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110. Rotary Convention in Hamburg: Treffen unter 27.000 Freunden: Ein Club will die Welt verbessern

Tausende helfende Hände in der Hansestadt: In Hamburg findet die 110. Rotary Convention statt. Einblick in eine Weltorganisation, die sich für zahlreiche soziale Projekte engagiert. 

Rotary Convention in Hamburg

Teilnehmer des internationalen Jahreskongresses des weltweit aktiven Rotary-Clubs gehen am "House of Friendship" vorbei

DPA

Wer dieser Tage in der Hamburger Innenstadt unterwegs ist, kann gar nicht anders, als aufmerksam zu werden auf all die freundlich und interessiert blickenden Menschen verschiedenen Alters aus aller Herren Länder, jeder und jede mit einem auffälligen Namensschild am blauen Bändsel um den Hals: Das alles sind Rotarier, die aus Anlass der 110. International Convention, dem ein Mal im Jahr stattfindenden großen Mitgliedertreffen, in die Hansestadt gekommen sind.

Tausende helfende Hände in Hamburg

Ein Anlass der Superlative: Seit 1987 – damals in München – gab es keinen Jahreskongress mehr in Deutschland, und mit über 27.000 Teilnehmern ist der Rotary-Event in Hamburg der Bestbesuchte in Europa seit Jahren. Bei der ersten Eröffnungsveranstaltung am vergangenen Sonntag saßen dichtgedrängt 11.000 Teilnehmer in Halle B6 auf dem Hamburger Messegelände, um die Begrüßungsreden vom Ersten Bürgermeister, Peter Tschentscher, und dem aktuellen Rotary Weltpräsidenten, Barry Rassin, von den Bahamas zu hören. Nicht nur den Deutschen im Publikum wurde warm ums Herz, als traditionsgemäß zu Beginn die Flaggen sämtlicher Länder, in denen Rotary Clubs existieren, nacheinander hereingetragen wurden, und schließlich Rotarier Holger Knaack aus dem Club Herzogtum Lauenburg-Mölln die Deutschlandfahne auf der Bühne präsentierte, während Sopranistin Helen Kwon von der Hamburger Staatsoper – ebenfalls Rotariern – die Nationalhymne intonierte: Erst kurz zuvor war bekannt geworden, dass Knaack ab Juli 2020 der erste deutsche Weltpräsident der Rotarier werden wird.

110. Rotary Convention in Hamburg

Flaggenparade bei der 110. Rotary Convention in Hamburg

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Rotary International ist, wie der Name schon sagt, eine Weltorganisation: 1905 vom Chicagoer Rechtsanwalt Paul Harris gegründet, gibt es heute 35.000 Clubs in mehr als 200 Ländern, mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern, allein in Deutschland sind es 56.000 (mit einem Frauenanteil von zur Zeit 22 Prozent, Tendenz deutlich steigend), die sich engagiert für soziale Projekte wie die Ausrottung von Polio, Trinkwasserversorgung in Afrika, oder Katastrophenhilfe einsetzen.

Alles für den guten Zweck

Eine ganz besondere Aktion startete der indischstämmige US-Amerikaner und Extremsportler Naresh Kumar: Er fuhr unter dem Stichwort "Freedom Seat" mit einem Tandem vom indischen Chennai bis nach Hamburg, und forderte unterwegs immer wieder Menschen auf, ein Stück mitzufahren, um für die Opfer von Menschenhandel Geld zu sammeln. Nach gut zwölfwöchiger Reise traf er pünktlich zum Start der Convention am 1. Juni auf dem Rathausmarkt ein, stürmisch beklatscht vom Publikum aus Rotariern und Passanten, die sich dort aus Anlass eines Charity-Mini-Marathons rund um die Binnenalster eingefunden hatten – nur einer der vielen berührenden Momente. 

Aber auch sonst wird gern für den guten Zweck Sport getrieben: Eine Radfahrergruppe aus Österreich von der rotarischen Fellowship. "Cycling to Serve Austria" startete am 30. Mai in Salzburg und traf nach gut 800 erradelten Kilometern innerhalb von drei Tagen ebenfalls zu Beginn der Convention in Hamburg ein. Mit ihrer Aktion sammelten sie Dank großzügiger Zuschüsse von der Bill Gates-Stiftung und der Rotary Foundation das Geld für mehr as 333.333 Polio-Impfungen ein.

110. Rotary Convention in Hamburg

Rotarier auf dem Rathausmarkt in Hamburg

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Bundeskanzelerin Angela Merkel, selbst Ehren-Mitglied im Rotary Club Stralsund-Hansestadt, konnte leider nicht als Gastrednerin in die Hansestadt kommen, bis Mittwochabend erwartet die Kongressteilnehmer aber trotzdem noch ein sehr interessantes Programm mit Workshops, Diskussionsrunden und Plenarsitzungen zu den vielfältigen Themen, um die Rotary sich kümmert. Dabei sind unter anderem Telekom-Chef Timotheus Höttges und Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Abgerundet wird das Angebot für die Gäste von Hamburg-typischen Kulturhighlights wie einer Aufführung von John Neumeiers Bundesjugendballett, Konzerten in der Elbphilharmonie und einem Orgelkonzert in der barocken Hauptkirche St. Michaelis.

Aber am Ende kommen die meisten Rotarier zu den Conventions auch nicht hauptsächlich wegen der spannenden Veranstaltungen, sondern zu allererst, weil man jedes Jahr wieder irgendwo auf der Welt bei den Treffen im Zeichen des goldenen Rades auf blauem Grund so richtig spüren kann, dass man als Mitglied dieses großen Clubs weltweit 1,2 Millionen "Freunde" hat. Nicht umsonst sprechen Rotarier sich untereinander mit dieser Anrede an. So schön es ist, irgendwo im Ausland auf Urlaubs- oder Geschäftsreise spontan eine der dortigen Clubs aufzusuchen und immer offen, freundlich und hilfsbereit empfangen zu werden, so richtig spürt man den rotarischen Spirit nur auf den Conventions: Denn jedem Menschen mit dem großen Teilnehmer-Namensschild auf der Brust, dem man auf der Straße oder bei Veranstaltungen begegnet, kann man sich sofort verbunden fühlen, trotz Sprachbarrieren, unterschiedlicher Kulturen oder Religionen sofort ins Gespräch kommen und immer wieder neue Freundschaften schließen.

Anmerkung der Redaktion: Unsere Autorin ist selbst Mitglied eines Hamburger Rotary Clubs.

Zum 70. Jubiläum des Grundgesetzes zeigt das Miniatur-Wunderland anhand von Beispielen aus der jüngeren Geschichte, wie eine Welt ohne Grundrechte aussehen könnte. 
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(