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Trophäen-Jäger Er tötete den berühmten Löwen "Cecil" – nun soll der US-Zahnarzt ein seltenes Wildschaf erlegt haben

Altai-Argali-Schafe
Altai-Argali-Schafe
© Alexandr Kryazhev/ / Picture Alliance
2015 geriet der US-Zahnarzt Walter P. in die Schlagzeilen. Er hatte mit Pfeil und Bogen den berühmten Löwen "Cecil" in Simbabwe getötet. Nun soll er in der Mongolei ein seltenes Wildschaf erlegt haben.

Der Fall sorgte international für Schlagzeilen und Kritik: Der im US-Bundesstaat Minnesota lebende Zahnarzt Walter P. hatte im Juli 2015 den Löwen "Cecil" in Simbabwe mit Pfeil und Bogen erlegt. Bei den Besuchern des dortigen Hwange-Nationalparks war der 13-jährige Löwe mit seiner charakteristischen schwarzen Mähne sehr beliebt. Das südostafrikanische Land forderte damals die Auslieferung des Jägers aus den USA. Der stern berichtete.

Nun, knapp fünf Jahre danach, wurde bekannt, dass der Zahnarzt in der Mongolei ein seltenes Wildschaf – ein Altai-Argali – erlegt haben soll, wie die britischen Zeitungen "Daily Mail" und "Mirror" berichteten. Die Jagd soll demnach schon im August letzten Jahres stattgefunden haben. 

Jagd-Trip kostete rund 89.000 Euro

Laut den Berichten soll der 60-Jährige bis zu 80.000 britische Pfund (rund 89.000 Euro) für den Jagd-Trip gezahlt haben, bei dem er in Begleitung eines Freundes war. Fotos sollen den Zahnarzt zeigen, wie er mit dem Schaf posiert, allerdings sei das Gesicht nicht zu erkennen, so "Mirror". Das Tier soll dabei auch mit Pfeil und Bogen erlegt worden sein. P. weigere sich, mit Feuerwaffen zu jagen.

Dr. Teresa Telecky, Vizepräsidentin für den Bereich Wildtiere bei der Humane Society International, sagte: "Es ist absolut empörend, dass Trophäen-Jäger in die Mongolei reisen, um einen schönen und gefährdeten Widder zu töten." Es sei an der Zeit, Trophäenjagd zu stoppen.

Auch der Sohn von US-Präsident Donald Trump, Donald Trump Jr., reiste im vergangenen Jahr in die Mongolei, um Argali-Schafe zu jagen. Die Regierung des Landes hatte ihm eine sehr seltene Abschusslizenz erteilt (der stern berichtete). Der Trip habe die Steuerzahler in den USA umgerechnet 68.000 Euro gekostet.

Quellen: "Daily Mail", "Mirror"

rw

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