Edison Peña aus Chile Kumpel läuft New-York-Marathon mit


Das Laufen hat ihm unter Tage das Leben gerettet: Edison Peña, einer der 33 verschütteten Bergleute aus Chile, sagt, er habe den Tod ausgetrickst, indem er in der Mine jeden Tag zehn Kilometer gesprintet ist. Heute nimmt der 34-Jährige am New-York-Marathon teil.

Trainiert hat er mehr als 600 Meter unter der Erde, jetzt will er die gut 42 Kilometer Laufstrecke angehen: Edison Peña, einer der 69 Tage lang in ihrer Grube eingeschlossenen chilenischen Bergleute, will kaum einen Monat nach seiner Rettung den New-York-Marathon mitlaufen. Der 34-Jährige wurde in der Stadt wie ein Held empfangen, war Ehrengast auf dem Empire State Building und schließlich sogar in der "Late Show" von David Letterman. "Als ich das erste Mal in einer Mine war, wollte ich sofort wieder raus", sagte Peña. "Ach", antwortete Letterman, "das geht den meisten meiner Gäste hier auch so".

Peña hatte unter Tage immer wieder trainiert, um nicht von der Langeweile besiegt zu werden. "Als ich lief, dachte ich nur, dass ich das Schicksal besiegen will", sagte der Chilene auf einer Pressekonferenz. Er hatte sich die Schäfte seiner Arbeitsstiefel abgeschnitten und war immer wieder durch die langen Gänge der großen Mine gerannt. "Ich habe zu der Mine gesagt: Ich laufe einfach so lange, bis Du meiner überdrüssig wirst."

Um die 30 Grad betrug die Temperatur unter Tage. Trotzdem hat der Bergarbeiter sein Pensum von zehn Kilometern pro Tag geschafft. Als er am 13. Oktober gerettet wurde, zählte er zu den fittesten Kumpels. Er war als 12. der 33 Bergmänner gerettet worden. Peña präsentierte in der Letterman-Show noch sein zweites Hobby: Spontan sang der Elvis-Fan "Suspicious Minds" - inklusive des typischen Beckenschwungs des "Kings".

DPA/kmi DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker