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"T-Online"-Bericht: Doppelmoral: Trauer um Opfer in Chemnitz, Lachen über ein totes Kind

Einige Menschen, die Trauerbilder für einen getöteten Chemnitzer gepostet haben, reagierten bei Facebook auch mit Lachen-Smiley auf den Tod eines syrischen Jungen. Das Portal "T-Online" hat die Menschen konfrontiert. Es kam nichts zurück.

Menschen trauern in Chemnitz um den getöteten Mann in der Innenstadt.

Menschen trauern in Chemnitz um den getöteten Mann in der Innenstadt.

AFP

Es ist eine Geschichte von Doppelmoral, die "T-Online" aufzeigt: Das Portal hat sich Facebook-Kommentare unter der Trauer für den getöteten Chemnitzer angesehen - und es fiel auf, dass auch Menschen trauerten, die auf den Facebook-Post einer Tageszeitung über den Fall eines ertrunkenen Flüchtlingskindes in Dresden mit einem Lachen-Smiley reagierten.

Daniel H. starb am vergangenen Wochenende an den schweren Verletzungen eines Messerstichs, ein Mann aus Syrien und einer aus dem Irak sitzen in Haft. Der Fall wird weiter untersucht. 

Toter Junge in der Elbe: 140 "Haha"-Reaktionen

Der syrische Junge Saddam ertrank Mitte Juli - sein Körper wurde leblos aus der Elbe gezogen. Eine Zeitung schrieb vom "traurigen Schicksal des syrischen Flüchtlings-Jungen" - auf gab es 140 "Haha"-Reaktionen.

"T-Online" sah sich daraufhin die öffentlichen Profile der Menschen an, die auf ein Lachen geklickt hatten. Das Portal schreibt: "Es waren Nutzer darunter, die selbst noch Kinder sind, Frauen mit Babybildern". Zehn Nutzer seien zudem darunter gewesen, die auch für Daniel H. Kund taten. "T-Online" fragte die Menschen an, um darüber zu sprechen. Erklärungen kamen nicht zurück.

Die Geschichte lesen Sie hier bei T-Online.

Chemnitz 
feh