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Fünf Verletzte durch Wirbelsturm: Tornado fegt über Warnemündes Strandpromenade

Die Tornado-Saison in Deutschland geht in ihre nächste Runde: Vor einer knappen Woche erst hatte ein Wirbelsturm die Insel Usedom heimgesucht. Jetzt hat es Rostock-Warnemünde getroffen.

Ein Tornado hat am Samstagabend im Ostseebad Rostock-Warnemünde Menschen verletzt und Verwüstungen angerichtet. Es gab mindestens fünf Verletzte, die sich mit Platzwunden und Prellungen in ambulante Behandlung begeben mussten, wie die Polizei mitteilte. Strittig sei bei Augenzeugen gewesen, ob es sich bei dem Ereignis auf der Strandpromenade nahe des historischen Leuchtturms um ein oder zwei aufeinander folgende Windhosen gehandelt habe.

Pavillons, Kioske und Telefonzellen wurden den Angaben zufolge zerstört und ihre Trümmerteile durch die Luft gewirbelt worden. Bänke seien umgekippt und auf der Promenade entlang geschoben worden. Dem Tornado folgten im Bereich Warnemünde noch starke Gewitter.

Erst vor einer knappen Woche hatte ein Wirbelsturm die Insel Usedom in Vorpommern heimgesucht und dort mehrere Hundert Bäume zu Fall gebracht und Gebäude beschädigt. Nach Darstellung der Wetterexperten auf der Insel Hiddensee sind die Tornados auf die relativ großen Temperaturunterschiede zwischen der sich abkühlenden Luft und der noch relativ gut aufgeheizten Ostsee zurückzuführen. Auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen hatte es bei den Unwettern der vergangenen Woche in einzelnen Städten Tornados gegeben.

APN / APN