HOME

Dioxon-Skandal: Bauernverband fordert Schadensfonds in Millionenhöhe

Der Präsident des Bauernverbandes fordert von der Futtermittelindustrie wegen des Dioxin-Skandals einen Schadensfonds in Millionenhöhe.

Der Präsident des Bauernverbandes fordert von der Futtermittelindustrie wegen des Dioxin-Skandals einen Schadensfonds in Millionenhöhe. Die Futtermittel-Lieferanten sollten die Zeche für den Skandal zahlen, sagte Gerd Sonnleitner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe). Er rechne für die betroffenen Bauern mit einem Schaden von 40 bis 60 Millionen Euro pro Woche. Vor allem Betriebe, die unschuldig in den Sog des Skandals gezogen würden, machten ihm große Sorgen. Juristisch könne dafür niemand haftbar gemacht werden, sagte Sonnleitner. "Deshalb muss die Futtermittelindustrie sobald wie möglich einen Schadensfonds auflegen, der jährlich mindestens eine dreistellige Millionensumme umfassen müsste."

In Deutschland sind wegen des Dioxinskandals inzwischen mehr als 4700 Betriebe vorsorglich geschlossen worden. Betroffen sind nach Angaben des Verbraucherministeriums vor allem Schweinemastbetriebe. Die meisten Höfe befinden sich in Niedersachsen. Eine Erhöhung der Kontrolleure sei nicht notwendig, sagte Sonnleitner. Es müsse vielmehr sichergestellt werden, dass Betriebe, die Futtermittel und Nahrung herstellen, von Firmen, die etwa Kosmetika oder Schmiermittel produzieren, strikt getrennt würden.

Reuters / Reuters