. Der Beschuldigte soll im Zuge dessen über eine Autobombe gesprochen haben. Zudem habe er den Demokraten und Präsidentschaftskandidaten Beto O'Rourke im Zusammenhang mit potentiellen Gewalttaten genannt. 

Vor seiner Zeit als Soldat soll er davon gesprochen haben, in der Ukraine an der Seite einer paramilitärischen, rechten Gruppierung kämpfen zu wollen. Noch im August soll er in einem Online-Chat geschrieben haben, nach anderen Radikalen" zu suchen.

Dem Beschuldigten drohen bis zu 20 Jahre Haft

Ein verdeckter Ermittler des FBI kontaktierte den Beschuldigten im September über den Chat-Dienst Telegram, wo der 24-Jährige diesem Auskunft zum Bombenbau mit Utensilien aus dem Supermarkt gab. Die Anleitung sei "sehr genau" gewesen, hätte nach Einschätzung von FBI-Experten aber nicht zu einem "brauchbaren" Sprengsatz geführt.

Aus der Anklageschrift geht hervor, dass der 24-Jährige unter anderem zugegeben hat, in Online-Chats regelmäßig zum Bau von Sprengkörpern angeleitet zu haben, um "Chaos" zu verursachen. Der Beschuldigte ist den Angaben zufolge seit 2017 in der US Army und war zuletzt in Kansas stationiert. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft bis zu 20 Jahren Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar (rund 227.500 Euro).

amm / DPA