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Buskatastrophe in der Schweiz: Unglücksursache bleibt weiter unklar

Keine Gesundheitsprobleme, kein Alkohol, keine Raserei - warum es in der Schweiz zu dem schweren Busunglück mit 28 Toten kam, bleibt weiter im Dunkeln. Derweil ist eines der Kinder aus dem Koma erwacht.

Der Fahrer des Unglücksbusses in der Schweiz hatte weder Herzprobleme noch Alkohol im Blut. Der Mann sei auch nicht zu schnell gefahren, sagte der Untersuchungsrichter Olivier Elsig am Freitag bei einer Pressekonferenz in Sitten, der Hauptstadt des Kantons Wallis. Die Ursache des Unfalls mit 28 Toten bleibt somit weiter unklar.

Es gebe es keine Beweise für belgische Medienberichte, wonach der Fahrer kurz vor dem Unfall mit einer DVD hantiert haben soll. Experten bemühen sich nun, bei der genaueren Untersuchung des Fahrzeugwracks Hinweise auf mögliche technische Probleme zu entdecken. Der Bus war am Dienstagabend gegen die Wand einer Notfallbucht in einem Alpentunnel geprallt. 28 Menschen starben, darunter 22 Kinder.

Die Schweizer Ermittler waren bislang von drei Thesen ausgegangen: eine technische Panne, menschliches Versagen oder ein akutes Gesundheitsproblem des Fahrers. Letzteres ist aber nach dem Ergebnis der Autopsie des Fahrers sehr unwahrscheinlich geworden.

Derweil ist eines von drei schwer verletzten Kindern, die in der Universitätsklinik von Lausanne ins künstliche Koma versetzt worden waren, aufgewacht. Noch seien die drei Mädchen aber nicht außer Lebensgefahr, teilte die Klinik am Freitag mit. Die meisten der 24 verletzten Kinder konnten inzwischen nach Belgien zurückkehren.

mlr/DPA / DPA