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Paul-Löbe-Haus in Berlin Brandanschlag auf Bundestagsgebäude schlägt fehl


Wer steckt hinter einem versuchten Brandanschlag auf ein Bundestagsgebäude? Unbekannte hatten einen Molotow-Cocktail gegen das Paul-Löbe-Haus geschleudert. Der Brandsatz zündete jedoch nicht.

In Berlin ist in der Nacht zu Montag ein Brandanschlag auf das Bundestagsgebäude Paul-Löbe-Haus versucht worden. Unbekannte schleuderten einen sogenannten Molotowcocktail gegen das Gebäude im Bundestagskomplex. Allerdings zündete der Brandsatz nicht.

Berichten der "Berliner Morgenpost" zufolge ist lediglich der Gehweg vor dem Haus beschädigt worden. Die Polizei teilte zudem mit, dass der versuchte Anschlag keinerlei Schäden an dem Gebäude verursacht habe. Der Staatsschutz ermittelt bereits, Hinweise auf die Täter gibt es bisher allerdings nicht.

Die Nacht der Molotowcocktails

Wenige Statteile entfernt wurde in derselben Nacht ein weiterer Brandanschlag verübt. Medienberichten zufolge schleuderten Unbekannte gegen 3 Uhr nachts einen Molotowcocktail gegen die Gerhard-Hauptmann-Schule in Kreuzberg. Das Gebäude wird von Flüchtlingen bewohnt.

Bei diesem Anschlag wurde ebenfalls niemand verletzt, auch dieses Gebäude sei nicht beschädigt worden. Allerdings ist Kleidung der Flüchtlinge verbrannt. Nachdem der Sicherheitsdienst die Rauchentwicklung bemerkte, alarmierte er die Feuerwehr. Der Brand wurde schnell gelöscht. Der "Tagesspiegel" berichtet, dass der Staatsschutz wegen eines politischen Hintergrunds ermittelt. Zudem soll geklärt werden, ob es zwischen den beiden fehl geschlagenen Brandanschlägen einen Zusammenhang gibt.

Nicht der erste versuchte Anschlag

Bereits im letzten Jahr in der Nacht zum 24. November war ein Molotowcocktail an dem Gebäude abgestellt und ohne Folgen angezündet worden. Zu dieser Tat gab es ein Bekennerschreiben einer vermutlich rechtsextremen Gruppe. Ähnliche Anschläge ohne Schäden hatte es in der Nacht vom 28. auf den 29. September auf den Reichstag und am 25. August auf die CDU-Bundeszentrale gegeben. Auch hier gab es Hinweise auf eine rechtsextremistische Motivation für die Tat.

lib/DPA DPA

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