Das Winterwetter und seine Folgen Unter dem Eis warten Millionenschäden

Dieser Winter kommt die Deutschen teuer zu stehen: Der lange harte Frost hat Löcher in viele Straßen gefressen. Und Meteorologen dämpfen die Hoffnungen auf ein Ende der Kälte: Dem Tauwetter folgt eine neue Eiszeit.

Das eisige Winterwetter hat die Straßen vielerorts in Deutschland stark beschädigt. 30 bis 40 Prozent der Straßen wiesen größere Schäden auf, schätzte der TÜV Rheinland am Freitag. Sogar eine Autobahn musste teilweise gesperrt werden: Auf der A 1 zwischen Lübeck und Hamburg wurde die rechte Spur auf einer Länge von fast sieben Kilometern auf unbestimmte Zeit lahmgelegt. Dort hatte der Frost Löcher bis zu einem halben Meter Durchmesser in die Straße gefressen.

Eiseskälte bricht die Straßen auf

Ursache für die Straßenschäden sei die lange Kälteperiode mit vielen Niederschlägen und Eis, erklärte der TÜV Rheinland. Allein für das Stadtgebiet Hamburg rechnet der ADAC mit mehreren Zehntausend Schlaglöchern. Ein Sprecher sagte, der Wechsel von Frost und Tauwetter habe den Fahrbahnen massiv zugesetzt. Auch in Nordrhein-Westfalen mussten Straßen gesperrt und Tempolimits eingerichtet werden. Der Landesbaubetrieb Straßen.NRW zählte 15 Abschnitte von Autobahnen mit größeren Schäden auf. "Es wird teuer", sagte ein Sprecher. Für Hamburg und Schleswig-Holstein rechnet der ADAC mit einer Reparatursumme in zweistelliger Millionenhöhe.

Tauwetter bleibt nur kurz

Und noch immer ist kein Ende des Winters in Sicht: Trotz einer kurzen milderen Phase soll es auf absehbare Zeit weiter kalt bleiben. Der Deutsche Wetterdienst sagte für die kommende Woche Dauerfrost voraus, nachts können die Temperaturen gebietsweise wieder auf minus 10 bis 15 Grad zurückgehen. Dafür fällt meist nur wenig Schnee.

Vereiste Straßen führten bundesweit wieder zu vielen Unfällen. Ein 28 Jahre alter Autofahrer starb am frühen Freitagmorgen in Wolfsburg. Nach Polizeiangaben geriet der Mann bei extremer Straßenglätte mit seinem Wagen auf den Mittelstreifen und prallte gegen einen Baum. Er war wohl zu schnell unterwegs gewesen. Weil er nicht angeschnallt war, wurde er etwa 25 Meter weit aus seinem Fahrzeug geschleudert.

DPA DPA

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