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News vom Wochenende Schauspieler Herbert Köfer mit 100 Jahren gestorben

Schauspieler Herbert Köfer
Schauspieler Herbert Köfer steht bei der Verleihung der "Goldenen Henne" auf der Bühne. Er starb am Samstag, 24.07.2021 im Alter von 100 Jahren.
© Jan Woitas / DPA
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker: 

20.41 Uhr: Schauspieler Herbert Köfer mit 100 Jahren gestorben

Er stand noch mit fast 100 Jahren auf der Bühne. Herbert Köfer, einer der bekanntesten Schauspieler der DDR und auch nach dem Mauerfall erfolgreich, ist am Samstag im Alter von 100 Jahren gestorben. Das teilte seine Witwe Heike Köfer am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der gebürtige Berliner stand rund 80 Jahre auf der Bühne. Er war Theater- und Filmschauspieler, Moderator und Synchronsprecher. Vor allem in seiner Paraderolle als Opa Paul Schmidt in der DDR-Fernseh-Serie "Rentner haben niemals Zeit" spielte er sich in die Herzen der Zuschauer.

Köfer war von Anfang an ein prägendes Gesicht des DDR-Fernsehens: 1952 verlas er dort die ersten Nachrichten – in der "Aktuellen Kamera". Auch bei der letzten Sendung an Silvester 1991 war er dabei. Der Mime spielte in DEFA-Filmen wie "Nackt unter Wölfen" (1963) mit und nach der Wende in beliebten TV-Serien wie "In aller Freundschaft", "SOKO Leipzig" oder "Ein starkes Team".

"Ich lebe mit jeder Vorstellung, jeder Lesung und jedem Tag, an dem ich spiele auf", hatte er selbst sein Lebenselixier beschrieben, aus dem er Kraft und Energie schöpfte. Die Arbeit halte ihn jung, hatte er immer wieder betont.

19.25 Uhr: Pelosi holt weiteren Trump-Kritiker in Gremium zur Kapitol-Attacke

Nancy Pelosi, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, hat einen weiteren Trump-Kritiker der Republikaner in den Ausschuss zur Untersuchung der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar berufen. Der Kongressabgeordnete Adam Kinzinger erklärte, Pelosis Angebot angenommen zu haben. Diese hatte bereits die Republikanerin Liz Cheney in das Gremium zu berufen. Cheney ist ebenfalls eine Kritikerin Trumps und war auf dessen Druck hin aus einem Führungsamt in ihrer Fraktion abgewählt worden.

In der vergangenen Woche war der Streit zwischen Demokraten und Republikanern um den Ausschuss im US-Repräsentantenhaus eskaliert. Der republikanische Minderheitsführer der Kongresskammer, Kevin McCarthy, hatte fünf Republikaner für das Gremium vorgeschlagen. Pelosi hatte zwei von ihnen abgelehnt, die als besonders glühende Trump-Anhänger gelten. McCarthy zog daraufhin alle seine fünf nominierten Kandidaten zurück und warf Pelosi "Machtmissbrauch" vor.

News vom Wochenende: Schauspieler Herbert Köfer mit 100 Jahren gestorben

18.52 Uhr: Starke Gewitter in Berlin und Brandenburg

In Berlin und Brandenburg sind heftige Gewitter niedergegangen. Die Berliner Feuerwehr teilte auf Twitter mit, sie befinde sich im "Ausnahmezustand_Wetter". Einsätze würden priorisiert abgearbeitet, es könne beim Notruf 112 zu Wartezeiten kommen. Der Deutsche Wetterdienst hatte auch für Brandenburg gewarnt, etwa für Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree und Spree-Neiße, die Kreise Ostprignitz-Ruppin, Barnim, Dahme-Spreewald sowie die Stadt Cottbus. Vereinzelt könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden, Überflutungen von Kellern und Straßen sowie über Ufer tretende Bäche und Flüsse seien möglich.

18.40 Uhr: Laschet verteidigt Thüringer CDU-Fraktion nach Misstrauensvotum

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat nach der Abstimmung des Misstrauensvotums im Thüringer Landtag Partei für die Thüringer CDU-Fraktion ergriffen. Der Thüringer Fraktionsvorsitzende habe "eine knallharte Rede der Abgrenzung gegen die AfD gehalten", sagte der CDU-Chef im Sommerinterview des ZDF. "Das Signal von Mario Voigt war glasklar: Mit denen reden wir nicht, mit denen kooperieren wir nicht, mit denen verhandeln wir nicht – wir gehen nicht mal auf deren Spiele im Landtag ein." Das Landesparlament entschied am Freitag über ein Misstrauensvotum, das die AfD-Fraktion gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) anstrengte. Die Fraktionen von Linke, SPD, Grüne und FDP stimmten geschlossen mit Nein. Die CDU-Abgeordneten blieben wie angekündigt auf ihren Plätzen sitzen und stimmten nicht mit ab – was ihnen bereits im Vorfeld viel Kritik eingebracht hatte.

18.32 Uhr: 80 Migranten im Ärmelkanal gerettet

Die französische Marine hat 80 Migranten aus Seenot im Ärmelkanal gerettet – unter ihnen waren 20 Kinder. Das berichtete die zuständige Seepräfektur. Die Schiffbrüchigen, die in kleinen Booten unterwegs waren, seien unversehrt. Sie wurden in den Hafen von Calais gebracht. Insbesondere bei gutem Wetter machen sich immer wieder Migranten von Frankreich aus auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Großbritannien. Viele nehmen die Dienste von Schleppern in Anspruch.

17.47 Uhr: Merkel in Bayreuth am Festspielhaus eingetroffen

Bei lauem Sommerwetter sind die ersten Premierengäste für die Bayreuther Festspiele am Sonntagabend eingetroffen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kam mit seiner Frau Karin Baumüller-Söder. Sie trug ein dunkelblaues Kleid aus Spitzenstoff. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kam mit ihrem Mann Joachim Sauer. Sie trug einen orange-farbenen Blazer und einen langen schwarzen Rock. Der Auftritt dauerte etwa zwei Minuten, das Paar ging schnell rein. Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) zeigte sich in einem metallisch glänzenden silberfarbenen Kleid. Die Richard-Wagner-Festspiele beginnen mit einer Neuinszenierung der Oper "Der fliegende Holländer". Die Auffahrt der Prominenz fiel wegen der Corona-Beschränkungen eine Spur nüchterner aus, es gab keinen roten Teppich, Schaulustige durften nicht vor das Haus kommen.

