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Großbritannien: Ministerin setzt Pornos auf Spesenrechnung

Peinlicher Fauxpas: Auf der Spesenrechnung der britischen Innenministerin Jacqui Smith sind zwei Pornofilme aufgetaucht. Diese hatte sich ihr politischer Berater Richard Timney offenbar zu Hause angesehen. Timney ist auch der Ehemann der Innenministerin.

Die britische Innenministerin Jacqui Smith hat zwei Pornofilme über ihre Spesen abgerechnet. Die 46 Jahre alte Ministerin entschuldigte sich am Sonntag dafür, die Nutzung eines TV-Bezahlsenders über ihre Abgeordnetenbezüge geltend gemacht zu haben. Die insgesamt fünf Filme, unter denen auch zwei Pornostreifen waren, hatte sich Smiths Ehemann Richard Timney angeschaut. Dieser entschuldigte sich für die "Peinlichkeit", die er seiner Frau beschert habe.

Smith erklärte, sie habe die Kosten für das Bezahl-Fernsehen von 67 Pfund (72 Euro) "versehentlich" über ihre Diäten in Rechnung gestellt. Grund für den Fehler sei gewesen, dass sie die Kosten für Internet und Fernsehen nicht sauber getrennt habe. Sie habe dies sofort den zuständigen Behörden gemeldet, als sie den Fehler bemerkt habe. Sie werde den vollen Betrag zurückzahlen. Downing Street sprach Smith das Vertrauen aus und teilte mit, die Ministerin habe das Richtige gemacht, indem sie den Fehler gerade gerückt habe.

Wie mehrere Medien berichteten, wurden die fraglichen zwei Filme, die nur für Zuschauer ab 18 Jahren erlaubt sind, im vergangenen Jahr angesehen, als Smith nicht zu Hause war. Smith habe ihrem Mann wegen der Filme "ordentlich die Leviten gelesen", zitierte der Sender BBC einen Vertrauten.

Smith war schon einmal wegen Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen in die Kritik geraten. Sie soll Mietkosten in Höhe von rund 125.000 Euro geltend gemacht haben, während sie bei ihrer Schwester wohnte. Der Fall wird derzeit von einem Ausschuss des britischen Parlaments untersucht.

DPA/Reuters/AP / AP / DPA / Reuters
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