Chronologie Erpressungsversuche bei Lidl


Die Supermarktkette Lidl mit Firmensitz in Neckarsulm bei Heilbronn ist schon häufiger erpresst worden. Folgende Fälle wurden bekannt:

- Januar 2006: Ein Unbekannter füllt verdünnte Salzsäure in Mundwasserflaschen und stellt diese in drei Hamburger Filialen des Handelsriesen in die Regale. Er soll rund eine Million Euro von dem Unternehmen gefordert haben. Seit Donnerstag muss sich dafür ein 40 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Heilbronn verantworten.

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Juni 2005:

Ein Bauingenieur fordert 1,2 Millionen Euro vom Discounter. Er mischt in verschiedenen Filialen Salz und Brennspiritus in Rotkohl, Käse und Wurst. Der Mann wird gefasst und im November zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Als Motiv nennt er Geldnot.

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Februar 2003:

Erpresser fordern vom Lidl-Konzern 1,15 Millionen Euro. In einem Schreiben drohen sie, in vier Filialen Gläser mit vergifteter Marmelade zu platzieren und die Medien zu informieren. Drei Männer werden verhaftet und zu Haftstrafen verurteilt.

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September 1997:

Nach einem Streit um eine Reklamation versucht ein Essigfabrikant aus Thüringen, der die Einzelhandelskette beliefert, Lidl zu erpressen. Unter der Androhung, Wein- und Apfelessig zu vergiften verlangt er fünf Millionen Mark von dem Unternehmen. Das Heilbronner Landgericht verurteilt ihn im Februar 1998 zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe vor Gericht.

DPA DPA

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