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Linksextreme DHKP-C: Mutmaßliche türkische Terroristen im Rheinland festgenommen

Das Bundeskriminalamt hat zwei mutmaßliche türkische Terroristen im Rheinland festgenommen. Bei den 35 und 27 Jahre alten Männern soll es sich um Funktionäre der linksextremen DHKP-C ("Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front") handeln.

Das Bundeskriminalamt hat zwei mutmaßliche türkische Terroristen im Rheinland festgenommen. Bei den 35 und 27 Jahre alten Männern soll es sich um Funktionäre der linksextremen DHKP-C ("Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front") handeln, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mit. Sie seien am Mittwoch in Düsseldorf und im Großraum Köln festgenommen worden. Die DHKP-C hat in der Türkei bereits mehrere tödliche Anschläge mit dem Ziel verübt, den Staat durch ein marxistisch-leninistisches Regime zu ersetzen.

Die beiden Türken sollen in die hierarchischen Strukturen der Europaorganisation der DHKP-C eingebunden gewesen sein und als professionelle Kader für die Vereinigung Aufgaben wahrgenommen haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor, dem Jüngeren zudem schwere räuberische Erpressung. Die DHKP-C hat in der Türkei bereits zahlreiche Menschen getötet und Brandanschläge verübt. Seit 2001 setzte die Terrorgruppe wiederholt Selbstmordattentäter ein.

Der 35-Jährige soll Anfang 2009 deutschlandweit für die Organisation verantwortlich gewesen sein. Außerdem soll er eine "Spendenkampagne" koordiniert und den Geldfluss ins Ausland organisiert haben. Der 27-Jährige war den Angaben zufolge zunächst für das Gebiet Köln und später für Westfalen verantwortlich.

DPA / DPA