16.52 Uhr: Baby an Münchner Tankstelle im Auto zur Welt gebracht

Geburtsanweisungen per Telefon: Weil es ein werdendes Elternpaar nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft hat, hat ein Baby in München an einer Tankstelle das Licht der Welt erblickt. Wie die Münchner Feuerwehr mitteilte, parkte der Vater kurzerhand das Auto an der Tankstelle, weil die werdende Mutter spürte, dass es das Baby eilig hatte. Er informierte die integrierte Stelle von Feuerwehr und Rettungsdienst, wo er dann per Telefon bei der Geburt unterstützt wurde. Als die Ärzte eintrafen, war das Kind geboren – nach ersten Untersuchungen vor Ort waren Mutter und Baby gesund und wohlauf. Sie wurden in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Es ist den Angaben zufolge das zweite Kind der Familie.

16.04 Uhr: Polizist im Kongo erschießt Studenten wegen fehlender Maske

Wegen einer fehlenden Schutzmaske hat ein Polizist in der Demokratischen Republik Kongo einen Studenten erschossen. Der Student der Kunstfakultät an der Universität von Kinshasa habe als Teil seines Studiums auf der Straße ein Video gedreht, als ein Polizist ihn zum Maskentragen aufgefordert habe, berichtete ein Freund und Augenzeuge. Obwohl der junge Mann sich gerechtfertigt und auch eine Maske vorgezeigt habe, habe der Beamte ihm Widerstand vorgeworfen und ihn aus nächster Nähe erschossen.

Kinshasas Polizeichef Sylvano Kasongo sagte der Nachrichtenagentur AFP, nach dem flüchtigen Polizisten werde gefahndet. Zwei Kollegen, die bei dem Vorfall anwesend waren, sowie der Chef einer Wache seien festgenommen worden. Im Kongo ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit vorgeschrieben, für Verstöße drohen umgerechnet vier Euro Strafe.

15.52 Uhr: Staatsanwaltschaft untersucht Flutopfer aus Behinderten-Einrichtung

Im Fall der zwölf ums Leben gekommenen Flutopfer aus einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Sinzig (Rheinland-Pfalz) untersucht die Staatsanwaltschaft Koblenz die Todesumstände. "Es wird derzeit geprüft, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt und bejahendenfalls, wem ein solches zur Last gelegt werden kann", sagte ein Justizsprecher. Obduktionen kämen danach nur dann in Betracht, wenn es Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe oder andere Auffälligkeiten festgestellt würden.

Laut der Lebenshilfe war das Wasser innerhalb einer Minute bis an die Decke des Erdgeschosses der Einrichtung gestiegen. Die Nachtwache habe es noch geschafft, mehrere Bewohner in den ersten Stock des Wohnheims zu bringen. Als er die nächsten holen wollte, sei es zu spät gewesen.

15.32 Uhr: Großer Meteorit über dem Süden von Norwegen gesichtet

Im Süden von Norwegen ist in der Nacht zum Sonntag ein großer Meteorit gesichtet worden. Etliche Augenzeugen meldeten sich bei der Polizei, weil sie extrem helles Licht gesehen oder laute Geräusche gehört hatten, wie der norwegische Sender NRK und die Zeitung VG berichteten. Ein VG-Reporter beschrieb das Spektakel wie einen Feuerball in der Luft, der den ganzen Himmel erleuchtet habe. Der Schein des Himmelskörpers war um kurz nach 1.00 Uhr (Ortszeit) den Berichten zufolge in großen Teilen des Südens von Norwegen und sogar auch in Schweden zu sehen.

Experten gehen davon aus, dass Teile des Meteoriten in der Region westlich von Oslo gelandet sein müssten. Man arbeite nun hart daran, die mutmaßlich mehrere Kilo schweren Steine zu finden, sagte Vegard Lundby vom norwegischen Meteoriten-Netzwerk dem Sender NRK. Die Größe des Meteoriten war zunächst unbekannt, allerdings deuten die Augenzeugenberichte wohl auf ein erhebliches Ausmaß hin. Manche vermuten ein Gewicht von mehreren Dutzend Kilo. Experten gehen dem Bericht von VG zufolge davon aus, dass der Meteorit aus dem Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter stammt.

News vom Wochenende: Schauspieler Herbert Köfer mit 100 Jahren gestorben

15.17 Uhr: Kuh attackiert Mutter und Sohn aus Schleswig-Holstein in Österreich

Eine Kuh hat aus Sorge um ihr Kalb in Österreich eine Frau und ihren achtjährigen Sohn aus Schleswig-Holstein attackiert und verletzt. Die beiden wurden ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei in Oberösterreich berichtete. Der Vorfall ereignete sich am Samstag in der Nähe einer Alm in Gosau. Das Ehepaar mit achtjährigem Sohn war auf einer Wanderung. Die Familie habe extra einen Bogen um eine Kuhherde in der Nähe des Weges gemacht, um die Tiere nicht zu stören, so die Polizei. Allerdings näherten sie sich dadurch unwissentlich einem erst rund zwei Tage alten Kalb, das im Gras lag. Daraufhin stürmte die Mutterkuh aus der Herde auf die Wanderer zu, wie die Polizei berichtete.

14.13 Uhr: Flammen wüten auf Ferieninsel Sardinien – Evakuierungen

Ein großer Flächenbrand im Westen der italienischen Insel Sardinien hat Medienberichten zufolge in der Nacht zum Sonntag mehrere Hundert Einwohner in die Flucht gezwungen. Rund 400 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, berichteten italienische Medien. Einige Anwohner hätten am Morgen zurückkehren können, als sich die Lage leicht besserte, hieß es. Das "enorme Feuer" zerstöre seit Samstag die Felder in der Region, schrieb die Zeitung "Nuova Sardegna". Mehrere Löschflugzeuge und Helikopter waren über der Insel im Einsatz, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Behörden meldete. Die Brandgefahr blieb demnach weiter hoch.

13.35 Uhr: Laschet lehnt Einschränkungen für Nicht-Geimpfte ab

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat ablehnend auf den Vorstoß von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) für Einschränkungen für Nicht-Geimpfte reagiert. Es gelte bisher in Deutschland das Prinzip "getestet, genesen oder geimpft" für Erleichterungen, sagte Laschet im ZDF-Sommerinterview, das am Sonntagabend ausgestrahlt werden sollte. "Dieses Prinzip ist gut." 

Braun hatte hingegen gefordert, auch für getestete Ungeimpfte Angebote wie Restaurant-, Kino- oder Stadionbesuche einzuschränken. Der Vorschlag Brauns müsse zwar erörtert werden, sagte Laschet, gleichzeitig schränkte er aber ein: "Ich finde am Ende, Freiheitsrechte müssen für alle gelten, wenn man keine Impfpflicht will."

