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Flugzeugunglück: Schlechtwetter als Absturzursache?

Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Irans sind alle 302 Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ Antonow befand sich auf einem Inlandsflug von Sahedan nach Kerman. In Regierungskreisen in Teheran wurde Schlechtwetter als Absturzursache vermutet.

Nach dem Absturz eines iranischen Militärflugzeugs mit 302 Toten haben die Bergungsarbeiten begonnen. Dies berichtete die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag. Die Arbeiten seien schwierig, da das Gelände gebirgig und verschneit sei. Etliche Mitarbeiter der Hilfsorganisation «Roter Halbmond» seien an den Bergungsarbeiten beteiligt, hieß es.

An Bord der Maschine vom russischen Typ Antonow waren 284 Revolutionsgardisten und 18 Besatzungsmitglieder, als das Flugzeug am frühen Mittwochabend auf einem Inlandsflug in Zentraliran abstürzte. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt. Die Maschine war auf einem 45-minütigen Flug von Zahedan im Südosten in die zentraliranische Stadt Kerman, als sie rund 35 Kilometer vor dem Ziel gegen 18.00 Uhr (Ortszeit) verunglückte. Aus Kreisen der Luftüberwachung in Kerman hieß es, der Pilot habe zuletzt schlechtes Wetter und starken Wind gemeldet.

Abstürze in Serie

Das Unglück ist das jüngste in einer Serie von Abstürzen in Iran. Zuletzt prallte am 23. Dezember 2002 eine ukrainische Maschine vom Typ Antonow An-140 kurz vor der Landung nahe Isfahan gegen einen Berg. Alle 46 Menschen an Bord starben. Im Februar 2002 war eine russische Tupolew Tu-154 mit 199 Menschen an Bord gegen einen schneebedeckten Berg nahe Chorramabad geprallt. Auch dieses Unglück überlebte niemand.

DPA