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News des Tages: Wieder eine Flugzeugpanne: Maas in Mali gestrandet

Haftbefehl gegen Erfurter Sportmediziner erlassen +++ Thüringen: Weltkindertag ist neuer Feiertag +++ Trump-Kim-Gipfel vorzeitig beendet +++ BMW und Daimler wollen bei Roboterautos zusammen arbeiten +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Wieder eine Flugzeugpanne: Maas in Mali gestrandet

Mali, Koulikoro: Heiko Maas (r.), Außenminister Deutschlands, und der Bürgermeister von Koulikoro, Ely Diarra

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Wieder eine Flugzeugpanne: Maas in Mali gestrandet (21.55 Uhr)
  • Netanjahu weist Korruptionsvorwürfe als "Hexenjagd" zurück (19.33 Uhr)
  • Nordkorea widerspricht Trump bei Gründen für Scheitern des Gipfels (18.58 Uhr)
  • Berichte: Verdächtiger soll aus Umfeld der vermissten Rebecca stammen (18.10 Uhr)
  • Doping-Razzia: Haftbefehl gegen Erfurter Sportmediziner erlassen (15.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.44 Uhr: Einbrecher berauben Pfarrer im Pfarrhaus +++

Drei Räuber sind in ein Pfarrhaus in Holzwickede eingedrungen und haben den Pfarrer bedroht und beraubt. Die Täter entkamen mit etwa 2500 Euro Bargeld, einem Handy und EC-Karten, wie die Polizei in Unna mitteilte. Der 58 Jahre alte katholische Pfarrer kam in das Pfarrhaus, in dem er wohnt - dort bemerkte er, dass die Terrassentür aufstand. Plötzlich standen die drei Männer vor ihm, bedrohten ihn mit einem Messer und zwangen ihn, einen Tresor zu öffnen. Danach sperrten sie den 58-Jährigen in ein fensterloses Badezimmer und flohen. Ein Mitarbeiter befreite den Pfarrer, der unverletzt blieb, wenig später. Die Polizei sucht nach den Tätern.

+++ 23.01 Uhr: USA setzen Kopfgeld auf Sohn von Osama bin Laden aus +++

Die USA haben ein Kopfgeld auf den Sohn des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden ausgesetzt. Für Informationen, die dazu führten, Hamza bin Laden aufzuspüren, sei eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar ausgelobt, teilte das US-Außenministerium in Washington mit. Hamza bin Laden habe eine führende Rolle im Netzwerk der Terrorgruppe Al-Kaida eingenommen. Seit August 2015 habe er in mehreren Botschaften im Internet zu Anschlägen gegen die USA und westliche Verbündete aufgerufen und mit Terrorattacken als Rache für die Tötung seines Vaters gedroht. 

Osama bin Laden war am 2. Mai 2011 im pakistanischen Abbottabad von einer US-Spezialeinheit getötet worden. Die US-Regierung hatte seinen Sohn Hamza Anfang 2017 auf ihre Terrorliste gesetzt. Mögliche Vermögenswerte des jungen bin Laden in den USA wurden damit eingefroren. Amerikanische Bürger und Firmen dürfen seitdem auch keine Geschäfte oder Transaktionen mehr mit ihm abwickeln.

+++ 22.19 Uhr: Stadtrat legt neuen Standort für Thüringer Bratwurstmuseum fest +++

Nach heftigen Diskussionen über ein neues Thüringer Bratwurstmuseum auf einem ehemaligen KZ-Außenlager hat der Stadtrat einen alternativen Standort beschlossen. Die neue Fläche liegt nach Angaben der parteilosen Bürgermeisterin Beate Sill knapp südlich des ursprünglich geplanten Geländes am Rand des Stadtwaldes in Mühlhausen. Die Mitglieder des Stadtrats stimmten in ihrer Sitzung einer Änderung des Flächennutzungsplanes zu. Parallel wurde ein neuer Beschluss zur Bebauung gefasst.

Das "1. Deutsche Bratwurstmuseum" gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt in Holzhausen bei Arnstadt. Es soll unter anderem wegen der hohen Besucherzahlen in ein größeres Gebäude umziehen. Ende Januar war öffentlich geworden, dass der ursprünglich geplante neue Standort auf dem Gelände eines ehemaligen Außenlagers des KZ Buchenwalds liegen sollte. Das sorgte für heftige Kritik von vielen Seiten, woraufhin der Plan verworfen wurde.

+++ 21.55 Uhr: Wieder eine Flugzeugpanne: Maas in Mali gestrandet +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ist wegen einer Panne an seinem Regierungsflieger im westafrikanischen Mali gestrandet. Die Maschine vom Typ A319 konnte ihn nicht wie geplant von der malischen Hauptstadt Bamako zurück nach Berlin bringen. Über den Defekt wurden zunächst keine Angaben gemacht. Maas entschied sich zunächst, in Bamako zu übernachten. Er will am Freitag mit einer Ersatzmaschine zurückfliegen.

+++ 21.39 Uhr: Dirigent und Komponist André Pevin gestorben +++

Der deutsch-amerikanische Dirigent, Komponist und Pianist André Previn ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das Londoner Symphony Orchestra äußerte sich tief bestürzt über den Tod des Musikers. Previn wurde mit vier Oscars, zehn Grammys und für sein Lebenswerk mit dem Kennedy-Preis ausgezeichnet.     

Der 1929 als Andreas Ludwig Priwin in Berlin geborene Künstler war unter anderem Chefdirigent des Londoner Symphony Orchestra und des Royal Philharmonic Orchestra sowie Musikdirektor des Philharmonischen Orchesters von Los Angeles. Seit 2002 war Previn Musikdirektor bei den Osloer Philharmonikern. Er gastierte in Salzburg, Dresden, Edinburgh und Osaka.

+++ 21.02 Uhr: Polizei: 25 Tote bei Explosion in Mogadischu +++

Bei einer schweren Explosion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Polizeiangaben mindestens 25 Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter sei an dem Angriff beteiligt gewesen, sagte ein Polizeioffizier der Deutschen Presse-Agentur. Die Terrormiliz Al-Shabaab reklamierte die Tat für sich, wie die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group berichtete.

