VG-Wort Pixel

Babyleichenfund in Berlin Kleiner Junge ist verhungert und verdurstet

Binnen weniger Tage wurden in Berlin zwei tote Babys entdeckt. Die Säuglinge waren wie Müll weggeworfen worden. Nun haben die Ermittler in einem der Fälle zwei Verdächtige.

Ein kleiner Junge aus Berlin, dessen Leiche vor knapp einer Woche gefunden wurden, ist verhungert und verdurstet. "Das Baby wurde nicht versorgt", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Gegen die Mutter sowie deren Lebensgefährten wurde Haftbefehl erlassen. Beide waren am Sonntag festgenommen worden. Sie hätten die Vorwürfe eingeräumt, hieß es.

Die Anklagebehörde wirft dem Paar Totschlag durch Unterlassen vor. Es würden aber auch mögliche Mordmerkmale geprüft, sagte Steltner. Das Kind war lebend zur Welt gekommen. Der Mann ist laut dem Sprecher aber nicht der Vater des Kindes. Aus Ermittlerkreisen war zu erfahren, dass die Mutter bislang in schwierigen sozialen Verhältnissen gelebt habe. Die 20-Jährige soll bereits mehrere Kinder haben, die nicht bei ihr lebten. Sie soll zudem arbeitslos sein.

Eine Hundehalterin hatte den wenige Tage alten toten Säugling in einem blauen Müllsack in einer Grünanlage am Rande einer Plattenbausiedlung in Berlin-Hellersdorf entdeckt. Der kleine Leichnam trug eine blaue Mütze mit der Aufschrift "Mami's Liebling". Über die Babykleidung stießen die Ermittler laut Staatsanwaltschaft nun auf die richtige Spur. Die Verdächtigen sollen ganz in der Nähe wohnen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte zur Aufklärung des Falls eine Belohnung von bis zu 5000 Euro in Aussicht gestellt.

Zweiter Fall noch offen

In dem zweiten Fall laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Am 5. April bereits war in einem Altkleider-Container in Neukölln ein totes Mädchen entdeckt worden. Die Leiche dieses Säuglings war schon stark verwest. Die Mutter wurde laut Staatsanwaltschaft noch nicht gefunden.

cjf/DPA/AFP DPA

Mehr zum Thema



Newsticker