England
Schwere Geburt: Post stellt Baby-Ratgeber zu – 19 Jahre nach der Bestellung

Royal Mail: Ein Zusteller der britischen Post in England
Royal Mail: Ein Zusteller der britischen Post in England (Symbolbild)
© Coldsnowstorm / Getty Images

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Wer Kinder großzieht, braucht Geduld. Und das nicht nur mit dem Nachwuchs, wie ein Kunde der britischen Post im Nordwesten Englands nun leidvoll erfahren musste.

Für viele Eltern ist Ratgeberliteratur eine wichtige Unterstützung im Familienalltag. Inzwischen wird sie meist online genutzt, bis vor ein paar Jahren war sie aber meist noch in Papierform gefragt.  So auch bei Paul Edwards. Als der Brite im Jahr 2007 ein Abonnement einer Elternzeitschrift abschloss, hoffte er auf praktische Tipps für die Erziehung seiner kleinen Kinder. Auf die erste Ausgabe musste er jedoch außergewöhnlich lange warten – ganze 19 Jahre.

Wie Edwards in den sozialen Medien schildert, erhielt er die Erstausgabe des Magazins „Mother and Baby“ kürzlich per Post. Kleine Erinnerung: Wir haben das Jahr 2026. Dem Heft lag eine Entschuldigung der britischen Post – der Royal Mail – bei, die sich für „mögliche Unannehmlichkeiten“ entschuldigte. Der Vorfall sorgte im Internet für großes Aufsehen: Ein Beitrag des Briten auf der Plattform X erreichte innerhalb kurzer Zeit rund 1,6 Millionen Aufrufe und etliche Reaktionen.

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Leicht sarkastisch kommentierte Edwards die verspätete Zustellung. Die Auslieferung habe „lediglich 19 Jahre gedauert“, schrieb er auf X. Die „Unannehmlichkeiten“, die ihm dadurch entstanden seien, fasst er zusammen mit: „Die Kinder“, für deren Erziehung er einst Rat suchte, seien „inzwischen aus dem Haus“.

„Bizarre“ Post-Zustellung

Der heute 52-Jährige erinnerte sich im Gespräch mit der BBC daran, dass seine Tochter damals erst wenige Monate alt gewesen sei und sein Sohn kurz darauf geboren wurde. Inzwischen seien beide Anfang zwanzig. Rückblickend bezeichnete Edwards die verspätete Zustellung gegenüber der BBC als „bizarr“.

Edwards ergänzt, dass ihm das Fehlen des Magazins damals vermutlich gar nicht bewusst aufgefallen sei. Umso überraschter sei er gewesen, als plötzlich ein stark beschädigtes Exemplar mit einem Entschuldigungsschreiben in seinem Briefkasten im nordwestenglischen Chester lag.

Die Royal Mail erklärte im Kontext des ungewöhnlichen Vorfalles dem „Guardian“, dass Briefe und Sendungen in den Zustellzentren sowie durch automatische Sortieranlagen regelmäßig überprüft würden. Vermutlich habe das Magazin über Jahre hinweg an einer Stelle im Postsystem festgesteckt und sei erst jetzt wiederentdeckt worden, zitiert der „Guardian“ die Royal Mail. Ergänzend – und mit einem fast stolzen Unterton – erklärte die britische Post im Gespräch mit dem „Guardian“, anstatt endgültig verloren zu gehen, habe die Sendung schließlich doch noch ihren Weg zum Empfänger gefunden.

Quellen: BBC, „Guardian“

km

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