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Familientragödie in Bayern: Mutter tötet ihre beiden Kinder und sich selbst

Drama in Emmering: Als ein Vater nach Hause kommt, findet er die Leichen seiner Frau und der beiden Söhne. Die Mutter hatte die Kinder und sich selbst getötet. Das Motiv ist bislang völlig unklar.

Erneut hat ein Familiendrama Kindern das Leben gekostet: Eine Mutter hat im oberbayerischen Emmering ihre beiden kleinen Söhne und sich selbst umgebracht. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt am Samstag mitteilte, fand der 45 Jahre alte Vater die Leichen der vier und sechs Jahre alten Jungen und der 38-jährigen Mutter am späten Freitagabend. Er war nach 23 Uhr nach Hause gekommen. Am Samstagabend bestätigte die Polizei, dass die Kinder erstickt wurden und die Mutter sich erhängt hat. Weitere Informationen gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt.

Es ist ein liebevoll gepflegter Garten mit Sonnenblumen und bunten Figuren in einem Neubauviertel im Landkreis Fürstenfeldbruck, hinter dem sich die Tragödie mit drei Toten abspielte. "Der Mann stand unter Schock", sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. "Wir haben ihn gleich kurz befragt, aber da war in diesem Moment nicht viel zu erfahren."

Die Polizei sicherte am Samstag die Spuren in dem Wohnhaus in der 6500 Einwohner zählenden Gemeinde Emmering. Die Rollläden sind heruntergelassen. Wäre die Tür nicht von der Kripo versiegelt, könnte man meinen, die Familie sei im Urlaub. Die näheren Umstände der Bluttat in dieser Idylle und insbesondere die Todesursachen sollte die Obduktion der Leichen klären.

Motiv der Mutter liegt im Dunkeln

Wann diese stattfinden soll ist bislang unklar - ebenso wie das Motiv für die Tat. Denn weitere Informationen gaben die Ermittler am Samstag zunächst nicht bekannt. Nach Medienberichten hatte sich die Frau erhängt, nachdem sie ihre zwei Kinder erstickt hatte. Von der Polizei wurde dies nicht bestätigt. Auch zu möglichen psychischen Problemen der Frau oder Familienstreitigkeiten als Hintergrund sagten die Ermittler nichts.

Kriminologen sprechen von einem "erweiterten Suizid", wenn ein Täter vor einem Selbstmord noch nahestehende Menschen tötet. Oftmals sind die eigenen Kinder in einem solchen Fall die Opfer. Erst vor einer Woche hatte im Allgäu ein Familienvater seine vier und zehn Jahre alten Söhne getötet, dann hatte sich der 44-Jährige an einem Bagger erhängt. Anfang August waren nach einem Feuer in Dortmund drei tote Kinder entdeckt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 29 Jahre alte Freundin des Vaters die zwei Jungen und ein Mädchen ermordet hat. Wenig später kam in Essen ein siebenjähriges Mädchen um - die Mutter soll ihre Tochter und dann sich selbst getötet haben.

kng/DPA / DPA