Die Explosion habe sich nahe einem Hotel ereignet, das von Regierungsvertretern frequentiert wird, sagte der Polizeioffizier. Es war aber zunächst unklar, was das Ziel des Angriffs war. In der Gegend waren sporadisch Schüsse zu hören. Die Explosion habe massive Zerstörungen an umliegenden Geschäften verursacht, sagte der Polizist. Die Erschütterung war noch Kilometer entfernt zu spüren, wie ein dpa-Reporter berichtete. 

+++ 20.42 Uhr: Hallstatt ächzt unter Touristenstrom - Gemeinderat beschließt Limit +++

Angesichts von einer Million Touristen pro Jahr zieht die kleine Gemeinde Hallstatt in Österreich die Notbremse. Von 2020 an sollen Busse den besonders bei Asiaten beliebten malerischen Ort am Hallstätter See nur noch anfahren dürfen, wenn sie eines der begrenzt verfügbaren Zufahrtstickets gekauft haben, beschloss der Gemeinderat des 770-Seelen-Orts. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, sagte Bürgermeister Alexander Scheutz.

Die Zahl der Busse, die in kurzer Frist von 8000 auf rund 20.000 im Jahr gestiegen war, soll mit dieser Maßnahme um rund ein Drittel verringert werden. Außerdem soll mit dem Verkauf der Slots die Verweildauer der Gäste gesteigert werden. "Unter 150 Minuten kann man als Bus-Tourist Hallstatt nicht besuchen", sagte Scheutz.

Viele Einwohner fühlten sich von den Touristen genervt, die ohne Rücksicht auf die Privatsphäre sogar in Gärten und Häuser eindrangen. Im Ort herrscht seit Jahren ein Drohnenverbot. An manchen Tagen drängen sich fast 10.000 Besucher durch die engen Gassen zwischen Berg und See.

+++ 20.26 Uhr: Fosen übernimmt insolvente Werft Nordseewerke komplett +++

Der norwegische Schiffbauer Fosen Yard will die insolvente Werft Fosen Nordseewerke im ostfriesischen Emden komplett übernehmen. Fosen und der Insolvenzverwalter hätten sich auf eine Betriebsübernahme zur Mitte des Monats verständigt, sagten Sprecher von des Unternehmens und der Gewerkschaft IG Metall. Mit der Einigung sei auch eine Vereinbarung unterschrieben, wonach Fosen das Problem einer vorübergehenden Unterdeckung lösen will.

Die Werft mit 80 Mitarbeitern hatte am 16. Januar Insolvenz angemeldet, zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren. Der norwegische Hauptgesellschafter hatte danach seine Bereitschaft signalisiert, das Unternehmen zu übernehmen und die Belegschaft an der neuen Firma zu beteiligen. In dem vorläufigen Insolvenzverfahren musste bis Ende Februar eine Lösung gefunden werden, da nur bis zu diesem Zeitpunkt das Insolvenzgeld gesichert war.

+++ 19.57 Uhr: Berichte: Luke Perry erleidet schweren Schlaganfall +++

Der US-Schauspieler Luke Perry hat laut Medienberichten einen schweren Schlaganfall erlitten. Der 52-Jährige sei am Mittwoch eilig ins Krankenhaus gebracht worden und halte sich weiterhin dort auf, sagte ein Sprecher des Schauspielers laut den US-Medienberichten. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand des Schauspielers wollte er nicht machen.    

Perrys Schlaganfall überschattete die zeitgleiche Ankündigung einer Neuauflage der Kultserie "Beverly Hills, 90210", in der er eine der Hauptrollen gespielt hatte. Allerdings war unklar, ob Perry für eine Rolle in den neuen Folgen vorhergesehen war. In der veröffentlichten Liste von Schauspielern für die geplanten Episoden war er nicht aufgeführt.    

Perry war zuletzt in Los Angeles mit Dreharbeiten zu der Fernsehserie "Riverdale" beschäftigt, die auf einem Comicbuch beruht. 

+++ 19.33 Uhr: Netanjahu weist Korruptionsvorwürfe als "Hexenjagd" zurück +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat alle Korruptionsvorwürfe gegen ihn als "Hexenjagd" zurückgewiesen. Netanjahu sagte, er werde alle Anklagepunkte widerlegen und wolle "noch lange Jahre" Israels Ministerpräsident bleiben. "Es wird nichts davon übrig bleiben", sagte er zu den Vorwürfen. "Dieses Kartenhaus wird in sich zusammenfallen." Es handele sich um einen Versuch der israelischen Linken, seine Regierung zu stürzen und die Macht zu übernehmen. 

Israels Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit hatte zuvor mitgeteilt, er wolle in drei Fällen gegen Netanjahu Anklage wegen Korruptionsvorwürfen erheben. Nach juristischer Praxis in Israel muss zuvor jedoch noch eine Anhörung Netanjahus erfolgen. In einem Fall sprach Mandelblit sich für eine Anklage wegen Bestechlichkeit sowie wegen Betrugs und Untreue aus, in zwei weiteren Fällen wegen Betrugs und Untreue.

+++ 19.24 Uhr: Narrengericht verurteilt Kramp-Karrenbauer zu drei Eimern Strafwein +++

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer muss drei Eimer Wein an das traditionelle Narrengericht in Stockach (Kreis Konstanz) zahlen. Die Fastnachts-Richter sprachen die Saarländerin - dem "Schmotzigen Dunschtig" - in ihrer närrischen Sitzung in Stockach in zwei von drei Anklagepunkten schuldig. Ein Eimer Strafwein entspricht 60 Litern.

Kramp-Karrenbauer habe sich der "gewaltsamen Kastration der CDU" sowie des "Thronraubes durch Verführung Minderjähriger" schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Narrenrichter. Der Vorwurf der "Unterjochung und Zersetzung der Republik durch saarländische Leitkultur" überzeugte die Richter dagegen nicht. 

Das Narrengericht ist mehr als 600 Jahre alt. Auf der Anklagebank saßen schon Franz Josef Strauß (CSU) und Angela Merkel (CDU).

+++ 19.07 Uhr: Babyleiche Wochen nach Dammbruch in Brasilien gefunden - nun 182 Tote +++

Mehr als einen Monat nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine im Südosten Brasiliens haben Einsatzkräfte der Feuerwehr einem Medienbericht zufolge die Leiche eines seitdem vermissten Babys geborgen. Der Zivilschutz des Bundesstaates Minas Gerais setzte die offizielle Zahl der Toten auf 182 hoch, wie das Nachrichtenportal Uol berichtete. Demnach werden immer noch 126 Menschen vermisst.

