Borneo Diese Tiere sterben für unser Palmöl – so gnadenlos werden Orang-Utangs auf Borneo gejagt

Borneo: Das Leiden der zu Tode gehetzten Orang-Utans
Ein Tierschützer des "Sumatran Orangutan Conservation Programme" kümmert sich um einen betäubten Orang-Utan auf Borneo, der in der Nähe einer Palmölplantage in die Falle ging
© Ulet Ifansasti
Auf der indonesischen Insel Borneo werden Orang-Utans gnadenlos gejagt, weil sie Bauern oder Plantagenbesitzern im Weg sind. Über den ungleichen Kampf von Mensch gegen Menschenaffe.
Von Joachim Rienhardt

An jenem Montag, den Kaluhara II nur wenige Stunden überleben sollte, hatte ihm noch kein Mensch einen Namen gegeben. Der Orang-Utan saß 15 Meter hoch in der Krone eines Laubbaums am Rande des Kutai-Nationalparks im Osten von Borneo, auf Höhe des Äquators. Es war etwa elf Uhr morgens. Kaluhara II schrie, brach Äste ab und schleuderte sie nach unten. Er wollte so die fünf Angreifer vertreiben, die ihn mit ihren Luftgewehren ins Visier nahmen und unerbittlich auf ihn feuerten.

Mehr zum Thema

Newsticker