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Illinois, USA Während des Angelns bricht das Eis: Zwei Männer von schwimmender Scholle gerettet

Zwei Angler treiben auf einer Eisscholle unter einer Brücke in Illinois
Zwei Angler treiben auf einer Eisscholle unter einer Brücke in Illinois
© Screenshot Facebook/Rockford Fire Department
Feuerwehrleute mussten zwei Männer retten, die auf einer Eisscholle inmitten eines Flusses festsaßen. Die Männer hatten auf der Eisfläche geangelt, als sie plötzlich abbrach.

In der US-Stadt Rockford, westlich von Chicago, kam es am vergangenen Montag zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall: Am helllichten Tag trieben zwei Männer auf einer Eisscholle über den städtischen Fluss. Sie hatten auf dem Eis gefischt, bevor das Stück, auf dem sie sich befanden, vom Ufer wegbrach. Sogar die Matratze, die sie als Sitzgelegenheit auf das Eis gelegt hatten, trieb mit der Strömung über den Fluss. Ein Zeuge des Vorfalls rief umgehend die amerikanische Notrufnummer 911 an.

Wie die britische "Daily Mail" berichtet, trafen Beamte der Feuerwehr von Rockford innerhalb weniger Minuten am Flussufer ein. Geschulte Taucher ließen ein Boot zu Wasser, um die Männer zu erreichen. Die beiden wurden ohne Verletzungen zurück an das sichere Ufer gebracht. Dort wurden sie trotzdem vorsorglich von Sanitätern untersucht. Die Rettung, die insgesamt nur vier Minuten dauerte, wurde von einer Drohne gefilmt.

Die Rettung glückte schnell – dank der langsamen Strömung

Beamte vor Ort sagten, die Strömung hätte sich so langsam bewegt, dass die Rettung sehr schnell und ohne Komplikationen geglückt sei. Die "Daily Mail" berichtet, dass es für die Taucher der Rettungsmannschaft ein Leichtes war, die Männer mit einem "schnell einsetzbaren Boot" zu retten. Plan B wäre gewesen, Fallleitern von der Jefferson-Street-Brücke zu hängen, die sich wenige Meter flussabwärts befindet. Die Gestrandeten hätten diese beim Passieren unter der Brücke greifen und an ihnen hochklettern können. 

Das Betreten von Eisflächen ist immer gefährlich

Immer wieder brechen Angler oder Spaziergänger auf dem vermeintlich stabilen Eis ein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt daher, Eisflächen erst erst ab einer Eisschicht von 15 Zentimetern zu betreten. Trotzdem sei das Betreten von Eisflächen immer potentiell lebensgefährlich. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) stellt daher folgende Regeln auf: Eis nie alleine betreten, beim zuständigen Amt erkundigen, ob das Eis schon trägt und auf lokale Nachrichten achten. Sollte das Eis knirschen oder andere Geräusche machen, muss es sofort verlassen werden.

Quellen"Daily Mail"Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, DLRG

fis

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