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão nahe Brumadinho war am 25. Januar geborsten, rund zwölf Millionen Kubikmeter rötlichen Schlamms ergossen sich über den Ort und Teile angrenzender Siedlungen.

Auch die Familie des jetzt gefundenen ein Jahr alten Jungen war in ihrem Haus beim Fernsehen von dem Schlamm überrascht worden, wie Uol berichtete. Nur die Mutter des Kleinkindes überlebte demnach, der Ehemann und eine Schwester der Frau kamen ebenfalls ums Leben. Die Justiz ermittelt gegen mehrere Mitarbeiter des Bergbaukonzerns Vale. Dieser will allen Einwohnern eine Entschädigung zahlen.

+++ 18.58 Uhr: Nordkorea widerspricht Trump bei Gründen für Scheitern des Gipfels +++

Nordkorea hat der Erklärung von US-Präsident Donald Trump für das Scheitern des Gipfels der beiden Staaten in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi widersprochen. Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho sagte in der Nacht zu Freitag in einem seltenen Auftritt vor Journalisten, sein Land habe im Gegenzug für atomare Abrüstung nicht die Aufhebung aller, sondern nur eines Teils der Sanktionen gefordert. Die angebotene atomare Abrüstung sei die weitreichendste Maßnahme, die für sein Land derzeit machbar sei. Das Angebot werde sich auch dann nicht ändern, wenn die USA weitere Verhandlungen in der Zukunft vorschlagen würden. 

Trump hatte nach dem vorzeitigen Ende des Gipfels am Donnerstag gesagt, es sei zu keiner Einigung gekommen, weil der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un die Aufhebung aller Sanktionen gefordert habe. Kims Angebote zur atomaren Abrüstung seien nicht weitreichend genug gewesen.

Gipfeltreffen mit Nordkorea: Keine Einigung: Trump sieht "Produktives", aber manchmal müsse man "einfach aufstehen und gehen"

+++ 18.46 Uhr: Israel lässt palästinensische Abgeordnete nach 20 Monaten Haft frei +++

Rund 20 Monate nach ihrer Festnahme hat Israel die palästinensische Parlamentsabgeordnete Chalida Dscharar wieder freigelassen. Die 56-Jährige war nach Armeeangaben wegen ihrer Aktivität in der linken Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) im Juli 2017 festgenommen worden. Nun kam sie ohne Anklage frei, wie ihre Tochter Suha Dscharar sagte. 

Israel stuft die PFLP als Terrororganisation ein. Eine Sprecherin der Armee bestätigte die Freilassung Jarars. Verwaltungshaft werde auf der Basis "verlässlicher und konkreter Informationen, die auf eine Gefahr für die Sicherheit in der Region hinweisen", angewendet, hieß es in einer Mitteilung. Dabei können Menschen in Israel für Zeiträume von jeweils sechs Monaten, die beliebig oft verlängert werden können, ohne Anklage "aus Sicherheitsgründen" festgehalten werden.

+++ 18.39 Uhr: Amazon startet neue Offensive gegen Produktfälschungen +++

Der US-Onlinehändler Amazon geht mit einer neuen Offensive gegen gefälschte Produkte auf seiner Plattform vor. Der Konzern erklärte, zunächst werde das Programm namens Project Zero gemeinsam mit einigen ausgewählten Herstellern getestet. Ziel sei es, dass Kunden "beim Shoppen auf Amazon stets authentische Ware bekommen", hieß es in einer Erklärung.    

Amazon setzt dabei zum einen auf seine eigenen Technologien zum Aufspüren von Fälschungen und Imitaten in seinen Online-Shops. Dabei werden die Produkte automatisch auf Logos und andere Daten geprüft, die der Hersteller Amazon übermittelt hat. Tests hätten ergeben, dass hundert Mal mehr Fälschungen entdeckt wurden als im aktuellen System, das auf Mitteilungen der Hersteller basiert. Außerdem sollen die Hersteller künftig selbst entdeckte Imitate aus dem Angebot nehmen können. Bislang war es so, dass die Firmen bei Verdacht auf Fälschungen Amazon kontaktieren mussten und der Online-Händler dem dann nachging.

+++ 18.10 Uhr: Berichte: Verdächtiger soll aus Umfeld der vermissten Rebecca stammen +++

Der festgenommene Verdächtige im Fall der vermissten Rebecca aus Berlin soll nach Medienberichten aus dem familiären Umfeld des Mädchens stammen. Die Polizei wollte zu Berichten von "Bild.de" und "Morgenpost" (Online) keine Angaben machen. Es gab auch keine neuen Aussagen zu der Frage, ob die Schülerin noch lebt oder ob ihre Leiche gefunden wurde.

Die 15-jährige Rebecca war am 18. Februar verschwunden. Sie hatte bei ihrer Schwester im Ortsteil Britz im Südosten Berlins übernachtet und war am nächsten Tag nicht mehr im Haus. Sie erschien nicht in der Schule. Nach einigen Tagen übernahm die Mordkommission die Ermittlungen.

+++ 17.53 Uhr: Israels Generalstaatsanwaltschaft bestätigt Anklagepläne gegen Netanjahu +++

Nur wenige Wochen vor der Parlamentswahl in Israel hat Generalstaatsanwalt Avischai Mandelblit bestätigt, dass er Regierungschef Benjamin Netanjahu wegen Korruption anklagen will. Er strebe ein Verfahren gegen Netanjahu wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Vertrauensmissbrauchs an, teilte Mandelblit in Jerusalem mit. In Israel wird am 9. April ein neues Parlament gewählt, Netanjahu hofft auf eine weitere Amtszeit.

+++ 17.42 Uhr: Spionage für die Ukraine - Zwei Russen zu langer Lagerhaft verurteilt +++

Weil sie für die Ukraine spioniert haben, hat die russische Justiz einen Offizier der Schwarzmeerflotte und seine Mitbewohnerin zu zehn und zu neun Jahren Lagerhaft verurteilt. Die beiden hätten sich schuldig bekannt, Staatsgeheimnisse an die Ukraine verraten zu haben, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau. Das Urteil sprach den Angaben zufolge ein Militärgericht im Nordkaukasus. Demnach ließ sich die Frau vom ukrainischen Militärgeheimdienst anwerben. Dann soll sie den Major gegen Geld für eine konspirative Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Geheimdienst gewonnen haben. 

