Kalifornien Mindestens sieben Tote nach Schlammlawine


Mindestens sieben Menschen sind von heftigen Schlammlawinen in Südkalifornien in den Tod gerissen worden. Weitere Menschen, darunter zahlreiche Kinder, werden noch vermisst.

Mindestens sieben Menschen sind von heftigen Schlammlawinen in Südkalifornien in den Tod gerissen worden. Weitere neun Menschen, darunter zahlreiche Kinder, wurden am Freitagabend (Ortszeit) noch vermisst. Die fieberhafte Suche nach den Verschütteten sollte in der Nacht fortgesetzt werden. Helfer räumten ihnen aber nur noch geringe Überlebenschancen ein. Die Schlamm- und Schuttmassen haben sich in der betroffenen Region, rund 130 Kilometer östlich von Los Angeles, teilweise bis zu vier Meter hoch aufgetürmt. Die Schlammlawinen waren am Donnerstagabend nach heftigen Regenfällen in den San Bernardino Bergen abgegangen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde unter anderem der Leiter eines christlichen Ferienlagers mit seiner Familie und Kleinkindern vermisst. Zwei Gebäude auf dem Zelt- und Hüttenplatz wurden von der Schlammflut umgerissen. 14 Menschen konnten sich am Donnerstag in Sicherheit bringen oder von Einsatzteams der Polizei und Feuerwehr gerettet werden. Eine weitere Schlammlawine zerstörte eine Wohnwagensiedlung in einem benachbarten Tal. Dort wurden zwei Menschen getötet.

Den Leuten blieb kaum Zeit, um zu fliehen

Polizeisprecher Chip Patterson verglich den Einsatz von über 75 Helfern mit der Suche von Lawinenopfern. Mit langen Stöcken wurde der bis zu vier Meter tiefe Schlamm abgesucht. Helfer brauchten fast zwei Stunden, um einen von Baumstämmen eingeklemmten Mann, der bis zur Brust im Schlamm steckte, zu befreien.

Eingestürzte Brücken und verschüttete Straßen erschwerten die Rettungsarbeiten. Die ungewöhnlich heftigen Regenfälle hatten in dem Waldgebiet breite Bodenflächen mit großen Bäumen und Felsbrocken zum Rutschen gebracht. Die Region war im Oktober von schweren Waldbränden heimgesucht worden. Bäume und Wurzelwerk, das den Waldboden normalerweise hält, waren dabei abgebrannt. Seit den verheerenden Bränden wurde in weiten Teilen Südkaliforniens vor der Gefahr von Erdrutschen gewarnt.

Tracey Martinez zufolge "blieb den Leuten kaum Zeit zu fliehen". Die Schlammlawine sei plötzlich und ohne Vorwarnung gekommen, sagte die Sprecherin der Feuerwehr.


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