HOME

Grönland: Wo ist Atombombe Nr. 78252?

Es mutet an wie eine bizarre Posse. Der britische Sender BBC berichtet von einer Atombombe, die US-Streitkräfte vor über 40 Jahren in Grönland verloren haben. Jahrzehnte war die peinliche Angelegenheit geheim gehalten worden. Nun sind neue Belege veröffentlicht worden.

Von Manuela Pfohl

Jeffrey Carswell hat Magenkrebs. Acht Mal ist er bereits operiert worden. Und jedes Mal hoffte er, dass es vorbei sein würde. Doch die Krankheit ging nicht weg. Es ist nicht vorbei. Immer wenn der Däne zu einer medizinischen Untersuchungen muss, denkt er daran, wer seiner festen Überzeugung nach, schuld ist an dem verfluchten Krebs: Ein amerikanischer B-52 Bomber nämlich, jener Bomber, der vor über 40 Jahren, im Jahr 1968, in der Polarsternbucht im Nordosten Grönlands in Brand geriet und mit vier Atombomben an Bord abstürzte. Eine dieser Bomben ist bis heute verschwunden. Sie trägt die Seriennummer 78252 - und sie ist vollgepackt mit Plutonium.

Carswells Geschichte handelt von einer tickenden Zeitbombe, deren Existenz die US-Militärs und auch die dänische Regierung jahrzehntelang bestritten. Jetzt allerdings hat der britische Sender BBC die beiden Piloten, die damals den Bomber flogen, ausfindig gemacht. Und John Haug und Joe D'Amario bestätigen, was Jeffrey Carswell immer behauptet hat. Beleg dafür sollen laut BBC auch bislang als geheim eingestufte Dokumente des US-Verteidigungsministeriums sein, die der BBC nach eigenen Angaben zugespielt wurden. Die Nachricht mutet bizarr an: Irgendwo im Nordpolarmeer liegt eine Atombombe mit enormer Zerstörungskraft. Nur wo, das weiß keiner so genau.

Eine Bombe geht verloren

Carswell war Angestellter einer dänischen Baugesellschaft und arbeitete zwischen 1966 und 1971 zusammen mit etwa 1200 anderen Zivilisten auf der US-Militärbasis im grönländischen Thule. Grönland gehört zum dänischen Staatsgebiet und Carswell gehörte zum Suchtrupp, der die Trümmer der vier Bomben einsammeln musste - ohne ausreichenden Schutz vor der atomaren Strahlung. Die Ereignisse und Carswells Vorwürfe hat sein Anwalt Ian Anderson im Jahr 2002 in einer Petition an das Europäische Parlament festgehalten. Darin heißt es: "Der Petent beklagt, dass Dänemark es versäumt hat, die Arbeitskräfte rechtzeitig vom Gelände zu evakuieren, sie vor der starken Strahlenbelastung zu warnen oder darüber zu informieren sowie die indizierte medizinische Überwachung der verstrahlten Personen sicherzustellen."

Glaubt man Carswells Erinnerungen und den Zeitungsberichten der Jyllands Posten von damals, begann das Drama am 21. Januar 1968. Da war die B-52 des strategischen Bomberkommandos der US-Luftwaffe auf dem Rückflug von einem Routineeinsatz entlang der sowjetischen Nordküste. Einige Kilometer von dem US-Stützpunkt Thule entfernt geriet der Bomber in Brand und stürzte ab. Teile durchschlugen das Eis der Polarsternbucht und versanken.

Ein U-Boot in geheimer Mission

Carswell und die dänischen Arbeiter im Stützpunkt Thule spürten zunächst nur eine Erschütterung. Wenig später seien die Männer vom Absturz des atomwaffenbestückten Flugzeugs in Kenntnis gesetzt worden. "Broken Arrow" - gebrochener Pfeil - war das US-Codewort für den atomaren Zwischenfall, der eine riesige Maschinerie in Gang setzte. Neben 5000 US-Soldaten wurden auch Einheimische für die Suche und die folgenden Räumarbeiten eingesetzt.

Fast 60 Millionen Liter radioaktiv verseuchter Schnee sollen damals in Spezialcontainern abtransportiert worden sein. Das Flugzeugwrack konnte geborgen werden, auch die Trümmerstücke von drei der vier Bomben. Von Nummer 78252 fehlte allerdings jede Spur. Nur der Fallschirm wurde gefunden. Das zumindest bestätigt ein in US-Archiven entdeckter Brief von General Edward B. Giller an die US-Atomenergiekommission vom 18. März 1968, aus dem die BBC jetzt zitiert. Noch Monate nach dem Vorfall versuchte ein U-Boot der US-Navy demnach, die verschwundene Bombe zu finden.

Carswell selbst lebte und arbeitete weiter auf der Basis, und er holte sich auch weiterhin die Eiswürfel für seine Getränke von den Eisbergen im Wolstenholme-Fjord. Er dachte sich nichts dabei. Auch die Einheimischen im Dorf Qannaq, die traditionell von der Jagd leben, konnten sich zunächst nicht erklären, warum sie plötzlich Krankheiten bekamen, die sie vorher nie hatten. Der BBC erzählten sie jetzt, dass sie sich allerdings wunderten, warum manche Robben, die sie erlegt hatten, innerlich regelrecht ausgetrocknet waren.

So funktioniert eine Atombombe. Klicken Sie hier

Suche ohne Schutzanzug

Erst als bei ihm im Jahr 1984 Magenkrebs festgestellt wurde, begann Jeffrey Carswell skeptisch zu werden und einen Zusammenhang mit dem Absturz des Atombombers zu vermuten. Seine Befürchtung: Die atomare Fracht des verschwundenen Bombers könnte im Laufe der Jahre freigesetzt werden und katastrophale Folgen für Menschen und die Umwelt haben. 1993 schloss er sich mit anderen ehemaligen Arbeitern aus dem Suchtrupp zusammen und verklagte die dänische Regierung erfolglos auf "Anerkennung ihrer Verantwortlichkeit für die gesundheitlichen Schäden der Arbeiter". Auch seine Petition an das Europäische Parlament wurde wegen "Nichtzuständigkeit" abgewiesen. Allerdings beschloss der Petitionsauschuss am 26. November 2003, dass die Kommission die dänischen Behörden um die Übermittlung von Umweltdaten für Grönland ersuchen sollte. Erst im Jahr 2007 kamen von dort die Studienergebnisse zum "Störfall Thule". Kaare Ulbak, Chef-Berater des dänischen Nationalinstitutes für radiologische Hygiene, erklärte schließlich laut BBC, dass man die Gesundheit der ehemaligen Arbeiter von Thule untersucht habe und dabei "keine Hinweise auf erhöhte Mortalität oder Krebs gefunden" habe. Stattdessen lobte die dänische Regierung den professionellen Umgang der Amerikaner bei den damaligen Sicherungsmaßnahmen.

Auch Wissenschaftler der US-Regierung erklärten, die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt seien begrenzt, weil das Material sich in einer so großen Wassermenge verteile. "Der Boden des Ozeans ist kein schlechter Platz in Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf die Umwelt", sagte William Kammern, der beim Los Alamos Nuclear Laboratory beschäftigt war, der BBC. Carswell bleibt bei seinen Vorwürfen. Jetzt erst recht. Er hat angekündigt, sich zu wehren. In der Vereinigung der ehemaligen Thule-Arbeiter wird überlegt, vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(