Beide hätten Informationen zu einzelnen Einheiten oder zu ganzen Verbänden der Schwarzmeerflotte an die Ukraine übergeben - und so die Verteidigungsfähigkeit Russlands gefährdet, hieß es. Bei der Verhaftung des Offiziers 2017 hatte ein Sprecher des Generalstabs in Kiew bestätigt, dass der Soldat in den ukrainischen Streitkräften gedient habe, bevor er sich im Februar, März 2014 in den Dienst der Russen gestellt habe. 

+++ 17.32 Uhr: Umfrage: Nur jeder Fünfte ist gegen Blackfacing im Karneval +++

Ist im Karneval alles erlaubt oder gelten auch hier die Regeln der Political Correctness? In einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der "Welt" sprachen sich 62 Prozent der etwa 1000 Befragten für einen Verzicht auf Waffenattrappen bei der Karnevalskostümierung aus. 30 Prozent finden religiöse Verkleidungen unangemessen. Das Schwärzen des Gesichts, das sogenannte Blackfacing, halten allerdings nur 19 Prozent der Befragten für verwerflich. Für 28 Prozent gilt: Im Karneval ist alles erlaubt, auch bei den Kostümierungen.

+++ 17.22 Uhr: Berichte: Netanjahu soll wegen Korruption angeklagt werden +++

Israels Generalstaatsanwalt will nach Medienberichten Anklage gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu wegen Korruptionsvorwürfen erheben. Avichai Mandelblit habe Netanjahu dies mitgeteilt, berichteten israelische Medien übereinstimmend. Nach juristischer Praxis in Israel muss zuvor jedoch noch eine Anhörung Netanjahus erfolgen.

+++ 16.26 Uhr: Brexit: Britischer Staatssekretär für Landwirtschaft gibt Amt auf +++

Der britische Agrar-Staatssekretär George Eustice ist von seinem Amt zurückgetreten. Grund hierfür sei die mögliche Verzögerung des EU-Austritts Großbritanniens, erklärte der konservative Politiker in London. Er warnte in diesem Zusammenhang vor einer "Demütigung" Großbritanniens durch die EU. 

Er wolle durch seinen Rücktritt die Gelegenheit haben, in den kommenden Wochen ohne Rücksicht auf sein Amt frei an der "kritischen Debatte" zum Brexit teilnehmen zu können, schrieb der Brexit-Befürworter in einem Brief an Premierministerin Theresa May. Eustice ist auch für den Bereich Fischerei verantwortlich.

+++ 15.45 Uhr: Schweizer Polizist nach Verfolgungsjagd als Temposünder verurteilt +++

Ein Schweizer Gericht hat einen Polizisten nach einer Verfolgungsjagd wegen Raserei zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Mann war 2017 bei einem Blaulichteinsatz in einer Tempo-50-Zone in Genf mit einer Geschwindigkeit von 126 km/h geblitzt worden. Sein Anwalt kündigte Berufung gegen die einjährige Strafe an, wie er der Agentur Keystone-SDA sagte. Das Gericht berief sich auf die drakonische Raser-Gesetzgebung in der Schweiz, die auch für Polizisten gelte. Der Mann sei nicht im Einsatz gewesen, um Menschenleben zu retten, sondern lediglich, um Einbrecher zu stellen. 

+++ 15.30 Uhr: Doping-Razzia: Haftbefehl gegen Erfurter Sportmediziner erlassen +++

Gegen den im Zusammenhang mit Doping-Razzien in Erfurt festgenommenen Sportmediziner ist ein Haftbefehl erlassen worden. Der Arzt werde nach einem Termin beim Ermittlungsrichter in die Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim gebracht, sagte ein Sprecher des Erfurter Amtsgerichtes.

Der Mediziner war am Mittwoch ebenso wie ein mutmaßlicher Komplize in Erfurt festgenommen worden. In dessen Praxis sollen neben Ski-Langläufern nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" auch Fußballer, Schwimmer, Radsportler, Handballer und Leichtathleten behandelt worden sein. "Es werden sicherlich auch noch andere Sportarten betroffen sein", hatte am Mittwoch Dieter Csefan vom österreichischen Bundeskriminalamt gesagt und von einem weltweit agierenden Netzwerk und einer "kriminellen Organisation" gesprochen.

+++ 15.10 Uhr: Bergsteiger stirbt bei Lawinenunglück in der Slowakei +++

In der slowakischen Hohen Tatra ist ein Bergsteiger von einer Lawine mitgerissen und getötet worden. Wie der Bergrettungsdienst HZS auf seiner Internetseite mitteilte, konnte der Verunglückte noch von einem Rettungshubschrauber aus gesehen werden, da er nur teilweise verschüttet wurde. Er habe jedoch so schwere Verletzungen erlitten, dass er nicht überleben konnte. Der 48-Jährige sei selbst langjähriges Mitglied der Bergrettung und ein erfahrener Alpinist gewesen, hieß es weiter.

Ein Begleiter des Getöteten wurde zwar selbst nicht mitgerissen, aber durch den Lawinenabgang zwischen Schneemassen und Felsen eingeschlossen. Da der Hubschrauber nicht zu ihm vordringen konnte, brachen slowakische und polnische Bergretter von beiden Seiten des an der Staatsgrenze liegenden Gebirges auf, um ihn zu Fuß zu befreien. Diese Rettungsaktion dauerte am frühen Nachmittag noch an.

+++ 14.58 Uhr: Senegals Präsident Sall mit 58 Prozent wiedergewählt +++

Bei der Präsidentschaftswahl in Senegal ist Staatschef Macky Sall im Amt bestätigt worden. Laut dem vorläufigen Endergebnis erhielt Sall bei der Wahl am 24. Februar 58 Prozent der Stimmen, wie die Nationale Wahlkommission in Dakar mitteilte. Auf dem zweiten Platz landete demnach der ehemalige Ministerpräsident Idrissa Seck mit 20,5 Prozent. 

+++ 14.25 Uhr: Schulleiterin: Tote Schülerin ist kein Mobbing-Opfer +++

Der Tod einer elfjährigen Schülerin Ende Januar in Berlin geht nach Angaben der Schulleiterin nicht auf Mobbing zurück. "Die Schülerin, die verstorben ist, war kein Mobbing-Opfer", sagte Daniela Walter bei einer Anhörung im Bildungssauschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.

