Bei einem schweren Busunfall sind im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord nach Angaben der Feuerwehr 21 Menschen verletzt worden. „Unter ihnen befanden sich einige lebensbedrohlich Verletzte und mehrere Schwerverletzte“, hieß es in einer Mitteilung. 18 Menschen seien in umliegende Krankenhäuser transportiert worden.
Ersten Ermittlungen zufolge stieß der Bus mit zwei geparkten Autos zusammen. Daraufhin verlor der Busfahrer die Kontrolle und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei der Hansestadt mitteilte.
Wie es dazu kommen konnte, war zunächst unklar. Geprüft werde eine plötzliche Erkrankung des 69 Jahre alten Busfahrers. Er wurde bei dem Unfall eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Mithilfe von schwerem Gerät versuchten die Rettungskräfte, den Mann aus der Führerkabine des Fahrzeugs zu befreien, wie ein Sprecher der Feuerwehr der Nachrichtenagentur DPA sagte.
Unfall in Hamburg: Frontscheibe des Busses zerstört
Den Angaben zufolge wurden Menschen auch medizinisch und psychisch in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr vor Ort versorgt. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben auch mit Spezialfahrzeugen vor Ort. Bis zum späten Nachmittag waren demnach rund 120 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes Hamburg mehr als vier Stunden im Einsatz. Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Beteiligten und Passanten.
Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen solle der Baum gefällt werden, damit er nicht umstürzen und weiteren Schaden anrichten könne, hieß es weiter.
Beim Zusammenstoß mit dem Baum wurde die gesamte Frontscheibe des Busses zerstört. Der betroffene Bereich blieb über Stunden gesperrt. Neben Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr sei auch ein Rettungshubschrauber bei der Unfallstelle in der Drosselstraße im Einsatz. Die Straße ist nach Angaben des Sprechers zwischen der Steilshooper und der Bramfelder Straße in beide Richtungen gesperrt. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen des Unfalls und bittet, sich beim Hinweistelefon der Polizei unter 040/4286-56789 zu melden.
Hinweis: Die Zahl der Verletzten wurde von der Feuerwehr nach der Erstveröffentlichung des Artikels später mit 21 angegeben. Dies wurde im Artikel und in der Überschrift aktualisiert.