Autobahn-Attacke Anführer der "Hells Angels" verhaftet


Wegen einer beinahe tödlichen Attacke auf das Mitglied einer rivalisierenden Bande haben Spezialeinheiten der Polizei am Mittwoch den Anführer der Rockergruppe "Hells Angels" in Flensburg verhaftet. Der 36-Jährige sei wegen versuchten Totschlags per Gerichtsbeschluss gesucht worden, teilte das schleswig-holsteinische Landeskriminalamt in Kiel mit.

Wegen einer beinahe tödlichen Attacke auf das Mitglied einer rivalisierenden Bande haben Spezialeinheiten der Polizei am Mittwoch den Anführer der Rockergruppe "Hells Angels" in Flensburg verhaftet. Der 36-Jährige sei wegen versuchten Totschlags per Gerichtsbeschluss gesucht worden, teilte das schleswig-holsteinische Landeskriminalamt in Kiel mit. Er soll das Motorrad eines verfeindeten "Bandido"-Mitglieds im September auf einer Autobahn bei Flensburg mit seinem Auto gerammt haben, wodurch dieser stürzte und lebensgefährlich verletzt wurde.

Die groß angelegte Festnahme- und Durchsuchungsaktion in mehreren Wohnungen und Vereinsheimen richtete sich nach Polizeiangaben auch gegen zwei weitere "Hells Angels" im Alter von 32 und 42 Jahren. Dabei ging es um die Suche nach weiteren Beweisen im Zusammenhang mit dem Fund eines Waffenlagers in einer Flensburger Autowerkstatt. Im November hatten Ermittler dort unter anderem Sprengstoff, fünf Maschinenpistolen, zehn Schrotflinten und Pumpguns sowie Munition gefunden und diese den "Hells Angels" zugeordnet.

In den vergangenen Monaten hatten bundesweit mehrfach teils äußerst brutale Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Rockergruppen für Aufsehen gesorgt. In Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz müssen sich seit Dezember zwei mutmaßliche Mitglieder der "Hells Angels" wegen Mordes an dem Anführer einer anderen Rockerbande verantworten. In Nordrhein-Westfalen lieferten sich Angehörige von "Hells Angels" und "Bandidos" außerdem Schlägereien, bei denen auch Schüsse fielen.

AFP AFP

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