Die Schulleiterin berichtete, sie habe nach dem Tod des Kindes in einem Krankenhaus von Anfang an mit den Eltern in engem Kontakt gestanden. Sie betonte zudem, die Familie des Mädchens habe bis heute nichts zur Todesursache gesagt. Am Donnerstag sei das Kind beigesetzt worden.

+++ 13.58 Uhr: Berliner Polizei meldet Festnahme im Vermisstenfall Rebecca +++

Im Zusammenhang mit dem Fall der vermissten Rebecca hat die Berliner Polizei nach eigenen Angaben eine verdächtige Person festgenommen. Bei den Ermittlungen habe sich der Verdacht einer Straftat erhärtet, heißt es in einer Mitteilung. Nähere Angaben zur Personen der oder des Festgenommenen machte die Polizei zunächst nicht. Die Vernehmungen dauern demnach zur Stunde an, ebenso wie die Ermittlungen. Die 15-Jährige wurde am 18. Februar zuletzt gesehen und wird seither vermisst. Die Familie hatte zuletzt unter dem Hashtag #findbecci auch über die sozialen Medien nach der Schülerin gesucht. Am Mittwoch hatte die Polizei mit Huberschrauber-Unterstützung am Ort des Verschwindens erneut nach Hinweisen gesucht. Dabei wurde auch ein Kleidungsstück gefunden. Unklar ist, ob es Rebecca gehört.

+++ 13.30 Uhr: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zu Attacken auf zwei Restaurants in Chemnitz ein +++

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zu Angriffen auf die beiden persischen Restaurants "Schmetterling" und "Safran" in Chemnitz vorerst eingestellt. Die Attacken waren Teil von Ausschreitungen nach dem gewaltsamen Tod eines 35 Jahre alten Mannes am Rande des Chemnitzer Stadtfestes, den zwei Flüchtlinge verursacht haben sollen. Es gebe keine Hinweise auf die Täter, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Donnerstag mit Blick auf die Restaurant-Angriffe mit. "Zeugen, die den Täter oder die Tat beobachtet hatten, konnten nicht ermittelt werden." Zudem lägen keine auswertbaren Spuren oder andere Beweismittel wie Aufnahmen von Überwachungskameras vor.

+++ 13.19 Uhr: Norwegische Polizei fürchtet, dass entführte Millionärsgattin nicht mehr am Leben ist +++

Die Polizei im norwegischen Ski hat erneut an die mutmaßlichen Entführer der verschwundenen Millionärsfrau appelliert, Kontakt aufzunehmen. "Trotz mehrerer Aufforderungen haben wir keinen Beweis bekommen, dass sie noch am Leben ist", sagte Polizeisprecher Tommy Brøske. "Wir haben immer mehr Zweifel." Die Polizei geht davon aus, dass die inzwischen 69 Jahre alte Anne-Elisabeth Hagen aus ihrem Haus in Lørenskog bei Oslo entführt wurde. Seit dem 31. Oktober ist sie spurlos verschwunden. Im Haus war ein Brief gefunden worden, in dem die Entführer neun Millionen Euro Lösegeld verlangen. Hagen ist mit einem der reichsten Unternehmer Norwegens verheiratet.

+++ 13.11 Uhr: EuGH-Anwältin: Gerichte müssen Standorte für Luftmessstationen prüfen +++

Die Standortwahl für Messstationen zur Luftqualität muss nach Ansicht einer Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) durch Gerichte überprüft werden können. Das Unionsrecht verlange eine richterliche Kontrolle, erklärte EuGH-Expertin Juliane Kokott in ihrem Schlussantrag in einem Verfahren über einen Rechtsstreit in Brüssel. Mehrere Einwohner und eine Umweltorganisation streiten dort mit den Behörden darüber, ob für die Stadt ein ausreichender Luftqualitätsplan erstellt wurde. Das Brüsseler Gericht rief daher den EuGH zur Auslegung des Unionsrechts an. Generalanwältin Kokott verwies darauf, dass Messstationen insbesondere in Bereichen aufzustellen seien, in denen die höchsten Konzentrationen von Schwefeldioxid und anderen Stoffen aufträten. Den zuständigen Stellen komme bei der Standortwahl zwar ein Ermessen zu, doch Gerichte müssten auf den Antrag von Betroffenen prüfen, ob die Wahl den unionsrechtlichen Vorgaben entspreche. Draus könne sich die Verpflichtung ergeben, an bestimmten Orten Messtationen einzurichten. Kokott sprach sich zudem dafür aus, dass die Einhaltung der Grenzwerte ohne die Bildung eines Mittelwerts aller Stationen beurteilt werden müsse.

+++ 12.25 Uhr: Pakistan will indischen Piloten am Freitag freilassen +++

Nach der jüngsten militärischen Konfrontation zwischen Pakistan und Indien will Pakistan einen am Mittwoch gefangengenommenen indischen Piloten am Freitag freilassen. Das sagte der pakistanische Ministerpräsident, Imran Khan, in einer Rede im Parlament in Islamabad. Die Freilassung sei eine "Geste des Friedens".

Die Spannungen zwischen den verfeindeten Atommächten Indien und Pakistan hatten sich in den vergangenen Tagen zugespitzt. Nachdem Indiens Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag zum ersten Mal seit 1971 einen Angriff auf pakistanischem Gebiet geflogen hatte, schoss Pakistan nach eigenen Angaben am Mittwoch zwei indische Kampfflugzeuge ab. Ein indischer Pilot sei danach festgesetzt worden.

+++ 12.10 Uhr: Österreichisches BKA: Weitere Auskünfte nach Festnahmen bei Ski-WM frühestens am Freitag +++

Das österreichische Bundeskriminalamt wird nach der Festnahme von sieben Personen bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld frühestens am Freitagnachmittag neue Auskünfte geben. "Wenn überhaupt, wir müssen erst einmal alles evaluieren. Es kann auch länger dauern, wir haben eine riesige Bandbreite an  Sicherstellungen", sagte ein Sprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zudem wurden in Erfurt ein deutscher Sportmediziner und ein mutmaßlicher Komplize festgenommen.

