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Die Morgenlage: Schweres Erdbeben der Stärke 7,7 zwischen Kuba und Jamaika

 Schweres Erdbeben erschüttert Karibik +++ Zahl der Coronavirus-Fälle steigt rasant +++ Palästinenser lehnen Trumps Nahost-Plan entschieden ab +++ Die Morgenlage.

Karibik: Schweres Beben der Stärke 7,7 erschüttert Jamaika und Kuba

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 hat die Karibik erschüttert. Zunächst wurde vor einem Tsunami gewarnt, diese Gefahr ist inzwischen allerdings vorüber. Das Beben war fast überall in Kuba und sogar bis in die US-Metropole Miami spürbar.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Schweres Erdbeben zwischen Kuba und Jamaika

Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat die Karibik erschüttert. Der Erdstoß ereignete sich am Dienstag (Ortszeit) in zehn Kilometern Tiefe im Karibischen Meer zwischen Jamaika und Kuba, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das Epizentrum lag demnach gut 100 Kilometer nordwestlich der Küstenstadt Lucea in Jamaika. Die Ozeanographische Kommission (IOC) der Unesco warnte vor einem möglichen Tsunami an den Küsten Jamaikas, Kubas sowie der Kaimaninseln. Berichte über schwere Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Das Beben war in großen Teilen Kubas spürbar. In Havanna, der Hauptstadt des Inselstaates, wurden mehrere hohe Gebäude evakuiert. Auf den Bahamas wurde nach örtlichen Medienberichten eine Kabinettssitzung wegen der spürbaren Erschütterung abgebrochen. Auf den Kaimaninseln taten sich mehrere Sinklöcher auf, wie die Katastrophenschutzbehörde des Landes mitteilte. Die Tsunamigefahr sei nun vorüber, hieß es dort rund zwei Stunden nach dem Beben.

Zahl der Coronavirus-Fälle steigt rasant

Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus hinter der Lungenkrankheit in China ist wieder sprunghaft gestiegen. In Deutschland wurden vier Infektionen bestätigt. Die drei am Dienstagabend bekannt gewordenen neuen Fälle stehen in Zusammenhang mit dem ersten Patienten in Bayern, der sich bei einer Kollegin aus China angesteckt hatte. In der Volksrepublik stieg die Zahl der Erkrankungen innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1459. Damit sind mehr als 6000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132.

Coronavirus: Chinesen schreien verzweifelt nach Schutzmasken außerhalb einer Fabrik

Palästinenser lehnen Trumps Nahost-Plan entschieden ab

Die Palästinenserführung hat den Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump scharf zurückgewiesen. Der am Dienstag vorgestellte Plan werde "im Mülleimer der Geschichte landen", sagte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im palästinensischen Fernsehen. Nachdem wir all diesen Müll gehört haben, sagen wir erneut 'Nein' zum 'Deal des Jahrhunderts'." Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas bezeichnete den Plan als Unsinn. "Der "Deal des Jahrhunderts" ist Nonsens, es ist ein feindlicher Deal", sagte Chalil al-Haja, ein führender Hamas-Vertreter. "Die Palästinenser werden alle möglichen Anstrengungen mit allen Mitteln aufwenden, um ihn zu bekämpfen, bis er gescheitert ist."

Trump hatte den Plan im Weißen Haus in Anwesenheit des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vorgestellt. Darin wird den Palästinensern ein eigener Staat in Aussicht gestellt - allerdings unter erheblichen Zugeständnissen. Der Plan solle zu einer realistischen Zwei-Staaten-Lösung" für Israel und die Palästinenser führen, sagte Trump. Netanjahu sagte an die Adresse Trumps: "Ihr Deal des Jahrhunderts ist die Gelegenheit des Jahrhunderts. Seien Sie versichert, dass Israel diese Gelegenheit nicht verpassen wird."

Das wird heute wichtig:

Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Der Bundestag gedenkt am Mittwoch (11 Uhr) der Millionen Opfer des Nationalsozialismus. 75 Jahre nach der Befreiung der Überlebenden des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz werden erstmals die Präsidenten Deutschlands und Israels, Frank-Walter Steinmeier und Reuven Rivlin, gemeinsam an der Gedenkstunde teilnehmen und Reden halten. Zum Auftakt wird Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an die Opfer des NS-Unrechtsregimes erinnern.

Brexit: Europaparlament will Austrittsvertrag ratifizieren

Zwei Tage vor dem Brexit will das Europaparlament am Mittwoch (gegen 18 Uhr) das Austrittsabkommen mit Großbritannien ratifizieren. Es gilt als sicher, dass der mehr als 500 Seiten starke Vertrag eine Mehrheit findet. Er stellt sicher, dass der britische EU-Austritt am 31. Januar um Mitternacht geregelt vonstatten gehen kann. 

Kabinett beschließt Gesetz zum Kohleausstieg

Ein Jahr nach Empfehlungen der Kohlekommission beschließt das Bundeskabinett am Mittwoch den Entwurf für ein Gesetz zum Kohleausstieg. Dieses sieht einen genauen Fahrplan für das Abschalten von klimaschädlichen Kohlekraftwerken vor.

Bundesgericht verhandelt über Verbot von "Linksunten.Indymedia"

Das Verbot der linksradikalen Internet-Plattform "Linksunten.Indymedia" steht am Mittwoch (Beginn: 10 Uhr) am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig auf dem Prüfstand. Die Richter müssen über fünf Klagen gegen das Vereinsverbot entscheiden. (Az.: BVerwG 6 A 1.19 bis BVerwG 6 A 5.19) Wann das Urteil fällt, war noch offen.

Boeing-Geschäftsbericht: Wie stark belastet das 737-Max-Debakel?

Boeing will am Mittwoch (13.30 Uhr) den vierten Quartalsbericht seit Verhängung der Flugverbote für die bestverkaufte Baureihe 737 Max vorlegen. Zwei Abstürze innerhalb weniger Monate haben das Vertrauen in den Flugzeugtyp erschüttert und den US-Luftfahrtkonzern in eine tiefe Krise gestürzt. 


fin / tim / DPA / AFP