13.06 Uhr: Ungarn: Zehntausende demonstrieren für Rechte Nicht-Heterosexueller

Zehntausende haben am Samstag in Budapest in Ungarn für die Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) demonstriert. Der alljährliche Marsch der Organisation "Budapest Pride" fand diesmal vor dem Hintergrund der Politik des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban statt, die sich verstärkt gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten richtet. Vieles deutet darauf hin, dass dies eines der wichtigsten Wahlkampfthemen wird. Die Organisatoren sprachen von einer Rekordbeteiligung am Pride-Marsch, etwa 30.000 Menschen seien dabei gewesen.

12.51 Uhr: BMW unterbricht wegen Chipmangel Produktion im Werk Regensburg

Wegen fehlender Bauteile mit Computerchips unterbricht BMW die Autoproduktion im Werk Regensburg. Vorgesehen ist eine einwöchige Pause ab Montag (26. Juli), wie eine Sprecherin am Sonntag auf Anfrage sagte. Danach sei ohnehin eine Ferienwoche geplant gewesen, sodass die Produktion am 9. August wieder aufgenommen werde. Über den Produktionsstopp hatte das Fachblatt "Automobilwoche" berichtet. Von dem Halbleitermangel ist die ganze Autobranche betroffen, sodass Werke verschiedener Hersteller immer wieder die Produktion unterbrechen müssen.

12.42 Uhr: Veranstalter schaltet nach Showabbruch von Helge Schneider Anwalt ein

Der Abbruch eines Konzertes durch Helge Schneider in Augsburg könnte für den Künstler in einem Rechtsstreit enden. Der Veranstalter habe einen Anwalt eingeschaltet, sagte die Sprecherin des Unternehmens für die Festivalreihe in Augsburg und Rosenheim, Birgit Gibson, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Nun werde etwa geprüft, ob Schneider Schadenersatz leisten müsse.

"Wenn Herr Schneider sagt, er bekommt kein Feedback vom Publikum, dann muss er sich fragen, ob es vielleicht an ihm liegt", sagte Gibson.

Der 65-Jährige ("Katzeklo") hatte am Freitagabend bei dem Festival "Strandkorb Open Air" seine für 90 Minuten angesetzte Show abgebrochen, weil ihn herumlaufende Menschen störten. "Ich muss sagen, das geht mir ziemlich auf den Sack. Ich habe keine Lust mehr", sagte er zu den Besuchern, wie in einem Video bei Youtube zu sehen ist, und verließ die Bühne. Am Samstag erklärte sich der Musiker in einem Video auf Twitter und sagte, er habe erst später erfahren, dass diese Menschen zur Gastronomie gehörten und das Publikum bedienten.

11.23 Uhr: Zehn Tote bei Busunfall in Kroatien

Bei einem Busunglück im kroatischen Slavonski Brod sind am Sonntag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, 45 weitere wurden verletzt. Das berichteten kroatische Medien unter Berufung auf die Polizei. Wie es genau zu dem Unfall an der Grenze von Kroatien und Bosnien-Herzegowina kam, war zunächst unklar. Der Bus hat ein kosovarisches Kennzeichen und war offensichtlich aus Westeuropa Richtung Kosovo unterwegs.

11.13 Uhr: Israelische Fluglinien nehmen Direktflüge nach Marokko auf

Mehr als ein halbes Jahr nach der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Marokko nehmen israelische Fluglinien Direktflüge zwischen den beiden Ländern auf. Eine Maschine der Fluggesellschaft Israir startete am Sonntag vom internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv in Richtung Marrakesch. Anschließend war auch ein Flug der Airline El Al mit demselben Ziel geplant. Die Fluggäste erwartete am Flughafen in Israel eine üppige Dekoration im marokkanischen Stil.

Ende vergangenen Jahres hatten Israel und Marokko sich darauf geeinigt, diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Zuvor hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und der Sudan erklärt, die Beziehungen zu Israel normalisieren zu wollen.

11.10 Uhr: Waldbrand westlich von Barcelona außer Kontrolle

Im Nordosten Spaniens ist ein Waldbrand rund 100 Kilometer westlich von Barcelona außer Kontrolle geraten. Die Flammen hätten bisher 1100 Hektar Wald- und Ackerland zerstört, teilte die Forstbehörde Kataloniens am Sonntag auf Twitter mit. Es bestehe die Gefahr, dass der in der Region meist gegen Mittag einsetzende Wind bei hohen Temperaturen um die 30 Grad und großer Trockenheit das Feuer weiter anheizen werde. Bis zu 5000 Hektar seien unmittelbar bedroht. Es sei der bisher größte Waldbrand des Jahres in der waldreichen Region Katalonien, schrieb die Zeitung "El Periódico". Asche habe bereits Teile von Barcelona erreicht.

11.09 Uhr: Heil beziffert Ausgaben für Kurzarbeitergeld in Pandemie auf 38 Milliarden Euro

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Ausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Coronakrise seit Anfang 2020 mit 38 Milliarden Euro beziffert. "Ich rechne damit, dass wir seit Beginn der Pandemie 38 Milliarden Euro für Kurzarbeit ausgegeben haben", sagte Heil der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf vom Samstag. Das sei zwar "verdammt viel Geld". Die Alternative Massenarbeitslosigkeit wäre jedoch für Deutschland "sehr viel teurer" gewesen.

10.49 Uhr: Ein Toter und mehr als 300 Verletzte bei Zusammenstößen im Westjordanland

Bei Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern im Westjordanland sind ein Palästinenser getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Ein 17-Jähriger sei im Krankenhaus seinen Schussverletzungen erlegen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium einen Tag nach den Zusammenstößen am Samstag mit. 320 Palästinenser wurden nach Angaben des Roten Halbmonds verletzt, darunter 21 durch scharfe Munition, 68 durch Gummigeschosse und zahlreiche weitere durch Tränengas. Hunderte Palästinenser hatten sich am Freitagnachmittag in der Ortschaft Beita versammelt, um gegen den nahegelegenen Außenposten Eviatar zu demonstrieren, den israelische Siedler Anfang Mai illegal errichtet hatten. 