+++ 11.59 Uhr: Weltkindertag ist neuer gesetzlicher Feiertag in Thüringen +++

Der Weltkindertag am 20. September ist neuer gesetzlicher Feiertag in Thüringen. Mit den Stimmen von Linke, SPD und Grünen wurde das Feiertagsgesetz vom Landtag entsprechend geändert. Damit steigt die Zahl der arbeitsfreien Feiertage in Thüringen auf elf. Die Oppositionsfraktionen CDU und AfD meldeten Bedenken an, ob sich Thüringen einen weiteren Feiertag wirtschaftlich leisten könne. Sie sehen darin zudem ein Wahlkampfgeschenk von Rot-Rot-Grün. Ende Oktober wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Die Anzahl der Feiertage in den einzelnen Bundesländern schwankt zwischen 9 und 14.

+++ 11.47 Uhr: Prozess um "Elysium"-Kinderpornos - Mehrjährige Haft gefordert +++

Im Prozess um die Kinderpornografie-Plattform "Elysium" hat die Staatsanwaltschaft für die vier Angeklagten mehrjährige Freiheitsstrafen gefordert. Die Anträge reichen von drei Jahren und zehn Monaten bis zu neun Jahren. Die Beweisaufnahme habe die Vorwürfe gegen die Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern "vollumfänglich bestätigt", sagte die Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt beim Landgericht Limburg. Sie plädierte zudem darauf, gegen einen der Angeklagten wegen wiederholten Kindesmissbrauchs Sicherungsverwahrung anzuordnen.

Die Angeklagten sollen - nach der Beteiligung an einer Vorgängerplattform - "Elysium" im Darknet betrieben oder sich am Betrieb beteiligt haben. Das Portal hatte mehr als 111 000 Nutzerkonten weltweit. Ermittler schalteten es im Juni 2017 ab.

+++ 11.14 Uhr: Polizei stellt Suche nach Lawinenopfer im Allgäu ein +++

Nach dem Lawinenabgang in den Allgäuer Alpen hat die Polizei die Suche nach dem 43-jährigen Vermissten eingestellt. Für die Alpinbeamten sei der Einsatz zu gefährlich, sagte ein Sprecher. Am Suchort im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet sei es tagsüber zu warm geworden. Damit sei die Lawinengefahr gestiegen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. 

Der 43-Jährige aus dem oberpfälzischen Landkreis Cham war am Samstag mit fünf weiteren Skitourengehern unterwegs. In etwa 1300 Metern Höhe löste sich eine Lawine. Vier Menschen überlebten, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Für einen 42-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

+++ 11.05 Uhr: Abschussfristen für zwei Wölfe in Norddeutschland verlängert +++

Die Genehmigung zum Abschuss eines Wolfes in Niedersachsen ist um einen Monat verlängert worden. Die Erwartung sei, dass die Tötung zügig erfolge, teilte das niedersächsische Umweltministerium in Hannover mit. Der Rüde mit der Kennung GW717m muss jetzt bis zum 31. März getötet werden. Auf das Konto des Wolfes gehen Risse von Rindern und Ponys. In Schleswig-Holstein wurde die Frist zum Abschuss eines anderen Wolfes ebenfalls verlängert.

+++ 10.58 Uhr: Tausende Urlauber sitzen am Flughafen von Bangkok fest +++

Wegen des Konflikts zwischen Indien und Pakistan sitzen tausende Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern in Thailand fest. Grund ist die Entscheidung der Fluggesellschaft Thai Airways, keine Flüge mehr durch pakistanischen Luftraum wegen der dortigen Luftwaffen-Einsätze zu leiten, wurde in Bangkok mitgeteilt. Rund 30 Flüge wurden gestrichen, drei Flugzeuge mussten in der Luft kehrt machen und flogen nach Bangkok zurück. Nach Angaben der Fluggesellschaft waren rund 5000 Passagiere betroffen. Die meisten von ihnen hatten Flüge nach Europa gebucht.

+++ 10.15 Uhr: Mindestens sieben Tote bei Einsturz von illegaler Goldmine in Indonesien +++

Beim Einsturz einer illegalen Goldmine in Indonesien sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Retter suchten auf der Insel Sulawesi fieberhaft nach Überlebenden, wie Behördenvertreter sagten. 19 Bergleute konnten gerettet werden. Demnach bestand Kontakt zu mehreren Verschütteten in der Mine Bolaang Mongondow, was die Hoffnung auf weitere Überlebende des Unglücks nährte.    

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich jedoch wegen des abschüssigen Geländes und des instabilen Untergrunds schwierig. Der Einsturz der Mine hatte einen Erdrutsch ausgelöst. Zwar standen schwere Maschinen bereit, doch die Retter waren angesichts der gefährlichen Lage zunächst auf Schaufeln angewiesen; zeitweise mussten sie mit bloßen Händen graben.

+++ 10.07 Uhr: BMW und Daimler kündigen Allianz beim Bau von Roboterautos an +++

Die Autobauer BMW und Daimler wollen ihre Kräfte beim automatisierten Fahren bündeln. Die beiden Unternehmen unterzeichneten dafür eine gemeinsame Absichtserklärung, teilten sie mit. Durch die Zusammenarbeit wollen sie die Entwicklung der Technologie beschleunigen und schneller an die Kunden bringen. Die gemeinsame Plattform soll für weitere Technologie-Unternehmen und Autohersteller offen sein.

+++ 9.44 Uhr: Oberstes US-Gericht schiebt Hinrichtung von demenzkrankem Häftling auf +++

Das Oberste Gericht der USA hat die geplante Hinrichtung eines demenzkranken Häftlings aufgeschoben. Die Richter ordneten in einer veröffentlichten Entscheidung eine psychologische Begutachtung des Todeskandidaten Vernon Madison an, der wegen eines Polizistenmords im Jahr 1985 verurteilt worden war. Die Gutachter sollen feststellen, ob der demenzkranke Mann geistig in der Lage ist, die Gründe für seine Hinrichtung zu verstehen. Madisons Anwälte argumentieren, dass ihr Mandant sich weder an die Tat noch an sein Gerichtsverfahren erinnern könne. Nach zwei Schlaganfällen sei er zudem blind und könne nicht mehr gehen. Madison ist Ende 60. In ihrer mit fünf zu drei Stimmen gefällten Entscheidung verwiesen die Richter auf das in der Verfassung verankerte Verbot "grausamer und ungewöhnlicher Strafen". Zu klären sei, ob Madisons Hinrichtung gegen dieses Verbot verstoßen würde. Das Gericht hatte in früheren Urteilen bereits die Hinrichtung von Häftlingen mit Schizophrenie oder Psychosen verboten.

