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Nach Tod von Löwe Cecil: Simbabwe fordert Auslieferung von US-Jäger

Mit einem Trick soll ein US-Zahnarzt den Löwen Cecil angelockt, ihn getötet, seinen Kopf abgetrennt und das Fell abgezogen haben. Alles nur, um eine Trophäe an die Wand hängen zu können. Simbabwe will den Jäger zur Verantwortung ziehen.

Simbabwe fordert Auslieferung von US-Jäger nach Tod von Löwe Cecil

Cecils Tod sorgt für Empörung. Auf der Website des Weißen Hauses forderten mehr als 160.000 US-Bürger von der Regierung, "Palmer sofort auszuliefern", sollte dies von der Regierung in Harare gefordert werden.

Nach der weltweit kritisierten Tötung des berühmten Löwen Cecil in Simbabwe will das südostafrikanische Land die Auslieferung des Jägers aus den USA beantragen. Er müsse sich vor Gericht in Simbabwe dafür verantworten, mit dem Löwen eine "Ikone" erlegt zu haben, sagte Umweltministerin Oppah Muchinguri am Freitag in der Hauptstadt Harare. "Wir haben den Prozess für die Auslieferung bereits eingeleitet", sagte die Politikerin. Es gebe in Simbabwe viele wütende Reaktionen auf die Tötung Cecils. "Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst", fügte Muchinguri hinzu.

Der im Bundesstaat Minnesota lebende Zahnarzt Walter Palmer hatte den 13 Jahre alten Löwen, der als eine Art Wahrzeichen eines Nationalparks im Nordwesten Simbabwes galt, Anfang Juli mit einem perfiden Trick aus dem Park gelockt und getötet. Palmer gab an, von der Illegalität nichts gewusst zu haben. Die Aktion löste unter Tierschützern, im Internet und bei Prominenten einen Sturm der Entrüstung aus.

USA ermitteln gegen Jäger

Inzwischen unterzeichneten mehr als 160.000 Menschen eine an US-Außenminister John Kerry und Justizministerin Loretta Lynch gerichtete Petition, Palmer an die Behörden in Simbabwe auszuliefern. Um eine Antwort der US-Regierung zu erhalten, waren nur 100.000 Unterschriften nötig.

Ein örtlicher Jäger, der Palmer half, und der Besitzer des Grundstücks, auf dessen Land das Tier getötet wurde, müssen sich wegen Verdachts auf Wilderei vor Gericht verantworten. 

Auch die USA haben Ermittlungen gegen Palmer aufgenommen. "Wir werden uns von den Fakten leiten lassen", teilte die Behörde für Fischerei und Tiere (UWFWS) auf Twitter mit. Sie forderte den Jäger auf, sich umgehend bei der Behörde zu melden.

UN ruft zum Kampf gegen Wilderei auf

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) begrüßte diesen Schritt. "Ich bin bestürzt und traurig. Im Hwange-Nationalpark gilt ein Jagdverbot, was man auch nicht durch Tricks umgehen kann", sagte die Ministerin der "Bild"-Zeitung. "Daher ist es gut, dass die zuständigen Stellen rasch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet haben." 

Unterdessen haben die Vereinten Nationen auf Initiative Deutschlands erstmals mit einer Resolution zum Kampf gegen Wilderei aufgerufen. Das Töten von Wildtieren und der illegale Handel mit ihnen müsse als "ernstes Verbrechen" behandelt werden, lautet die Forderung in dem am Donnerstag von der UN-Vollversammlung in New York verabschiedeten Papier.

Menschen demonstrieren ihre Wut zum Tode des Löwen Cecils.
ivi / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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