10.48 Uhr: Afghanische Regierung verhängt wegen zunehmender Gewalt nächtliche Ausgangssperre

Wegen der zunehmenden Gewalt in Afghanistan hat die Regierung über weite Teile des Landes eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. "Um die Gewalt einzudämmen und die Bewegungen der Taliban einzuschränken", gelte für 31 der 34 Provinzen eine Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 4 Uhr, teilte das Innenministerium am Samstag mit. Nur die Provinzen Kabul, Pandschschir und Nangarhar sind von der Maßnahme nicht betroffen. Parallel zum Beginn des Abzugs der US- und anderer Nato-Truppen hatten die radikalislamischen Taliban Anfang Mai eine große Offensive in Afghanistan gestartet.

10.44 Uhr: Mehr als 160.000 Franzosen demonstrieren gegen verschärfte Corona-Regeln

In Frankreich sind erneut zehntausende Gegner von verschärften Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Nach Angaben des Innenministeriums vom Samstagabend demonstrierten landesweit rund 161.000 Menschen gegen die geplante Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie den Gesundheitspass, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt. In der Hauptstadt Paris gingen laut Innenministerium 11.000 Menschen auf die Straße. 

8.37 Uhr: Nacht in den Hochwassergebieten ohne schweren Regen

Die vergangene Nacht ist in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – entgegen vorheriger Befürchtungen – nahezu trocken geblieben. Nach einigen Niederschlägen am Samstagnachmittag habe es in der Nacht in den Regionen kaum noch geregnet, sagte eine Sprecherin vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntagmorgen. Beispielsweise in der Nordeifel seien am Samstag im Schnitt fünf bis zehn Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Sprecherin betonte aber auch, dass in der jetzigen Situation schon kleine Mengen Niederschlag zum Problem werden könnten, da Abflüsse verstopft und die Kanalisationen beschädigt sind.

Schwere Gewitter gab es in der Nacht im Süden Deutschlands, dort regnete es, vor allem südlich der Donau, teils auch heftig. Und auch am Sonntag könnte es wieder kräftig gewittern, sagte die DWD-Sprecherin. "Die Luft ist sehr feucht und warm, da kann es brodeln." Die Aussichten seien aber für einen Sommertag bislang normal, Unwetterwarnungen gab es zunächst nicht.

8.01 Uhr Innenminister fordern mehr Geld für Warnsirenen

Nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands sollen mehr Sirenen in Deutschland aufgebaut werden – aber mehrere Landesinnenminister halten die dafür bereitgestellten Fördermittel für unzureichend. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der "Welt am Sonntag": "Ich begrüße das Förderprogramm zur Aufstellung von Sirenen des Bundes, das aber noch deutlich aufgestockt werden sollte." Gerade nachts und bei drohenden Lebensgefahren brauche man den durchdringenden Sirenenwarnton, um möglichst alle Bürger zu erreichen, sagte Herrmann.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sieht den Bund "eindeutig in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass ein bundesweit funktionierendes, flächendeckendes Warnsystem wieder installiert wird". Eine Einmalzahlung von 90 Millionen Euro sei nur ein Bruchteil dessen, was gebraucht werde. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte, wenn mehr Geld zur Verfügung stünde, könnten die Kommunen mehr in die Warn-Infrastruktur investieren.

7.46 Uhr: China spürt die ersten Auswirkungen von Taifun "In-Fa"

Chinas Ostküste hat die ersten Auswirkungen des nahenden Taifuns "In-Fa" zu spüren bekommen. Am Sonntagmorgen wurden die Küstenmetropolen Schanghai und Ningbo von heftigem Wind und starken Regenfällen erfasst. Der Schiff-, Zug- und Flugverkehr wurde weitgehend eingestellt. Die Behörden warnten vor Aktivitäten im Freien und schlossen Parkanlagen und Freizeitparks.

Metereologen gingen davon aus, dass "In-Fa" am Nachmittag oder frühen Abend auf die Ostküste treffen würde. Es wurde die dritthöchste Alarmstufe ausgerufen.

7.34 Uhr: Deutschland boykottiert umstrittene Anti-Rassismus-Konferenz

Deutschland verzichtet auf eine Teilnahme an der umstrittenen Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen (UN). "Die Bundesregierung hat entschieden, nicht an der diesjährigen Veranstaltung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der sogenannten Durban Conference teilzunehmen", hieß es am Samstag aus dem Auswärtigen Amt. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" berichtet.

Die sogenannte Durban-IV-Konferenz – 20 Jahre nach dem ersten derartigen Treffen 2001 in Durban (Südafrika) – soll am 22. September stattfinden. Neben Deutschland haben bereits mehrere andere Staaten, darunter die USA, Australien, Großbritannien, Kanada, die Niederlande und Österreich ihre Teilnahme abgesagt und dies mit Sorgen vor einer erneuten Verunglimpfung Israels begründet.

Bei der Anti-Rassismus-Konferenz 2001 hatten Palästinenser und Syrer Israel vehement als vermeintlich rassistischen Staat angegriffen, der die Menschenrechte der Palästinenser verletze. Ihre Sache wurde von einer gleichzeitigen Konferenz von Nicht-Regierungsorganisationen unterstützt, die Tausende Sympathisanten mobilisierten. Die Delegationen Israels und der USA verließen Durban unter Protest. Deutschland hat bereits die zwei bisherigen Folgetreffen, 2009 in Genf und 2011 in New York, boykottiert.

6 Uhr: Kretschmann will Impfpflicht nicht ausschließen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Impfpflicht im weiteren Kampf gegen die Corona-Krise für denkbar. "Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Es ist möglich, dass Varianten auftreten, die das erforderlich machen." Es könne gut sein, "dass wir irgendwann gewisse Bereiche und Tätigkeiten nur noch für Geimpfte zulassen". Er nannte die Masern als Beispiel: "Da gibt's auch eine Impfpflicht für die Kitas, weil Masern höchst ansteckend sind." Ohne Impfungen werde man die Pandemie nicht in die Knie zwingen können.

5 Uhr: Kanzleramtsminister: Geimpfte werden mehr Freiheiten haben

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat die Menschen zur Corona-Impfung aufgerufen und mögliche Einschränkungen im Herbst für Ungeimpfte angekündigt. Es gebe zwei Argumente für die Impfung, sagte Braun der "Bild am Sonntag". Die Impfung schütze zu 90 Prozent vor einer schweren Corona-Erkrankung. "Und: Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte."

Solange die Impfstoffe gegen die Delta-Variante so gut helfen, sei ein klassischer Lockdown nicht mehr nötig, sagte Braun. Aber wenn Deutschland eine hohe vierte Welle bekäme, würde das nicht ohne Auswirkungen bleiben. "Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten würden Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren müssen", erklärte er. "Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist."