+++ 8.57 Uhr: Boeing sticht Airbus bei British-Airways-Großauftrag aus +++

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat in Großbritannien einen prestigeträchtigen Auftrag erhalten. Die British-Airways-Mutter IAG hat sich bei einer Großbestellung für Flugzeuge des US-Konzerns gegen Airbus entschieden. Die Briten bestellen insgesamt 18 Boeing-Flieger des Typs 777-9, wie das Unternehmen in London mitteilte. Der Wert des Auftrags liegt rechnerisch bei acht Milliarden US-Dollar - allerdings sind bei Großbestellungen Rabatte üblich.

+++ 7.46 Uhr: Trump-Kim-Gipfel in Hanoi vorzeitig abgebrochen +++

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un haben bei ihrem Treffen in Hanoi nach US-Angaben keine Vereinbarung erzielt. Beide Staatsmänner hätten bei den sehr guten und konstruktiven Treffen über verschiedene Möglichkeiten gesprochen, wie der Abbau von Atomwaffen und die wirtschaftliche Entwicklung Nordkoreas erreicht werden könnten, teilte das US-Präsidialamt mit. Der Gipfel ging unter Verzicht auf ein gemeinsames Mittagessen vorzeitig zu Ende. Kim reiste offenbar umgehend ab, Trump trat allein vor die Presse.

Donald Trump hatte eine miese Woche

+++ 7:20 Uhr: Hunderte Familien aus Grenzdörfern in Kaschmir evakuiert +++

Wegen der jüngsten militärischen Konfrontation zwischen Pakistan und Indien sind mehrere hundert Familien aus Grenzdörfern auf der pakistanischen Seite Kaschmirs evakuiert worden. Das erklärte der lokale Informationsminister, Mushtaq Minhas. Die Evakuierungen seien erfolgt, nachdem es in der Nacht zu Donnerstag von indischer Seite Maschinengewehr- und Artilleriebeschuss gegeben habe. Das gesamte Gebiet entlang der De-Facto-Grenze auf der pakistanischen Seite Kaschmirs sei in Alarmbereitschaft versetzt worden, sagte er. Sollte keine Beruhigung eintreten, könnten weitere Evakuierungen notwendig werden. Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan hatten sich in den vergangenen Tagen zugespitzt. Nachdem Indiens Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag zum ersten Mal seit 1971 einen Angriff auf pakistanischem Gebiet geflogen hatte, schoss Pakistan nach eigenen Angaben am Mittwoch zwei indische Kampfflugzeuge ab. Ein indischer Pilot sei festgesetzt worden.

+++ 6:04 Uhr: 848 Milliarden E-Mails im vergangenen Jahr in Deutschland versendet +++

In Deutschland sind im vergangenen Jahr rund 848 Milliarden E-Mails versendet und empfangen worden. Das ist ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zu 2017, wie die beiden E-Mail-Anbieter Web.de und GMX in ihrer Auswertung erklärten. Seit Beginn dieser Auswertung vor über 20 Jahren stieg das Volumen demnach stetig an, bereits 2016 und 2017 war es ein Plus im zweistelligen Prozentbereich. Die meisten E-Mails kamen im vergangenen Jahr von Anbietern von Newslettern, so Web.de und GMX weiter. Dahinter folgten die Korrespondenz von Online-Shops und den sozialen Netzwerken mit ihren Kunden und Nutzern. Schließlich folgte die private E-Mail-Korrespondenz mit Firmen, Freunden und Behörden.

+++ 5:46 Uhr: Der Vorfrühling ist da +++

Blauer Himmel und reichlich Sonne haben in den vergangenen Tagen Frühlingsstimmung aufkommen lassen. Auch die Haselblüte in weiten Teilen  Deutschlands zeigt: Der sogenannte Vorfrühling ist bereits in vollem Gange. "Auch die Zugvögel sind schon zum Teil zurück, die Bienen sind draußen, Zitronenfalter und Fuchsfalter kommen früher", sagt Anja Engels vom Bereich Phänologie des Deutschen Wetterdienstes. In der Mitte Deutschlands hätten bereits mehr als 90 Prozent der Beobachtungsstandorte den Beginn der Haselblüte gemeldet, die den Vorfrühling prägt. Im Südosten dagegen lag die Zahl der blühenden Haselnusssträucher noch deutlich niedriger. Für Phänologen sind Knospen, Blüten und frisches Grün ein wichtiger Hinweis zur Bestimmung der Jahreszeit unabhängig vom kalendarischen oder meteorologischen Frühlingsbeginn. Auch Phänologen können die Auswirkungen von Klimaveränderungen beobachten. "Generell beginnt der Frühling seit Ende der 1980-er Jahre früher", so Engel. Das Einsetzen der Blüte garantiere aber noch kein anhaltend frühlingshaftes Wetter.

+++ 5:06 Uhr: Mehr als jede vierte Mietnebenkostenabrechnung ist fehlerhaft +++

Mehr als jede vierte Mietnebenkostenabrechnung ist laut einer aktuellen Auswertung fehlerhaft. Fehler machen die Vermieter nicht nur bei der Berechnung von Nachforderungen - auch die meisten untersuchten Gutschriften fallen zum Nachteil der Mieter aus, wie die Analyse des Prüfportals Mineko ergab. Sie lag der Nachrichtenagentur AFP vor. Oftmals können sich Mieter mehrere hundert Euro zurückholen. Das Startup Mineko überprüfte nach eigenen Angaben insgesamt knapp 30.000 Abrechnungen auf ihre Richtigkeit. Das Unternehmen verdient sein Geld damit, Fehler zu finden und den Mietern beim Widerspruch zu helfen. 87 Prozent aller bei Mineko eingereichten Mietnebenkostenabrechnungen waren Nachzahlungsaufforderungen, deren angegebene Höhe durchschnittlich bei 487 Euro lag. Dabei fanden die Prüfer in 86 Prozent der Fälle Fehler. Durchschnittlich müsste eine Nachzahlung demnach 214 Euro geringer ausfallen.

