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"Mein Schiff 2" Kreuzfahrtschiff-Kapitän rettet 50 Geflüchtete aus akuter Seenot

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2" liegt in einem Hafen.
Die Besatzung der "Mein Schiff 2" konnte alle Menschen sicher an Bord nehmen und medizinisch versorgen (Symbolbild)
© Joerg Niebergall/Eibner-Pressefo / Picture Alliance
Der Kapitän des deutschen Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 2" hat 50 Geflüchteten am Montag auf heldenhafte Art und Weise das Leben gerettet. Die Menschen aus Haiti drohten vor der Küste der Dominikanischen Republik zu ertrinken.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de.

Es ist Rettung in allerletzter Sekunde. Das Wasser läuft schon in das Boot. Verzweifelt versuchen die 50 Menschen mit ihren bloßen Händen, das Wasser aus ihrem Boot zu schaufeln. Sie drohen zu ertrinken.

Dass alle Menschen das Drama vor der Küste der Dominikanischen Republik überleben – das verdanken sie Kapitän Thomas Roth (Mein Schiff 2) und seiner Crew.

"Mein Schiff"-Crew wird zu Helden

Das Drama spielt sich nach RTL-Informationen Montagabend auf hoher See ab – 35 Meilen (circa 65 Kilometer) südlich vor der Küste der Dominikanischen Republik. Hier kreuzt gerade die "Mein Schiff 2" von Tui Cruises. An Bord ist aktuell nur die Besatzung. Die Offiziere auf der Brücke entdecken plötzlich ein kleines Boot. Kapitän Thomas Roth entscheidet sofort: Der Kreuzfahrtriese ändert den Kurs und schaut nach, was da los ist. Eine Entscheidung, die 50 Menschen das Leben rettet!

Tui Cruises-Pressesprecherin Friederike Grönemeyer sagt auf RTL-Anfrage: "Der Kapitän und seine Besatzung stellten dann fest, dass sich die Personen bereits in akuter Seenot befanden. Die Mein Schiff 2 fuhr direkt an das Boot ran und konnte alle Menschen – darunter auch ein Kind – sicher an Bord nehmen. Dort haben wir sie medizinisch betreut und mit Wasser und Nahrung versorgt."

Tui Cruises: "Ein Gebot der Humanität"

Kapitän Roth nimmt direkt danach Kontakt zur Küstenwache der Dominikanischen Republik auf. Gemeinsam wird entschieden, dass die 50 Menschen im Hafen von La Romana sicher an Land gebracht werden können.

Tui Cruises-Pressesprecherin Friederike Grönemeyer sagt weiter: "Neben der Selbstverständlichkeit, dass es ein Gebot der Humanität ist, Hilfe zu leisten, verpflichtet auch das internationale Seerecht dazu in Seenot geratenen Schiffen Hilfe zu leisten. Dafür gibt es auch auf unseren Schiffen spezielle Ausrüstung wie Rettungsboote und andere Rettungsgeräte. Die Besatzung ist für die Hilfeleistung in einem solchen Notfall geschult." Besonders stolz ist die Reederei auf die Besatzung der Mein Schiff 2: "Wir sind dankbar, dass die Crew gestern rechtzeitig vor Ort war und das Leben aller Menschen in dem Boot retten konnte." Nach RTL-Informationen stammen die Geflüchteten aus Haiti.

RTL.de/ Roger Saha/ jus

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