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Schutz der Töchter vor Homosexualität: "Westfalen-Blatt" druckt homophoben Ratgeber

Ein Vater ist sich unsicher, ob er seine Töchter mit der homosexuellen Ehe seines Bruders konfrontieren soll und fragt um Rat. Das "Westfalen-Blatt" hat einen parat - diskriminierend und homophob.

Ein 43-jähriger Vater ist sich nicht sicher, ob er seine Töchter an der Hochzeit seines homosexuellen Bruders teilnehmen lassen soll. Darum fragt er um Rat.

Ein 43-jähriger Vater ist sich nicht sicher, ob er seine Töchter an der Hochzeit seines homosexuellen Bruders teilnehmen lassen soll. Darum fragt er um Rat.

Kinder muss man sicher vor einigen Dingen schützen – Gewalt, Drogen, Pornographie. Was sicher nicht dazu gehört: Homosexualität. In den meisten Köpfen ist das glücklicherweise schon angekommen. Doch leider nicht in allen.

Im Anzeigenblatt "OWL am Sonntag" der Regionalzeitung "Westfalen-Blatt" wurde ausgerechnet am Tag gegen Homophobie, der weltweit am 17. Mai gefeiert wird, ein Artikel mit homophobem Inhalt gedruckt – der wöchentliche "gute Rat am Sonntag". Darin fragt Bernhard, 43, um Hilfe. In der Familie stehe eine Hochzeit bevor, die Töchter sollen Blumenmädchen sein. Problem: Sein schwuler Bruder und dessen Freund seien zwar wunderbare Menschen, aber eine Hochzeit - und das habe er mit seiner Frau auch so den Kindern beigebracht - sei eine ernste Entscheidung zwischen Mann und Frau. Und zwar nur zwischen Mann und Frau.

Homosexuelle haben in seiner Welt also nicht das Recht zu heiraten. Seine engstirnige Meinung hat er auch den sechs und acht Jahre alten Töchtern eingetrichtert. Seine Sorge jetzt: "Ich will nicht, dass unsere Töchter sich in ihrem Alter mit dem Thema der sexuellen Orientierung befassen."

"Ich gebe Ihnen Recht"

Und statt die Chance zu nutzen, dem Mann, der seinen Bruder und dessen Partner als wunderbare Menschen bezeichnet, zu sagen, dass die Kinder zwar Fragen stellen werden, aber es der richtige Weg ist, offen über Homosexualität zu sprechen, hat "OWL am Sonntag" einen Rat veröffentlicht, der an Homophobie kaum zu übertreffen ist. Barbara Eggert, die Ratgeberin, sieht gleich mehrere Probleme. So sei es ihrer Meinung nach für homosexuelle Paare zum einen sicherlich nicht einfach, eine gelungene Hochzeitsfeier zu organisieren, zum anderen müsse man nun doch wirklich nicht auch noch kleine Kinder zu so einer Feierlichkeit einladen.

Anstatt dem fragenden Vater, der scheinbar nicht sicher ist, ob seine Meinung zu dem Thema richtig ist, eine andere Sichtweise mit auf den Weg zu geben, verstärkt sie die Homophobie nur. "Ich gebe Ihnen Recht, Ihre Töchter würden durcheinander gebracht und können die Situation Erwachsener nicht richtig einschätzen." Ihr abwertender Tipp für die Hochzeit: "Sagen Sie Ihrem Bruder, dass Ihre Kinder an der Feier nicht teilnehmen, weil Sie nicht möchten, dass die Kinder verwirrt werden."

Wieso der Ratgeber gedruckt wurde, wieso kein verantwortlicher Redakteur sein Veto einlegte, bleibt unbeantwortet. Trotz mehrmaliger Nachfrage des stern äußerte sich das "Westfalen-Blatt" nicht.

Auf Twitter gibt es dagegen Reaktionen:

Sogar eine Petition, die sich für Sanktionen gegen die Autorin Barbara Eggert ausspricht, wurde bereits erstellt.

Die Frage und Antwort des Ratgebers im Wortlaut:

"Töchter schützen"

Unsere Töchter sind acht und sechs Jahre alt. Mein Bruder wird demnächst heiraten und möchte, dass unsere Mädchen Blümchen streuen. Meine Frau und ich haben unseren Kindern beigebracht, dass die Ehe eine ernste Entscheidung zwischen Mann und Frau ist. Mein Bruder und sein Freund sind wunderbare Menschen, aber eine Ehe finde ich unpassend. Ich will nicht, dass unsere Töchter sich in ihrem Alter mit dem Thema der sexuellen Orientierung befassen.

Barbara Eggert antwortet: Es ist für homosexuelle Paare sicherlich nicht einfach eine gelungene Hochzeitsfeier zu organisieren. Aber bei allem Respekt, es muss nicht sein, sechs- und achtjährige Kinder einzuladen. Ich gebe Ihnen Recht, Ihre Töchter würden durcheinander gebracht und können die Situation Erwachsener nicht richtig einschätzen. Sagen Sie ihrem Bruder, dass Ihre Kinder an der Feier nicht teilnehmen, weil Sie nicht möchten, dass die Kinder verwirrt werden.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(