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Kirchenkritiker: Was macht eigentlich … Eugen Drewermann?

Nach jahrzehntelangem Kampf gegen Klerikalismus und Dogmenstarre trat der Theologe 2005 aus der Kirche aus.

Eugen Drewermann: Was macht der Kirchenkritiker heute?

Drewermann, 78, in Calw im Schwarzwald, wo er vergangene Woche einen Preis entgegennahm

Herr Drewermann kürzlich klagte ein Reformkatholik über geringen Zulauf in seinen Kreisen. Gehen der katholischen Kirche jetzt schon die Kritiker aus?

Nichts ist schlimmer für eine Religion, als sich wie überflüssig anzufühlen. Doch Inhalt und Sprache der kirchlichen Botschaft helfen den Menschen schon lange nicht mehr in den Krisen ihres Lebens. Und die Folgen zeigen sich eben jetzt.

Wie ist Ihr Verhältnis zur Kirche heute? Spüren Sie noch die alten Wurzeln?

Natürlich. Mit Maria Magdalena, Paulus, Augustinus bin ich weiter aufs Engste verbunden. Ohne die wüsste ich ja nichts von Jesus. Auch Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder Erich Fromm haben mir die Botschaft Jesu ausgelegt als Teil der unsichtbaren Kirche. Für die braucht es aber nicht, was Rom verkörpert.

Was halten Sie von Papst Franziskus?

Er setzt sich glaubhaft für Flüchtlinge und für den Frieden ein. Dringend aber müsste ihm von Beratern die psychologische Dimension der Botschaft Christi nahegebracht werden. Doch solche Berater gibt es nicht, und das ist schlimm. Freiheit muss immer zuerst innerlich gewonnen werden und kann sich erst dann nach außen fortsetzen und andere befreien.

Sie haben vergangene Woche den Preis der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft erhalten. Sind Psychologie und Literatur für Sie inzwischen wichtiger als die Theologie?

Deren Dogmensprache hat sich jedenfalls überlebt. Stattdessen braucht es eine dichterische Form der Mitteilung, die Symbolen und Gefühlen nahe ist und das Leben der Menschen verbindlich zu deuten vermag. So würden sich auch die konfessionellen Gegensätze aufheben. Die Verbindung von Theologie und Dichtung ist mir tatsächlich sehr wichtig.

Fordern Sie damit aber nicht das Ende der real existierenden Kirche?

Das ist wahr. Sie müsste sich von den Menschen her erneuern, statt weiter nur die Ruine, die geblieben ist, tapezieren zu wollen. Es müsste sich allerdings auch in unserer Gesellschaft viel ändern. Die basiert auf einem Kapitalismus, der ganze Kontinente versklavt. Wie kann man das als Bürger mitmachen und sich trotzdem Christ nennen? Das begreife ich nicht.

Ihre Energie scheint seit 30 Jahren ungebrochen, Sie schreiben weiter zwei, drei Bücher im Jahr. Denken Sie auch mal an Ruhestand?

Einen Unterschied zwischen Arbeit und Freizeit habe ich nie gemacht. So geht das wohl den meisten Kreativen. Ruhestand wäre eine Absage an mein Engagement angesichts einer Fülle ungelöster Probleme. Wie eine Absage an mich selber. Andererseits fühle ich manchmal schon eine gewisse Müdigkeit, auch Sinnlosigkeit oder Erfolglosigkeit. Jetzt beispielsweise redet man von Artenschutz. Wie lange hat diese Einsicht gebraucht? Davon habe ich vor 35 Jahren geredet. Das alles stimmt nicht hoffnungsvoll. Umso wichtiger ist mir der Glaube. Ohne diese Dimension könnte ich überhaupt nicht standhalten.

Herrr Drewermann, einen Theologen und Psychotherapeuten darf man so direkt fragen: Wie gehen Sie mit dem Tod um?

An den denke ich, je älter ich werde, immer mehr. Ich begleite auch Menschen, die vorangehen, und fühle mich denen sehr verbunden. Ich sehe den Tod als eine Tür, die sich zum Licht öffnet, zu einem Raum der Wahrheit. Ich fürchte den Tod nicht. Ich wünsche ihn mir manchmal gar herbei, um endlich zu wissen, woran ich bin.

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Interview: Frank Ochmann
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(