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Die Morgenlage: Mehr als 100 Tote durch Coronavirus in China – erster Krankheitsfall in Deutschland

Erster Coronavirus-Fall in Deutschland – mehr als 100 Tote in China +++ Nach Tod von Kobe Bryant: US-Behörde ermittelt zu Absturzursache +++ Die Morgenlage.

Video: Japan bestätigt Fall mit neuem Coronavirus

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

das Coronavirus hat sich bislang vor allem in China ausgebreitet. Dort gibt es schon jetzt mehr als 100 Todesopfer und Tausende Infizierte. Auch in Europa sind bestätigte Erkrankungen bekannt – nun gibt es einen ersten nachgewiesenen Fall in Deutschland.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Erster Coronavirus-Fall in Deutschland – mehr als 100 Tote in China

Erstmals ist in Deutschland eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich mit dem Erreger infiziert, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am späten Abend mit. Das Virus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind – die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

Der Patient in Bayern befindet sich nach Angaben der "Task Force Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand, wie es in der Mitteilung hieß. "Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert." Weitere Angaben zu dem Mann machte der Sprecher zunächst nicht.

Coronavirus: Japaner werden aus Wuhan ausgeflogen

Japan holt Landsleute aus der abgeriegelten chinesischen Stadt Wuhan, wo sich das Coronavirus nach seinem Ausbruch besonders stark ausgebreitet hat. Ein erster Charterflug werde Dienstagnacht (Ortszeit) aufbrechen, sagte Außenminister Toshimitsu Motegi nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. 

Trauerstätte für Kobe Bryant

Nach Tod von Kobe Bryant: US-Behörde ermittelt zu Absturzursache

Nach dem Helikopter-Absturz, bei dem der US-Basketballstar Kobe Bryant und acht weitere Menschen ums Leben gekommen sind, dauern die Untersuchungen der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) an. Experten der Behörde würden wahrscheinlich noch fünf Tage lang den Unfallort in Kalifornien untersuchen, teilte Jennifer Homendy von der NTSB bei einer Pressekonferenz in Los Angeles mit.

Das wird heute wichtig:

Trump stellt Nahost-Plan vor

US-Präsident Donald Trump will heute seinen lange erwarteten Nahost-Plan bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vorstellen. Die Palästinenserführung hat den Plan bereits als Verstoß gegen UN-Resolutionen und geltendes Völkerrecht zurückgewiesen. Sie wirft Trump vor, in dem Konflikt einseitig Partei für Israel zu ergreifen.

Israels Präsident Rivlin in Deutschland

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin beginnt heute offiziell einen Besuch in Berlin. Rivlin kommt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen.

Zehn Jahre nach Canisius – Missbrauchsbeauftragter zieht Bilanz

Zehn Jahre nach Aufdeckung der Missbrauchsfälle am katholischen Elitegymnasium Canisius-Kolleg in Berlin will der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, Bilanz ziehen. Nach dem Bekanntwerden der Vorgänge an dem Kolleg waren in ganz Deutschland viele weitere Missbrauchsfälle durch katholische Laien, Priester und Ordensleute ans Licht gekommen.

Prozess um Mordkomplott gegen Lehrer: Teenager vor Gericht

Weil sie versucht haben sollen, einen Lehrer zu ermorden, stehen ab heute (9.15 Uhr) drei Teenager in Dortmund vor Gericht. Die Angeklagten im Alter von 17, 18 und 19 Jahren hatten laut Staatsanwaltschaft geplant, den Pädagogen in einen Hinterhalt zu locken und dort mit Hämmern zu erschlagen. Zwei von ihnen waren im Mai 2019 Schüler an der Dortmunder Gesamtschule. Bei dem dritten Angeklagten handelt es sich um einen gemeinsamen Freund.

Frau vor Zug gestoßen: Richter wollen Urteil sprechen

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau am Bahnhof Voerde am Niederrhein wollen die Richter heute das Urteil sprechen. Vorher müssen allerdings am Landgericht Duisburg noch die Plädoyers gehalten werden. Die 34-Jährige ist im Juli 2019 völlig unvermittelt vor einen fahrenden Zug gestoßen worden. Sie starb noch im Gleisbett.

Streit um Hostel auf nordkoreanischem Botschaftsgelände vor Gericht

Ein langjähriger Streit um ein Hostel auf dem Gelände der nordkoreanischen Botschaft in Berlin-Mitte beschäftigt das Verwaltungsgericht Berlin. In der Verhandlung (ab heute, 10 Uhr) geht es um die Frage, ob das Bezirksamt Mitte im Zusammenhang mit den UN-Sanktionen gegen Nordkorea den Betrieb des City Hostel Berlin verbieten darf.

fin / anb / DPA / AFP