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Jamaika: Flugzeug-Kidnapper gibt auf

Die Geiselnahme auf einem Flughafen in Jamaika ist beendet. Laut Informationen lokaler Medien befindet sich der offensichtlich geistig verwirrte Täter bereits in Haft. Die Maschine sollte mit 182 Menschen an Bord nach Halifax in Kanada starten.

Das Geiseldrama auf dem Flughafen von Montego Bay auf der Karibik-Insel Jamaika ist beendet. Der offensichtlich geistig verwirrte Geiselnehmer gab nach Berichten lokaler Medien auf. Er befinde sich bereits in Haft, meldete die Zeitung "The Gleaner". Der bewaffnete Mann hatte am Sonntagabend (Ortszeit) auf dem Sangster International Airport eine Boeing 737-800 der kanadischen Airline CanJet mit 182 Menschen an Bord in seine Gewalt gebracht. Die Maschine sollte nach Halifax in Kanada fliegen. Die Passagiere hatte er freigelassen und zum Schluss nur noch sechs Crew-Mitglieder festgehalten.

Der Geiselnehmer soll sich am Sonntagabend gegen 23 Uhr (Ortszeit) mit gefälschten Papieren über den Crew-Eingang Zugang zu der Maschine verschafft und dann mit gezogener Waffe Forderungen gestellt haben, berichtete die Zeitung "The Gleaner" in ihrer Online-Ausgabe.

Bei dem Täter handele es sich laut Informationsminister Daryl Vaz um einen psychisch gestörten Jugendlichen, der verlangt habe, nach Kuba geflogen zu werden. Der Vater des etwa 20-jährigen Jamaikaners unterstützte die Verhandlungen der Behörden mit seinem Sohn.

DPA/AP / AP / DPA