Auf die Frage, ob das rechtlich zulässig wäre, antwortete Braun mit einem "Ja". "Der Staat hat die Pflicht, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen", erklärte er. "Dazu gehört ein Gesundheitswesen, das im Winter nicht erneut Krebs- und Gelenkoperationen zurückstellen muss, um Corona-Patienten zu behandeln. Und dazu gehört auch der Schutz derjenigen, die ungeimpft sind."

4.50 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 13,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter. Sie liegt jetzt bei 13,8, wie das Robert-Koch-Institut am Sonntagmorgen meldete. Eine Woche zuvor hatte sie noch bei 10,0 gelegen, vor zwei Wochen bei 6,2.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Laut RKI wurden binnen 24 Stunden 1387 Corona-Neuinfektionen sowie 4 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

4 Uhr: Jeder Sechste mehr als ein Jahrzehnt im Hartz-IV-System

Mehr als jeder sechste Hartz-IV-Empfänger bezieht die staatlichen Hilfen bereits seit mindestens einem Jahrzehnt. Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach gibt es derzeit rund 5,32 Millionen Leistungsempfänger. Mehr als jeder fünfte Betroffene (rund 1,19 Millionen) ist weniger als ein Jahr im System – rund 924.000 aber bereits zehn Jahre oder länger.

3.24 Uhr: Städte- und Gemeindebund warnt vor neuem Lockdown

Die Kommunen haben eindringlich an Bund und Länder appelliert, Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle zu treffen. Ein weiterer Lockdown wäre "verheerend für die Menschen, aber auch für die Wirtschaft", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben). "Bund und Länder müssen sich zeitnah darauf verständigen, welche Maßstäbe gelten wann und wo für weitere Einschränkungen im Herbst." 

3.18 Uhr: Zehntausende demonstrieren für Amtsenthebung von Brasiliens Präsident Bolsonaro

Zehntausende haben am Samstag in Brasilien erneut für die Amtsenthebung und gegen die Corona-Politik von Präsident Jair Bolsonaro demonstriert. Kundgebungen waren in mehr als 400 Städten im ganzen Land angekündigt. Die von linksgerichteten Parteien, Gewerkschaften und Sozialverbänden mitorganisierten Demonstrationen waren bereits die vierten Massenproteste seit Ende Mai. 

In Rio de Janeiro kamen tausende Demonstranten in roter Kleidung und mit Schutzmasken zusammen. Sie hielten Schilder und Transparente mit Aufschriften wie "Raus mit dem korrupten Verbrecher" in die Höhe. 

Die Protestierenden beklagten vor allem die spät angelaufene Impfkampagne, die hohe Arbeitslosigkeit und mangelnde Unterstützung für die wirtschaftlich von der Pandemie betroffenen einkommensschwachen Bevölkerungsschichten. Brasilianische Medien berichteten von Kundgebungen gegen den rechtsextremen Staatschef in 20 von Brasiliens 26 Bundesstaaten. 

0.10 Uhr: Unwetter verursachen erneut Schäden im Süden Belgiens

Rund zehn Tage nach Überschwemmungen mit 36 Toten in Belgien haben Unwetter erneut für Schäden gesorgt. Ein Sprecher des nationalen Krisenzentrums sagte am Samstagabend, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Die Unwetter in der Provinz Namur im Süden des Landes seien abgeflaut, die Situation habe sich stabilisiert. 

In elf Städten im Maas-Tal gab es am frühen Abend starke Regenfälle und Überschwemmungen. In Online-Netzwerken kursierten Bilder von Straßen, die sich in Sturzbäche verwandelten. Die Situation sei laut dem nationalen Krisenzentrum jedoch "nicht vergleichbar" mit den Überschwemmungen vom 14. und 15. Juli. Das Wasser habe jedoch Straßen, Häuser und Autos beschädigt. 

Die Nachrichten vom Samstag, 24. Juli

20.17 Uhr: Mehr als 160.000 Menschen protestieren gegen Corona-Regeln in Frankreich

In Paris und anderen französischen Städten haben rund 161.000 Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Das berichtete der französische Nachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf das Innenministerium. Allein in Paris seien rund 11.000 Menschen auf die Straße gegangen. Am Rande des Protestes kam es in der Hauptstadt im Bereich der Prachtstraße Champs-Élysées zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas und Wasserwerfer ein, wie Fernsehbilder zeigten.

Innenminister Gérald Darmanin verurteilte Gewalt gegen Sicherheitskräfte oder Medienvertreter. Es seien in Paris neun Menschen festgenommen worden. Die Mitte-Regierung von Premier Jean Castex hatte angesichts eines Anstiegs der Corona-Zahlen strengere Maßnahmen auf den Weg gebracht. Das Land mit rund 67 Millionen Menschen kämpft nach Einschätzung von Castex mit einer vierten Corona-Welle.

18.44 Uhr: Massiver Stromausfall in weiten Teilen Spaniens

In mehreren Regionen Spaniens ist für längere Zeit der Strom ausgefallen. Grund sei ein nicht näher bezeichneter Zwischenfall mit einem Flugzeug in Frankreich gewesen, bei dem eine Hochspannungsleitung beeinträchtigt worden sei, teilte die Betreibergesellschaft des spanischen Stromnetzes REE auf Twitter mit. Eine Hochspannungsleitung von Frankreich nach Spanien sei deshalb vorsorglich unterbrochen worden. Das habe den Stromausfall in Spanien ausgelöst, berichtete die Zeitung "La Vanguardia". Allein in Katalonien seien 146.000 Haushalte und andere Kunden betroffen gewesen, schrieb der Zivilschutz auf Twitter. Auch aus der Hauptstadtregion Madrid, Andalusien, der Extremadura, Aragón und Navarra wurden zeitweise größere Störungen gemeldet, wie die Zeitung weiter schrieb. Nach etwa einer Stunde habe sich die Lage Medienberichten zufolge wieder normalisiert.

18.12 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Brand in Lagerhaus in China

Bei einem Brand in einem Lagerhaus im Nordosten Chinas sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in Changchun, der Hauptstadt der Provinz Jilin, sei am Nachmittag (Ortszeit) aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

18.08 Uhr: Tausende demonstrieren in Budapest für Rechte Nicht-Heterosexueller

Tausende Ungarn haben nach Medienberichten in Budapest für die Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) demonstriert. Der alljährliche Marsch der Organisation "Budapest Pride" fand diesmal vor dem Hintergrund der Politik des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban statt, die sich verstärkt gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten richtet.

Im Juni beschloss das Parlament auf Betreiben der Regierung ein Gesetz, das den Zugang von Informationen über nicht-heterosexuelle Lebensformen für Kinder verbietet. Zudem ist Werbung verboten, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil der Normalität dargestellt werden. Orban hat vor Kurzem ein Referendum angekündigt, bei dem die Ungarn über den Inhalt dieses Gesetzes abstimmen sollen. 

