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Knaller-Diskussion "Ein für alle Mal": Umwelthilfe will endgültiges Böllerverbot zu Silvester

Politiker und Polizei-Gewerkschafter fordern Böllerverbot
Diskussion um Böllerverbot: So sah Berlin an der Oberbaumbrücke in der Nacht zum 1. Januar 2020 aus. In der nächsten Silvesternacht könnte es am gleichen Ort deutlich ruhiger zugehen. 
© Paul Zinken / DPA
Böllerverbot an Silvester? Die Deutsche Umwelthilfe will die alljährlich aufkommende Diskussion endgültig beenden. Ihre Verbotsforderung sieht sie durch eine aktuelle Umfrage bestätigt.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dringt auf ein dauerhaftes Böllerverbot zu Silvester. "Wir fordern die Bundesregierung auf, dieser Forderung nachzukommen und diese archaische Schwarzpulverböllerei bereits für dieses Jahr ein für alle Mal zu beenden", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag in Berlin. Dies sei durch eine einfache Änderung der Sprengstoffverordnung möglich.

Als Argumente für ein Verbot der Schwarzpulverraketen und Böller führt die Umwelthilfe neben Luftverschmutzung und Müll in den Straßen auch "Millionen verschreckte und leidende Tiere, zahlreiche Häuserbrände und viele tausend verletzte Kinder wie Erwachsene" an. Bestätigt sieht sich der Verband durch eine aktuelle Umfrage. In der repräsentativen Umfrage des Instituts Insa Consulere im Auftrag der Verbraucherzentrale Brandenburg stimmten 53 Prozent der Befragten für ein Verbot, nur 39 Prozent waren dagegen.

Böllerverbot? Meinung in Ost und West unterschiedlich

Die Zustimmung für ein Verbot von privatem Feuerwerk war im Westen Deutschlands mit 54 Prozent etwas höher als im Osten mit 50 Prozent. Große Zustimmung für ein Verbot gab es bei den Wählern von Grünen, Linke, Union und SPD – dagegen stimmten 68 Prozent der Anhänger der AfD gegen ein Böllerverbot. Die Anhänger der FDP zeigten sich mit Werten von 47 Prozent für ein Böllerverbot und 45 Prozent dagegen gespalten.

Wegen der Coronabeschränkungen hatte zum vergangenen Jahreswechsel wie schon im Jahr davor in ganz Deutschland ein Verkaufsverbot für Feuerwerk gegolten. Vielerorts wurden zudem Versammlungsverbote verhängt, zum Teil durfte auch kein Feuerwerk abgebrannt werden.

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rös AFP DPA

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