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Germanwings-Absturz Infografik: Das sind die riskanten Flugphasen


Der Germanwings-Airbus hatte kurz vor der Katastrophe seine Reiseflughöhe erreicht - statistisch gesehen ein sicherer Flugabschnitt. Wie die stern-Grafik zeigt, liegen die Risikophasen woanders.

Kurz nachdem der Germanwings Flug 4U9525 seine planmäßige Reiseflughöhe erreicht hatte, geschah das bislang Unerklärliche: Der Airbus 320 ging in einen etwa achtminütigen Sinkflug über, der in einer tragischen Katastrophe endete. Dabei ist die Flugphase, in der sich die Maschine befand - rein statistisch gesehen - eigentlich nicht besonders riskant. Wie die Grafik, die auf einer Untersuchung des Flugzeug-Herstellers Boeing basiert, zeigt, passieren nur rund zehn Prozent der tödlichen Unfälle während des sogenannten Reisefluges. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass diese Phase fast 60 Prozent eines Fluges ausmacht. Am gefährlichsten ist demnach die Landung, die nur ein Prozent der Flugdauer einnimmt, in der aber ein Viertel der tödlichen Unfälle passieren.

Interessante Randnotiz: Einige jüngere Flugunglücke, etwa die Tragödien um die Malaysian-Airlines-Flüge MH370 und MH17 ereigneten sich ebenfalls in der Reiseflug-Phase.

Grafik: stern.de / Patrick Rösing; Quelle: Boeing (Studienzeitraum 2004 bis 2013)

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