17.52 Uhr: Wegen Geldern aus Brüssel: Britische Städte müssen EU-Flagge zeigen

Die goldenen Sterne auf blauem Untergrund lassen sich auch nach dem Brexit nicht so leicht aus Großbritannien verbannen: Weil weiterhin Geld aus Brüssel fließt, muss die EU-Flagge weiterhin auf vielen Werbeplakaten oder Flyern einiger britischer Kommunen zu sehen sein. Das liegt daran, dass die Städte im Rahmen eines EU-Strukturfonds Gelder aus Brüssel zum Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie erhalten haben, wie die britische Zeitung "Independent" berichtete.

Auf diese Gelder hat Großbritannien gemäß des Austrittsabkommens sogar noch bis Ende 2023 Anspruch – allerdings nur gegen gewisse Regeln. Dazu gehört, dass auf offiziellen Materialien die Herkunft des Geldes samt Logo der Europäischen Union erwähnt wird. Ein Sprecher des britischen Bauministeriums stellte klar, dass es sich um keine Entscheidung der britischen Regierung handle. Die Förderung würden mittelfristig durch Gelder aus britischen Töpfen ersetzt.

News vom Wochenende: Schauspieler Herbert Köfer mit 100 Jahren gestorben

16.40 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt erneut vor Unwettern mit Hagel und Sturmböen

Der Deutsche Wetterdienst hat für Samstagabend und die Nacht zum Sonntag vor weiteren Unwettern mit Hagel und Sturmböen gewarnt. Am Alpenrand sowie im Westen von Rheinland-Pfalz und im Saarland könnten "kräftige Gewitter aufziehen", teilte der Dienst mit. Zugleich seien dort schwere Sturmböen möglich. In der Region Ostwestfalen könne es ebenfalls zu neuen Unwettern kommen. Eine akute Hochwassergefahr bestehe nicht.

Am Sonntag könne es dann in ganz Deutschland zu kräftigen Gewittern kommen, teilte der Wetterdienst weiter mit. Im Westen Deutschlands müsse gebietsweise mit "mehrstündigem Starkregen" gerechnet werden. Eine Unwettergefahr gebe es auch erneut in Bayern. Wie der Katastrophenschutz für das Land Rheinland-Pfalz mitteilte, besteht für das bereits von den Überschwemmungen betroffene Ahrgebiet "keine akute Hochwassergefahr". Dennoch müsse dort, wo Teile der Kanalisation zerstört seien, mit einem Einlaufen von Wasser in Kellern gerechnet werden.

16.32 Uhr: Deutschland nimmt nicht an UN-Veranstaltung gegen Rassismus teil

Deutschland wird nicht an einer bevorstehenden UN-Veranstaltung gegen Rassismus teilnehmen. "Die Bundesregierung hat entschieden, nicht an der diesjährigen Veranstaltung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der sogenannten Durban Conference teilzunehmen", hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Eine Begründung für die Absage gab das Ministerium nicht. Zunächst hatte die "Welt am Sonntag" darüber berichtet. 

Mit der sogenannten Durban-IV-Konferenz soll am 22. September der 20. Jahrestag der Erklärung von Durban gefeiert werden, die 2001 auf der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus in der südafrikanischen Stadt verabschiedet wurde. Die Bundesregierung hatte auch Vorgängerkonferenzen 2009 und 2011 abgesagt. Sie begründete dies damals damit, es sei nicht auszuschließen, dass die Konferenz für antisemitische Äußerungen missbraucht werde, so wie es schon bei zurückliegenden Konferenzen der Fall gewesen sei. Laut "Welt am Sonntag" haben für die im September stattfindende Jubiläumskonferenz auch schon Australien, Großbritannien, Israel, Kanada, die Niederlande, Österreich, Tschechien, Ungarn und die USA ihre Teilnahme abgesagt. Sie begründeten dies den Angaben zufolge mit Sorgen vor einer erneuten Verunglimpfung Israels.

15.15 Uhr: Freiwillige Helfer sollen Katastrophengebiet Ahr schnell verlassen

Freiwillige Helfer im Krisengebiet Ahr sollen dieses wegen der schwierigen Umstände dort möglichst schnell verlassen. Das teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mit. Als Grund nannte sie die starken Niederschläge an diesem Wochenende, die zerstörte Infrastruktur und die unübersichtliche Verkehrssituation. Den Angaben zufolge werden Shuttle-Busse eingesetzt, die die Helfer zurückbringen. Wer geplant hatte, als freiwilliger Helfer dorthin zu fahren, soll dies nicht tun.

Zuvor hatten auch das Polizeipräsidium Koblenz an Helferinnen und Helfer appelliert, sich nicht mehr auf den Weg in das Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz zu machen. "Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung ist weiterhin überwältigend und ungebrochen", hieß es. Durch die Vielzahl an Menschen, "die sich heute in das Katastrophengebiet aufgemacht haben um zu helfen, kommt es aktuell leider zu einer völligen Überlastung sämtlicher Zufahrtsstraßen zum Ahrtal, sowie der Straßen im Katastrophengebiet selbst", hieß es in einer Mitteilung.

14.37 Uhr: Künstlerkolonie Mathildenhöhe und Kurorte in Deutschland als neues Welterbe ausgezeichnet

Deutschland kann sich mit neuen Welterbestätten schmücken. Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) zeichnete Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen zusammen mit acht anderen europäischen Kurorten als "Große Bäder Europas" als Welterbe aus. Das zuständige Komitee der Unesco traf die Entscheidung auf seiner 44. Sitzung in der chinesischen Stadt Fuzhou. Mit dem begehrten Titel werden nur Kultur- und Naturstätten von herausragendem universellen Wert ausgezeichnet. Die Unesco hat außerdem die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt als neues Welterbe ausgezeichnet. 

Die "Großen Bäder Europas" sind Kurorte, die vom späten 18. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert internationale Bedeutung erlangten. Natürliche Thermalwasser sind Grundlage einer Epochen übergreifenden Tradition der europäischen Badekultur. Zu den elf Kurstädten, die den Welterbetitel erhielten, zählen auch Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Bath (Vereinigtes Königreich) sowie Karlsbad, Franzensbad und Marienbad aus der Tschechischen Republik.