+++ 3:49 Uhr: Schwere Winterstürme in Kalifornien - Ortschaften unter Wasser +++

Heftige Winterstürme an der US-Westküste haben mehrere Ortschaften in Nordkalifornien unter Wasser gesetzt. "Guerneville ist jetzt eine Insel. Alle Zufahrtsstraßen in den Ort sind überflutet und nicht befahrbar", warnte die Polizei im Bezirk Sonoma County in den sozialen Medien. Nach tagelangen, heftigen Regenfällen trat der Russian-River-Fluss knapp zwei Autostunden nördlich von San Francisco über die Ufer und überflutete weite Teile des Bezirks. Die Polizei hatte Anwohner angewiesen, die gefährdeten Gebiete rechtzeitig zu verlassen. Allein in Guerneville leben rund 5000 Menschen. Der jüngste schwere Sturm an der US-Westküste brachte stellenweise mehrere Meter Schnee in der kalifornischen Sierra Nevada. Highways und Gebirgsstraßen wurden für den Verkehr gesperrt.

+++ 3:34 Uhr: Baden-Württemberg gibt Bibel und Peitsche an Namibia zurück +++

Baden-Württemberg gibt eine zu Kolonialzeiten geraubte Bibel und eine Peitsche an Namibia zurück. Dazu ist eine rund 20-köpfige Delegation unter Führung von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) in das afrikanische Land gereist. Die beiden Gegenstände gehörten einst Hendrik Witbooi, ein bedeutender Anführer des Volkes der Nama und heute als namibischer Nationalheld verehrt. Bibel und Peitsche lagerten bislang im Linden-Museum in Stuttgart. Sie sollen vom namibischen Staat verwaltet werden, bis Witboois Nachkommen in seinem Heimatort Gibeon ein Museum dafür errichten könnten. Die Vereinigung der Nama-Stammesältesten (NTLA) ist dagegen der Ansicht, dass Peitsche und Bibel an Witboois Nachfahren zurückzugeben seien. 

+++ 1:51 Uhr: Corbyn bekräftigt Unterstützung für zweites Brexit-Referendum +++

Nach der Billigung der neuen Brexit-Strategie der britischen Premierministerin Theresa May durch das Unterhaus hat Oppositionsführer Jeremy Corbyn seine Unterstützung für ein zweites Referendum bekräftigt. Damit solle ein "schädlicher Tory-Brexit oder ein katastrophales No-Deal-Ergebnis" verhindert werden, sagte Corbyn in London. Seine Labour-Partei werde sich aber weiterhin auch für andere Optionen einsetzen, unter anderem für eine "enge wirtschaftliche Beziehung" mit der EU. Das Unterhaus hatte zuvor für Mays neue Brexit-Strategie gestimmt, die zu einer Verschiebung des Austrittsdatums Ende März führen könnte. Die Abgeordneten billigten mit 502 zu 20 Stimmen den Drei-Stufen-Plan, welcher May mehr Zeit für die Nachverhandlungen mit der EU einräumt. Abgelehnt wurde hingegen ein Labour-Antrag, der unter anderem einen Verbleib Großbritanniens in der Zollunion mit der EU vorsah.

+++ 1:04 Uhr: US-Repräsentantenhaus stimmt für Verschärfung des Waffenrechts +++

Das US-Repräsentantenhaus hat für eine Verschärfung des Waffenrechts gestimmt. Die von den oppositionellen Demokraten kontrollierte Kongresskammer votierte für ein Gesetz, das bei nahezu allen Waffenverkäufen eine Hintergrundüberprüfung des Käufers vorschreibt. Bislang müssen Käufer laut Bundesrecht lediglich auf mögliche Vorstrafen hin überprüft werden, wenn sie ihre Schusswaffe in einem Waffengeschäft erwerben. Das gilt aber nicht bei privaten Online-Waffenverkäufen oder auf Waffenmessen. Die Gesetzesvorlage passierte das Repräsentantenhaus mit einer klaren Mehrheit von 240 zu 190 Stimmen. Auch mehrere Abgeordnete der Republikaner von Präsident Donald Trump stimmten für den Text. Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass das Gesetz auch im republikanisch kontrollierten Senat eine Mehrheit bekommt.

+++ 00:22 Uhr: "Beverly Hills, 90210" kehrt mit sechs neuen Folgen zurück +++

Fast 20 Jahre nach dem Ende von "Beverly Hills, 90210" kehrt die TV-Kultserie zurück. Im Sommer sollen sechs neue Folgen mit einigen der Schauspieler der Originalserie aus den 90er Jahren ausgestrahlt werden, wie die Fox-Studios mitteilten. Mit dabei sind unter anderem Jason Priestley (in der damaligen Serie Brandon Walsh), Jennie Garth (Kelly Taylor), Ian Ziering (Steve Sanders), Gabrielle Carteris (Andrea Zuckerman), Brian Austin Green (David Silver) und Tori Spelling (Donna Martin). Die Schauspieler sollen aber nicht wieder in ihre frühere Rollen schlüpfen, betonte Fox. Vielmehr würden sie "Versionen von sich selbst" spielen, inspiriert von ihrem eigenen Leben und ihren Beziehungen.

+++ 00:15 Uhr Sojus-Rakete mit OneWeb-Satelliten ins All gestartet +++

Die ersten sechs OneWeb-Satelliten für weltweites Internet sind an Bord einer Sojus-Rakete ins All gestartet. Die Rakete hob vom Weltraumbahnhof bei Kourou in Französisch Guyana ab, wie der Betreiber Arianespace mitteilte. Das US-amerikanische Unternehmen OneWeb will in einigen Jahren die gesamte Welt mit kostengünstigem Internet versorgen, hierfür sollen insgesamt Hunderte Satelliten in den Weltraum gebracht werden.

+++ 0:05 Uhr "Bild"-Zeitung: Seit 2015 scheiterte die Hälfte der Abschiebungen +++

Die Zahl gescheiterter Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung seit 2015 deutlich gestiegen. Insgesamt waren in den vier Jahren knapp 188.000 Rückführungen geplant, etwa die Hälfte davon scheiterte aber oder wurde abgesagt. Das zeigten die Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP und Antworten des Bundesinnenministeriums auf eine "Bild"-Anfrage, hieß es. Im Jahr 2015 scheiterten 19.258 Rückführungen, in 2016 waren es 20.923, 2017 dann 22.775 und im vergangenen Jahr 30.902. Das sind unterm Strich 93.858 Abschiebungen. Vor allem die Abschiebebilanz für 2018 ist negativ. Das Bundesinnenministerium erklärte dazu: "Damit hat erstmals die Summe der gescheiterten Rückführungsversuche die Summe der erfolgreich durchgeführten überschritten."

dho / fs / DPA / AFP