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Razzien in Italien: 160 Haftbefehle gegen die Mafia

Bei einer "historischen Aktion" hat die italienische Polizei 160 Haftbefehle gegen mutmaßliche Mitglieder der Mafia erlassen. Unter den Festgenommenen waren auch einige Unternehmer.

In einer bislang einmaligen Aktion ist Italiens Polizei mit groß angelegten Razzien im gesamten Land gegen die Mafia vorgegangen. Die Behörden erließen insgesamt 160 Haftbefehle gegen mutmaßliche Mitglieder der kalabrischen 'Ndrangheta, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Tausende Polizisten waren am Mittwoch im Rahmen der Aktion "Aemilia" an den Razzien beteiligt. 117 Mafiosi wurden in der norditalienischen Emilia Romagna festgenommen, Dutzende weitere in anderen Regionen des Landes.

"Eine Aktion, bei der ich nicht zögern würde, sie als historisch zu bezeichnen", sagte Staatsanwalt Franco Roberti. Die Razzia sei sehr bedeutend "für den juristischen Kampf gegen die Mafia im Norden". Den Festgenommenen wird unter anderem Erpressung, Wucher, Beteiligung an mafiösen Vereinigungen und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

Insbesondere in der norditalienischen Emilia Romagna soll die 'Ndrangheta enge Verbindungen zu Firmen aufgebaut haben. Unter den Festgenommenen waren laut Ansa auch einige Unternehmer sowie ein Gemeinderat der konservativen Mitte-Rechts-Partei Forza Italia des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi.

kup/DPA / DPA