14.06 Uhr: Tausende versammeln sich zum CSD in Berlin

Ausgelassen und bunt verkleidet haben sich in Berlin-Mitte Tausende Menschen für den Christopher Streetday versammelt. Trotz Alkoholverbots und strenger Sicherheitsauflagen wegen der Corona-Pandemie feierten und tanzten die Menschen zu Techno-Bässen von mehreren Lastwagen und demonstrierten für die Rechte von Homosexuellen. Unter den Teilnehmen war auch Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke).

Immer wieder riefen die Organisatorinnen und Organisatoren über Lautsprecher dazu auf, die Maskenpflicht sowie Abstände einzuhalten. Auch die Polizei machte die Teilnehmenden unter anderem über Twitter auf die geltenden Bestimmungen aufmerksam. Viele der Feiernden trugen Mund-Nasen-Schutz in Regenbogenfarben. Die Polizei rechnete mit rund 20.000 Teilnehmenden.

Zehntausende feierten beim CSD in Berlin – wegen der Corona-Pandemie viele mit Maske

12.35 Uhr: Autofahrer fährt Frau in Fußgängerzone an – mit Absicht?

Ein Autofahrer ohne Führerschein hat in einer Fußgängerzone in Berlin wohl mit Absicht eine 66-Jährige angefahren, die gerade ihr Fahrrad anschließen wollte. Zuvor war er Zeugen zufolge mit Warnblinklicht hupend durch die Stadt gerast. Der 32-Jährige soll die Frau laut Zeugen am Freitagmorgen in der Wilmersdorfer Straße – einer Einkaufsstraße – gezielt mit Schrittgeschwindigkeit gerammt haben, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Rentnerin kam mit Blutergüssen und Hautverletzungen in ein Krankenhaus.

Der 32-Jährige fuhr weiter. Er wurde wenig später von der Polizei gestoppt und festgenommen. Den Angaben zufolge hatte er vermutlich Drogen genommen. Die Polizisten fanden zudem eine fünfstellige Geldsumme bei ihm. Einen Führerschein hatte er aber nicht.

12.27 Uhr: Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe

Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten.

Weil in Großbritannien derzeit so viele mit dem Coronavirus infiziert sind und noch deutlich mehr Menschen mit diesen in Kontakt gekommen sind, hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert.

12.26 Uhr: Feuerwehr beendet Bergung nach Hauseinsturz bei Miami – 97 Tote

Einen Monat nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Hochhauses im US-Bundesstaat Florida mit Dutzenden Todesopfern hat die Feuerwehr ihre Bergungsarbeiten am Unglücksort beendet. Die Teams seien in ihre Einsatzzentralen und zu ihren Familien zurückgekehrt, hieß es am Freitag (Ortszeit) in einem Tweet. Die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, würdigte die Einsatzkräfte als "wahre Superhelden". Sie hätten nicht nur bei der Suche nach Opfern alles gegeben, sondern auch deren Angehörigen viel Fürsorge und Mitgefühl entgegengebracht. Bei dem Unglück waren 97 Menschen ums Leben gekommen. Eine 54 Jahre alte Frau wird noch vermisst.

11.53 Uhr: Österreich schickt wegen steigender Flüchtlingszahlen zusätzliche Soldaten an die Grenze

Österreich schickt wegen der vermehrten Ankunft von Flüchtlingen mehr Soldaten an seine Grenzen. 400 zusätzliche Soldaten sollen vor allem die Landesgrenze zu Ungarn sichern, wie Innenminister Karl Nehammer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Samstag bekanntgaben. "Wir erleben, dass Aufgriffszahlen an der österreichischen Grenze wieder steigen", sagte Nehammer demnach. Die österreichischen Sicherheitskräfte hätten in diesem Jahr bereits 200 Schlepper festgenommen. Verteidigungsministerin Tanner sprach laut APA von einer "massiven" Verstärkung des Grenzschutzes, die nötig sei. "Ziel ist es, Migrationsbewegungen zu kontrollieren."

9.36 Uhr: Zahl der Toten nach Ausschreitungen in Gefängnissen in Ecuador steigt auf 27

Nach Ausschreitungen in zwei Haftanstalten in Ecuador ist die Zahl der Toten auf 27 gestiegen. In dem Gefängnis in der im Zentrum des Landes gelegenen Provinz Cotopaxi seien 19 Insassen getötet worden, in der Haftanstalt in der südwestlichen Provinz Guayas weitere acht, teilte die Justizvollzugsbehörde SNAI am Freitag (Ortszeit) auf Twitter mit. Anscheinend sind am Rande der Ausschreitungen zahlreiche Insassen entkommen. Die Unruhen in den beiden Gefängnissen waren am Mittwoch ausgebrochen.

9 Uhr: Warnung vor Vibrionen in Ostsee – Infektionsfall

Viele Ostseebäder machen derzeit mit Aushängen auf die Gefahr durch Vibrionen aufmerksam. Die Bakterien kommen natürlicherweise im Ostseewasser vor und vermehren sich ab Wassertemperaturen von etwa 20 Grad. Sie verursachen in sehr seltenen Fällen teilweise schwere Infektionen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) von Mecklenburg-Vorpommern mitteilte.

Nach dem nun veröffentlichten Vibrionen-Bericht aus der vergangenen Woche hat sich erstmals in diesem Jahr ein 80-jähriger Mann aus dem Bundesland nachweislich eine Infektion mit den Bakterien zugezogen. Wie das Lagus berichtete, sei in diesem Fall das hohe Alter als Risikofaktor zu betrachten. Weitere Details wurde nicht mitgeteilt. Gefährdet sind den Angaben zufolge Menschen mit chronischen Grundleiden oder einer Schwäche des Immunsystems sowie höheren Alters.

8.31 Uhr: THW-Helfer in Flutgebieten beschimpft und mit Müll beworfen

Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerks (THW) sind bei ihrem Einsatz in westdeutschen Flutgebieten mitunter unfreundlich empfangen worden. "Das geht dann soweit, dass unsere Helferinnen und Helfer beschimpft werden", sagte die Vize-Präsidentin des THW, Sabine Lackner, am Samstag im RTL/NTV-"Frühstart". "Wenn sie mit Einsatzfahrzeugen unterwegs sind, werden sie mit Müll beschmissen", fügte Lackner hinzu. Hinter den Angriffen seien vor allem Querdenker oder Menschen aus der Prepper-Szene, die sich als Betroffene der Flutkatastrophe ausgäben, sowie einige frustrierte Flutopfer.

