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Marco W.: Der Alptraum hält an

Marco W. bleibt weiter in türkischer Haft, der Prozess wurde erneut vertagt, weil die Aussage des 13 - jährigen Opfers nicht verwertbar sei. Türkeiexperten fordern unterdessen die Freilassung Marcos auf Kaution oder die Fortsetzung des Verfahrens in Deutschland.

Der wegen sexueller Misshandlung angeklagte 17-jährige Marco W. aus Uelzen bleibt weiter in türkischer Untersuchungshaft. Das Gericht in Antalya vertagte den Prozess auf den 20. November und ordnete zugleich die Fortdauer der Haft an, wie der Anwalt der 13-jährigen Engländerin sagte, die nach eigenen Aussagen von Marco W. vergewaltigt wurde. Am sechsten Verhandlungstag sei etwas Bewegung in die Sache gekommen, sagte der Anwalt von Marcos Eltern, Matthias Waldraff, nach der nicht öffentlichen Verhandlung.

Nach Angaben des Rechtsanwalts lag dem türkischen Gericht weiterhin nicht die Aussage der 13-Jährigen vor, die Marco W. missbraucht haben soll. Lediglich der Anwalt der Nebenklage verfüge über eine englische Abschrift der Aussagen von Charlotte und ihrer Mutter, die aber gerichtlich nicht verwertbar sei. Man gehe davon aus, dass die über ein Rechtshilfeersuchen angeforderte Aussage dem Gericht bis zum nächsten Verhandlungstag aus England zugestellt werde.

Der Anwalt des Mädchens, Ömer Aycan, erklärte, die Richter hätten die Aussage des Mädchens vernommen. Die 13-Jährige habe in ihrer Erklärung den Vorwurf erneuert, sie sei von dem Deutschen vergewaltigt worden. Der Anwalt erklärte, er dränge darauf, dass Marco W. wegen Vergewaltigung und nicht wegen sexueller Misshandlung angeklagt werde. Gegen die Haftentscheidung des Gerichts werde Marcos türkischer Anwalt Beschwerde einlegen, sagte Waldraff weiter. Bei einer Ablehnung der Beschwerde werde die Verteidigung den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen.

Vorwurf der Vergewaltigung erneuert

Der Anwalt des Mädchens, Ömer Aycan, erklärte, die Richter hätten die Aussage des Mädchens vernommen. Die 13-Jährige habe in ihrer Erklärung den Vorwurf erneuert, sie sei von dem Deutschen vergewaltigt worden. Der Anwalt erklärte, er dränge darauf, dass Marco W. wegen Vergewaltigung und nicht wegen sexueller Misshandlung angeklagt werde. Gegen die Haftentscheidung des Gerichts werde Marcos türkischer Anwalt Beschwerde einlegen, sagte Waldraff weiter. Bei einer Ablehnung der Beschwerde werde die Verteidigung den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen. Der Anwalt des Mädchens, Ömer Aycan, erklärte, die Richter hätten die Aussage des Mädchens vernommen. Die 13-Jährige habe in ihrer Erklärung den Vorwurf erneuert, sie sei von dem Deutschen vergewaltigt worden. Der Anwalt erklärte, er dränge darauf, dass Marco W. wegen Vergewaltigung und nicht wegen sexueller Misshandlung angeklagt werde. Gegen die Haftentscheidung des Gerichts werde Marcos türkischer Anwalt Beschwerde einlegen, sagte Waldraff weiter. Bei einer Ablehnung der Beschwerde werde die Verteidigung den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen.

"Hinhaltetaktik der Nebenklage"

Der Anwalt erklärte, er dränge darauf, dass Marco W. wegen Vergewaltigung und nicht wegen sexueller Misshandlung angeklagt werde. Gegen die Haftentscheidung des Gerichts werde Marcos türkischer Anwalt Beschwerde einlegen, sagte Waldraff weiter. Bei einer Ablehnung der Beschwerde werde die Verteidigung den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen. Unterdessen forderte das Essener Zentrum für Türkeistudien (ZfT) erneut die sofortige Freilassung des seit dem 12. April inhaftierten Schülers. "Es ist schwer erträglich, dass der Junge in dieser Weise Opfer einer offensichtlichen Hinhaltetaktik der Nebenklage sowie der Familie von Charlotte wird", sagte ZfT-Direktor Faruk Sen in Essen. Marco müsse auf Kaution freikommen oder das Verfahren müsse in Deutschland weiterverfolgt werden. Dies sei nicht nur im Sinne Marcos sondern auch der Türkei. Der Vorgang berge größte Gefahren für das Ansehen der Türkei als Reiseziel, betonte Sen. Marco wird vorgeworfen, in der Nacht vom 10. auf den 11. April gegen den Willen von Charlotte sexuellen Kontakt mit ihr gehabt zu haben. Der Schüler aus Uelzen erklärte, das Mädchen habe sich für 15-jährig ausgegeben und er habe mit ihr nur einvernehmlich Zärtlichkeiten ausgetauscht.

AP / AP