7.45 Uhr: Bekannte von Sängerin LaFee haben im Hochwasser "alles verloren"

Die in Stolberg geborene Sängerin LaFee (30, "Virus") will angesichts der Hochwasserkatastrophe in ihrer alten Heimat helfen. "Meinen engsten Familienmitgliedern geht es tatsächlich gut, sie haben das gut überstanden und keine Schäden davon getragen. Aber Bekannte von mir haben leider wirklich alles verloren", berichtete die Musikerin der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Sie habe sich nun schon mit ein paar Leuten getroffen, denen sie Möbel und Kleidung überlassen wolle. "Ich möchte auch auf den Bürgermeister zugehen und fragen, wie ich helfen kann", sagte sie. "Das ist jetzt eine Zeit, in der wir alle zusammen halten müssen."

7 Uhr: WHO schlägt Alarm: zu viele Ertrinkende

Jedes Jahr sterben nach WHO-Statistiken weltweit mindestens 236.000 Menschen durch Ertrinken, mehr als doppelt so viele, wie durch Brände, Hitze oder andere Verbrennungen ums Leben kommen. Um diese vermeidbaren Todesfälle zu reduzieren und Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 25. Juli zum Aktionstag ernannt. Sie ruft Länder in aller Welt auf, Menschen besser vor den Gefahren des Ertrinkens zu schützen. So sollten Kinder ab etwa sechs Jahren schwimmen lernen.

In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im vergangenen Jahr 378 Menschen ertrunken, darunter 23 im Vor- und Grundschulalter.

6.37 Uhr: SPD-Chefin Esken wirft Union nach CSU-Vorstoß unhaltbare Wahlversprechen vor

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat der Union nach der Vorlage des CSU-Wahlprogramms unhaltbare Steuersenkungsversprechen vorgeworfen. "Die im CDU-Programm bereits vorgesehenen massiven Steuersenkungen für Reiche und Unternehmen pumpt das CSU-Papier noch weiter auf, ohne eine seriöse Finanzierung der staatlichen Aufgaben oder gar der anstehenden Zukunftsinvestitionen auch nur anzudeuten", sagte die SPD-Chefin der "Augsburger Allgemeinen". Esken warf CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder große Widersprüche in ihren Aussagen über die Möglichkeit von Steuerentlastungen vor.

6 Uhr: Amazon löscht 200 Millionen falsche Bewertungen

Der US-Konzern Amazon hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr weltweit mehr als 200 Millionen gefälschter Produktrezensionen auf seinen Webseiten gelöscht. Demnach geht das Unternehmen auch verstärkt gerichtlich gegen Agenturen vor, die falsche oder erfundene Bewertungen verkaufen. Der Konzern hat seit 2018 allein in Deutschland 30 Prozesse gegen derartige Unternehmen angestrengt, wie Amazon am Samstag in München mitteilte. Darüber berichtete zuerst das Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Nicht nur Amazon, sondern auch andere Unternehmen gehen gerichtlich gegen die Verkäufer falscher Bewertungen vor. Ein Problem ist dies beispielsweise auch für Reiseportale, wenn sich dort erfundene Hotelbewertungen finden.

5.45 Uhr: Menschen in Flutregion bereiten sich auf neuen Regen vor

Nach den verheerenden Überflutungen blicken die Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit Sorge auf die Wetterprognosen fürs Wochenende. "Ich habe im Augenblick keine Hinweise darauf, dass Wassermengen drohen wie das der Fall gewesen ist", sagte der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz (SPD), am Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dennoch trifft der Krisenstab Vorkehrungen. Rückzugsmöglichkeiten für die Bevölkerung sind laut Lewentz ebenso vorbereitet wie mögliche Lautsprecherdurchsagen für Warnungen. Man beobachte die Meldesituation "ganz, ganz aufmerksam", ergänzte er.

Auch Nordrhein-Westfalen rüstet sich für mögliche neue Starkregenfälle. Per Erlass des NRW-Innenministeriums würden die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei nochmals besonders für die Wetterlage sensibilisiert, teilte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

4.44 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 13,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter. Sie liegt jetzt bei 13,6, wie das Robert-Koch-Institut am Samstagmorgen meldete. Eine Woche zuvor hatte sie noch bei 9,4 gelegen. Laut RKI wurden binnen 24 Stunden 1919 Corona-Neuinfektionen sowie 28 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

3.29 Uhr: USA fliegen zweiten Luftangriff binnen einer Woche in Somalia

Die US-Armee hat zum zweien Mal binnen einer Woche Ziele in Somalia angegriffen. Der Luftschlag habe der islamistischen Al-Schabaab-Miliz in der Provinz Galmudug rund 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Mogadischu gegolten, teilte das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte am Freitag mit. Der Angriff sei von einer Drohne ausgeführt worden. 

Es ist erst der zweite Luftangriff durch US-Truppen in Somalia seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden im Januar. Bereits am Dienstag hatte die US-Armee Dschihadisten von Al-Schabaab in der Nähe von Galkayo angegriffen. Biden hatte nach seinem Amtsantritt den Einsatz von Drohnen für Angriffe auf Dschihadisten reduziert. 

2.48 Uhr: Patientenschützer kritisieren geringe Impfbereitschaft jüngerer Menschen

Patientenschützer werfen den jüngeren Generationen eine mangelnde Impfbereitschaft vor. "Obwohl mittlerweile Impfstoff für täglich zwei Millionen Menschen bereitsteht, werden nur 500.000 Dosen abgerufen, denn der Impffortschritt dümpelt in der jungen und mittleren Generation vor sich hin", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). Es sei allerhöchste Zeit, "dass jetzt auch die Jüngeren ihre Impfsolidarität in der Pandemie unter Beweis stellen."

1.24 Uhr: Luisa Neubauer kritisiert Klimaschutzbilanz von Kanzlerin Merkel

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat massive Vorwürfe gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erhoben: Diese habe "immer wieder Prioritäten gegen unsere Lebensgrundlagen, gegen ökologische Rechte und die Chancen künftiger Generationen gesetzt", sagte Neubauer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). Große Weichenstellungen habe Merkel oft gegen ihre Partei durchgesetzt. "Beim Klimaschutz hat sie das selten getan", kritisierte Neubauer. 

Mit Blick auf den Wahlkampf forderte die Mitorganisatorin von Fridays for Future ein gemeinsames Vorgehen aller Parteien. "Deutschland wird seinen Beitrag nicht leisten, wenn sich nicht alle für Klimagerechtigkeit einsetzen. Die Herausforderung ist so gewaltig, dass dafür ein überparteilicher Konsens notwendig ist", sagte die 25-jährige Aktivistin der Zeitung. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wozu die Menschen bereit sind, wenn man ihnen die Dramatik unmissverständlich aufzeige. Es sei "möglich, der Bevölkerung etwas zuzumuten, wenn die Politik ehrlich ist".

nik / rw AFP DPA

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